„Owo“ ist interessant
Es tut sich wieder was in Dortmund: Der Bremer Manager Klaus Allofs hat dem „Kicker“ bestätigt, dass der BVB Interesse am ehemaligen Nationalspieler Patrick Owomoyela (29) zeigt. Diese Bestätigung könnte darauf hindeuten, dass die Bremer durchaus gewillt sind, „Owo“ abzugeben, was wiederum bedeuten würde, dass der Transfer für den BVB finanziell realisierbar wäre. Owomoyelas Vertrag würde nächstes Jahr auslaufen; es wird nun über eine Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro spekuliert.
Was wären Chancen und Risiken eines Transfers? Zwei Millionen wären ein angemessener Preis für einen Ex-Nationalspieler, der sowohl links als auch rechts hinten eingesetzt werden könnte. Auf der linken Seite hat beim BVB sicher Dede die Nase vorn, da wäre Owo als Backup im Fall von Verletzung oder Sperre denkbar. Aber rechts würde er sich vermutlich ein offenes Duell mit Antonio Rukavina liefern.
Das Problem bei Owomoyela liegt natürlich auch auf der Hand. Er wurde in den letzten Jahren durch mehrere Verletzungen geplagt, verlor seinen Stammplatz in Bremen (in der Nationalmannschaft sowieso) und konnte nicht mehr an frühere Leistungen anknüpfen. Die Frage ist, inwieweit er sich durch kontinuierliche Spielpraxis wieder seinem früheren Niveau annähern kann. Damals war er ja durchaus auch für effektive offensive Vorstöße bekannt; sowas hat man beim BVB gerade über rechts zuletzt vermisst.
Auf die Gefahr hin, Kloppo jetzt wieder in die Rolle des Wunderheilers zu rücken (was nicht meine Absicht ist): Aber ist er nicht dazu prädestiniert, einem solchen Spieler wieder ‘auf die Beine zu helfen’? Einem Spieler, dem es möglicherweise aktuell auch an Selbstvertrauen mangelt? Bei Mohamed Zidan lief es in Mainz plötzlich wieder. Sagen wir so: Es ist nicht sicher, ob wir nochmal den ‘alten’ Owomoyela sehen werden, aber wenn es jemand schaffen kann, ihn dahinzubringen, dann ja wohl jemand wie Klopp. Insofern könnten die zwei Millionen gut investiert sein…
Neueste Kommentare