Karlsruher Supermarkt
Verwunderlich ist es ja nicht, dass BVB-Sportdirektor Michael Zorc wieder nach Karlsruhe schielt. Von dort holte er vor der Saison Zweitliga-Torschützenkönig Federico und trotz dessen Weggangs hat sich der KSC in Liga 1 bisher mehr als beachtlich geschlagen. Normalerweise halte ich es für überflüssig, schon unkonkrete Transfergerüchte zu kommentieren, aber einen der jetzt beobachteten Spieler habe ich selbst schon im Gespräch mit anderen Fans ins Gespräch gebracht: Tamas Hajnal, den ungarischen Spielmacher der Karlsruher. Ehemals beim S04 aufs Abstellgleis geschoben, dann in Kaiserslautern gelandet, und vor der Saison als Schnäppchen zum KSC gewechselt. Was er drauf hat, zeigt er jetzt dort. Es gibt keine Garantie, dass das auch anderswo klappen würde, aber er scheint von der Spielanlage her besser als Federico für die 10er-Position geeignet zu sein. Hajnal wäre im Sommer aufgrund einer Ausstiegsklausel immer noch zu verhältnismäßig günstigen Konditionen (1,25 Mio. €) zu haben – nur ist der BVB leider nicht der einzige Verein, der das gemerkt hat.
Desweiteren soll Zorc auch noch Innenverteidiger Maik Franz und Außenverteidiger Andreas Görlitz auf dem Zettel haben, wobei der bekanntlich den Bayern gehört, die ihn eher nicht zu einem vertretbaren Preis gehen lassen werden. Deshalb gibt es für hinten rechts noch einen anderen Kandidaten, bei dem die Dortmunder Bemühungen konkreter sind: Den Brasilianer Etto von Dinamo Zagreb. Co-Trainer Zumdick hat ihn im UEFA Cup-Spiel gegen den HSV beobachtet und war trotz der Zagreber Niederlage angetan von der Leistung des 26-jährigen. Ich kannte den Spieler bisher nicht, deshalb kann ich nur sagen, dass mir eine Ablösesumme von maximal 1,5 Millionen (wieder wegen Ausstiegsklausel) vertretbar erschiene. Etto ist deswegen auch schon ein Thema im Winter.
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