Endlich scheint es ein halbwegs würdiges Ende des ‘Schwebezustands’ zu geben, in dem sich Lars Ricken seit Beginn der Saison befunden hat. Von Thomas Doll endgültig aus Leistungsgründen aus dem Kader der ersten Mannschaft verbannt, spielte der ‘Held von München’ und so einiger anderer Begegnungen seit Monaten nur noch für den BVB II in der Regionalliga Nord. Bei einem Angebot eines anderen Klubs hätte Ricken gehen dürfen; anscheinend gab es aber keine ernstzunehmenden Anfragen. Ob dieses Vorgehen von Trainer und Verein sportlich gerechtfertigt war, kann man wohl nur beurteilen, wenn man Ricken regelmäßig im Training und bei Spielen erlebt hat. Als langjähriger Fan fragt man sich aber schon, ob die, die sich jetzt im offensiven Mittelfeld versuchen dürfen, wirklich besser sind.
Nun haben sich der Verein und Ricken darauf geeinigt, dass der Lizenzspieler-Vertrag zum Ende des Jahres aufgelöst wird. Ricken soll aber bis Juni 2009 weiter für die Regionalliga-Mannschaft spielen, es sei denn, ein Profiverein käme doch noch auf ihn zu – dann würde ihn der BVB freigeben. Zudem wird er ab Januar (oder nach einem anderen Profi-Engagement) ein Trainee-Programm in der Verwaltung des Vereins durchlaufen, um dann anschließend eine feste Aufgabe beim BVB zu übernehmen, voraussichtlich im Marketing. Alles in allem ist das nach der bisher leicht fragwürdigen Vorgehensweise der sportlichen Führung nun eine saubere Lösung, die den Stellenwert von Lars Ricken für Verein und Fans anerkennt und ihm zugleich die Chance lässt, noch einige Jahre Profifußball zu spielen wenn sich ein Verein findet.
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Vor der Saison hat Ricken (wenn man den Gerüchten trauen darf) ein konkretes Angebot von Gladbach abgelehnt – angeblich weil er nicht in der 2. Liga kicken wollte. Schade, ich hätte ihn gerne genommen. Ob er nach dieser Saison seine Entscheidung nicht bereut, lasse ich mal offen.
Die Ursache war sicher nicht nur sportlicher Natur. Bisher lief ja auch nich ein luxoriöser Vertrag. Ich hab mal gelesen, dass Ricken in seiner BVB-Zeit insgesamt rund 15 Millionen brutto verdient haben soll.
Da diese ja jetzt aufgelöst ist (das war ja einer, wenn nicht der Hauptgrund hinter dem Abschlussvertrag im Marketing), tut er sich sicher leichter mit einem Wechsel. Es gibt mit Sicherheit einige Bundesligisten, bei denen er offene Türen einrennen würde. Bochum und Duisburg sind ja auch nicht soweit weg
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass da in der Winterpause das ein oder andere Angebot kommt – nicht zuletzt weil Ricken in der Regionalliga einige starke Auftritte hatte, zuletzt gegen Tabellenführer Kickers Emden hat er mehrere Treffer vorbereitet.
Was seine bisherige Motivation für den Verbleib in Dortmund angeht: Ein bisschen nehme ich ihm die ‘Dortmunder Jung’-Einstellung schon ab