Thomas Doll ist in der heutigen PK zum Frankfurt-Spiel der Kragen geplatzt. Und er hat eine Wutrede gehalten, die die Medienvertreter gleich an Giovanni Trappatoni erinnerte (hier anzuhören). Die sich aber nicht gegen Spieler, sondern gegen einige Journalisten richtete. Nämlich jene, die um das Pokalfinale herum anfingen, über einen neuen Trainer, neue Spieler und alte Spieler, die den Verein verlassen sollen, zu spekulieren.
Es tat gut, Doll mal klar und direkt, ohne viele Phrasen, reden zu hören. Und der Zeitpunkt der ‘Trainerdiskussion’ war reichlich unverschämt; man könnte ja sogar böse Absichten unterstellen. Von David Zibung, dem angeblichen neuen Torwart, will Doll noch nie gehört haben. Was aber die Spekulationen über Spielerwechsel generell angeht: Die gibt es immer, zu fast jeder Zeit der Saison und die lassen sich auch nicht abstellen. Seriöse Medien recherchieren genau und bringen eine Meldung erst, wenn eine gewisse ‘Substanz’ gegeben ist. Aber manchmal befördern die Spieler selber Spekulationen, noch häufiger wohl deren Berater. Und gestandene Profis sollten gelernt haben, mit diesen ewigen Gerüchten zu leben. Sie sollten wissen, wem sie aktuell Loyalität schulden, unabhängig davon, was vielleicht die nächste Saison bringt.
Man kann BVB-Fans und Journalisten wohl kaum verdenken, dass sie über die Zukunft der schwarz-gelben Hintermannschaft spekulieren, so wie diese in der Liga bisher aufgetreten ist. Was aufhören sollte, ist die Verbreitung von unsubstanziierten Gerüchten um ihrer selbst willen (wird sie aber wohl nicht). Zu Dolls Zukunft habe ich mich gestern schon geäußert, ebenso wie zu David Zibung – sollte an der Sache wirklich nichts dran sein, muss ich dafür wohl auch Abbitte leisten
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