BL 6.Spieltag / BVB 3-0 VFB Stuttgart
Don’t call it a comeback!
Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Subotic, Santana, Lee – Kehl – Kringe, Tinga (64. Kruska) – Hajnal (79. Sahin) – Valdez (57. Frei), Kuba.
So schnell geht das: Am Sonntag von Hoffenheim vorgeführt, sich am Mittwoch gegen Hertha zum Sieg gekämpft und jetzt am Samstag den VFB phasenweise an die Wand gespielt. Wie sinnlos sind da die vorschnellen Lobeshymnen und Grabreden vieler Medien? Diesen Spieltag jedenfalls sollte man sich einrahmen
! Jürgen Klopp schaffte es doch wieder, mich zu überraschen: Kuba neben Valdez im Sturm, Frei und Klimowicz auf der Bank. Bei ersterem aufgrund der 120minütigen Belastung im Pokalspiel sicher nachvollziehbar. Und Kuba machte seine Sache richtig gut; seiner defensiven Pflichten zum großen Teil entledigt, konnte er seine Kreativität voll ausspielen. Ich fürchte nur, dass das auch anderen so langsam auffällt.
Drei Tore sahen wir heute. Das frühe erste, ein 25 Meter-Hammer von Tamas Hajnal, war natürlich besonders wichtig, es gab dem BVB sichtbar die nötige Sicherheit. Das zweite war mal wieder ein wenig umstritten, denn nach einem Freistoß von Hajnal sprang Felipe Santana im Fünfmeterraum mit ausgestrecktem Arm in Jens Lehmann – und köpfte den Ball ins Tor. Hätte nicht zählen dürfen. Wurde aber etwas später durch den ausbleibenden Elfmeterpfiff nach Foul von Magnin an Kuba wieder halbwegs ausgeglichen. Und das dritte Tor war ein Kopfball vom eingewechselten Alex Frei – bekanntlich nicht seine Spezialität. Die Flanke kam von Young-Pyo Lee, bei dem eine deutliche Aufwärtsentwicklung zu erkennen ist.
Dazwischen kontrollierten die Schwarz-Gelben weitgehend das Spiel. Roman Weidenfeller war fast immer auf seinem Posten, wirklich gefährlich war es aber nur einmal bei einem seltsamen Gomez-Kopfball. Schön zu sehen, dass die zuletzt schwächelnden Subotic und Santana diesmal fast immer sicher standen. Vorne gab es deutlich mehr Chancen als zuletzt, ein wegen knappem Abseits nicht gegebenes Tor durch Frei und allgemein mehr Bewegung, mehr Kombinationen und weniger hohe Bälle. Es war nicht durchgehend perfekt, es gab hin und wieder Leerlauf, aber es war sowas von deutlich besser als zuletzt.
Man muss aber auch sagen, dass der VFB seine zuletzt guten Ergebnisse spielerisch nicht bestätigen konnte. Und wenn man sich so die anderen Resultate anschaut, so scheint die fehlende Konstanz der Klubs die bisher einzige Konstante der Saison zu sein. Kann von mir aus so weiter gehen, zumindest bei den Anderen – diese Spannung ist gut für die Liga. Nun wartet national als nächstes der Bayern-Bezwinger Hannover auf uns, wobei die Bazis zur Zeit ja der ideale Aufbaugegner sind. Kein Grund zur Panik also. Ob es zuvor am Donnerstag wirklich ein Fußballwunder gibt, steht dann wieder auf einem anderen Blatt…
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