Personalentscheidungen in Dortmund
Zur nicht geführten Trainerdiskussion gab es gestern im DSF-Doppelpass von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erwartungsgemäß wenig Erhellendes zu hören. Vermutlich um nicht ganz mit ‘leeren Händen’ dazustehen, gab er jedoch zwei andere Informationen preis.
Zum einen bestätigte Watzke den erwarteten Abschied von Christian Wörns – ausgerechnet zwei Tage, nachdem der 35-jährige zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein richtig gutes Spiel gemacht hatte. Die Partien, die Wörns die Rückkehr in die Startelf bescherten, fand ich dagegen allenfalls ‘ausreichend’. Jedenfalls wird sein auslaufender Vertrag nicht verlängert, da der Verein laut Watzke im hinteren Bereich einen „Neuaufbau“ mit jüngeren Kräften plane. Das dürfte Musik in den Ohren der meisten BVB-Fans sein. Mal sehen, ob von dem Neuaufbau auch Robert Kovac betroffen ist. Um nicht missverstanden zu werden: Mir gehts nicht ums Alter (bin ja auch schon ‘Ü 30′), sondern nur um die Leistungsfähigkeit. Und mit der jetzigen Abwehr würden wir es im UEFA Cup schon früh schwer haben.
Zum anderen gab Watzke auch bekannt, dass sich durch das Erreichen des Europapokals der Vertrag mit Sportdirektor Michael Zorc automatisch um ein Jahr bis 2010 verlängert. Auch das ist folgerichtig, denn (im Nachhinein) fragwürdigen Transfers wie denen von Nelson Valdez oder Kovac stehen ordentliche bis sehr gute gegenüber (Petric, Klimowicz, Kuba). Allerdings ist auch bei Zorcs Arbeit ‘Luft nach oben’ – hoffen wir mal, dass er im Sommer noch mehr ‘Treffer’ landet. Was auf jeden Fall nicht nochmal passieren sollte, ist, dass Spieler für Positionen geholt werden, die nicht ihre stärksten sind, so wie in dieser Saison Petric fürs offensive Mittelfeld. Aufgrund der fehlenden Regisseurs-Qualitäten von Giovanni Federico war die 10er-Position nicht adäquat zu besetzen, was Thomas Doll immer wieder zu Systemwechseln zwang. Diese ‘Baustelle’ kann hoffentlich durch die vollzogene Verpflichtung von Tamas Hajnal geschlossen werden.
Neueste Kommentare