Any Given Weekend

Nicht nur ein BVB-Blog

Déjà Vu

Thomas Doll ist sauer. Und das sollen alle wissen. Deswegen steht es sogar auf der BVB-Homepage. Für das Spiel gegen Frankfurt am Samstag drohte er gestern auch arrivierten Spielern mit der Tribüne und berief als Druckmittel Sahr Senesie und Christopher Nöthe aus der zweiten Mannschaft in den vorläufigen Kader. Im Auge gehabt haben dürfte der Trainer mit seiner Warnung Spieler wie Nelson Valdez, Delron Buckley oder Philipp Degen, die zuletzt einfach zu wenig oder auch zu viel brachten. Die Innenverteidiger sollten sich ebenfalls nicht zu sicher fühlen.

Vieles soll(te?) sich ändern. Aber heute hören sich Dolls Planungen schon wieder gemäßigter an. Eine Systemänderung will er aus verständlichen Gründen nicht bestätigen. Sebastian Kehl, der in einem klassischen 4-4-2 System als zweiter defensiver Mittelfeldspieler in die Startelf hätte rücken können, soll noch nicht von Beginn an spielen. Senesie und Nöthe werden allenfalls auf der Bank sitzen. Ich bin mal gespannt, wieviele Veränderungen es nun tatsächlich geben wird in der Anfangself. Weiterhin unbeantwortet bleibt z.B. meine Frage, warum Martin Amedick nie eine Chance kriegt. Was mit ziemlicher Sicherheit kommen wird, ist ein Wechsel im Sturm, vermutlich Klimowicz für Valdez.

Ansonsten sagt Doll, was man halt sagt in so einer Situation: “Ich will eine Reaktion sehen. Der Ball kann verspringen, aber jeder muss 90 Minuten lang den Platz umpflügen.” Da hat er sicher Recht. Um es zu präzisieren: Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit der Eintracht muss ein Sieg her. Es könnte allerdings trotz gegensätzlicher Beteuerungen von deren Trainer Friedhelm Funkel sein, dass die Frankfurter wieder sehr defensiv auftreten, wenn auch vielleicht nicht ganz so krass wie bei den Bayern. Immerhin fehlen Funkel mit Streit, Meier und Weissenberger mehrere wichtige Mittelfeldspieler, zudem scheint auch Mehdi Mahdavikia noch nicht wieder einsatzbereit zu sein.

Aber das Problem des BVB ist zur Zeit ja nicht unbedingt, das Spiel zu machen, sondern das durchzuhalten – insofern wären defensive Frankfurter da gar nicht so schlecht. Also, die drei Punkte müssen her, und dann kann sich Dolly wieder in Ruhe Gedanken über Neuverpflichtungen machen!

Eingetragen unter:Das schwerste Spiel, Schwarz und Gelb , , , , , , ,

2 Responses

  1. Markus sagt:

    Interessant, dass die Gegenseite was ähnliches macht mit dem jungen Juvhel Tsoumou…

  2. Nick sagt:

    Gespielt hat dann letztendlich doch keiner von denen. Christopher Nöthe stand immerhin schon zur Einwechslung bereit, aber dann entschied sich Doll doch für Federico.

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