1. Bundesliga, 30. Spieltag / SG Eintracht Frankfurt 1 BVB 1
So scheint die Saison also langsam auszuklingen. Wieder so ein Spiel, von deren Art ich in dieser Spielzeit etliche gesehen habe. Kein Vorwurf an das Engagement der Mannschaft, das hat gestimmt. Aber viel zu viel blieb wieder Stückwerk. Doll setzte wie im Pokalfinale auf einen Ein-Mann-Sturm (Alex Frei) mit Petric und Kuba als offensiven Außen – was schon in Berlin nicht optimal funktionierte. Die Überlegung war wohl, dafür dahinter eine kompakte Mittelfeldzentrale mit Kruska, Tinga und Kringe zu haben.
In der ersten Hälfte der ersten Hälfte ging dieser Teil der Rechnung auf, der BVB stand gut im Mittelfeld und wirkte hinten sicher, kam aber nie gefährlich in Strafraumnähe. Begünstigt durch einige dann doch auftretende Unsicherheiten in der Defensive kam Frankfurt danach besser ins Spiel, bot aber auch wenig Zwingendes. Eine schwache erste Halbzeit beider Teams, die man schnell abhaken kann.
Umso aufregender der Start in Hälfte 2: Nach nicht mal einer Minute stand es bereits 0:1. Nach einer Ochs-Flanke kam der nachrückende Köhler im Strafraum frei zum Abschluss – alleingelassen in diesem Fall vom insgesamt sehr schwachen Rukavina, dem vielleicht die Konkurrenz durch Philipp Degen fehlt. Nun waren die Schwarz-Gelben wach und auch die Angriffe liefen plötzlich flüssiger. Völlig zutreffend die Weisheit, dass „ein Tor dem Spiel gut tut“. Wenige Minuten später: Ein Lattenknaller aus 25 Metern von Marc-Andre Kruska, dem Kehl-Vertreter. Der heute mit Sicherheit eins seiner besten Saisonspiele machte (was aber aufgrund der bisherigen Leistungen nicht so schwierig war), denn kurz darauf spielte er einen schönen Lob in den Strafraum, den Kuba toll annahm und cool zum 1:1 verwandelte – erstes Tor des Polen für den BVB; in der Form der letzten beiden Spiele ist er jemand, der endlich Schwung in die Offensive bringen könnte. Mehr …
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