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Archiv für Oktober 2008

BL 10.Spieltag / 1.FC Köln 0-1 BVB

30. Oktober 2008 Nick Kommentieren

Vom gestrigen Spiel konnte ich nur die letzten gut 20 Minuten sehen. Etwa eine Minute vor dem Tor kam ich endlich in der Kneipe an. Was für ein Timing ;-) . Was ich dann noch gesehen habe, entspricht aber wohl dem gesamten Spielverlauf und wurde so auch in der Sportschau kolportiert: Das war eine sehr souveräne Vorstellung der Schwarz-Gelben, die nach dem Tor nie wirklich in Gefahr gerieten, sondern weiter ihr Spiel machten.

Gefreut hat mich der Torerfolg von Florian Kringe, ohnehin mMn ja einer der Dortmunder Sympathieträger, der zuvor eine beinahe hundertprozentige Kopfballchance versiebt hatte. Die Mannschaft scheint wirklich „auf einem sehr guten Weg“, es muss sich nur noch regelmäßig in den Ergebnissen ausdrücken…

Nach der Vorstellung von gestern erwartet man jetzt natürlich am Sonntag einen Dreier gegen Bochum, der bei allem Respekt drin sein müsste. Muskelverhärtungen bei Kehl, Hajnal, Kuba und Valdez sollen bis dahin ausgestanden sein. Und ich würde mich freuen, dann ein ähnliches Spiel wie gestern über 90 Minuten verfolgen zu können!

BL 9.Spieltag / BVB 1-1 Hertha Berlin

26. Oktober 2008 Nick 11 Kommentare

Die Kunst, aus Sch…. Gold zu machen – oder zumindest einen Punkt.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer (60. Owomoyela), Hummels, Subotic, Lee – Kehl – Kringe, Tinga (72. Zidan) – Hajnal – Valdez, Kuba (20. Frei).

Irgendwie haben sie es wieder geschafft, die Berliner. Dank einer defensiven Kontertaktik, dank Dortmunder Abschluss- sowie Verletzungspech, dank eines guten Torwarts und eines nicht immer guten Schiedsrichter-Teams. Der BVB spielt eine begeisternde erste halbe Stunde, mit schönem, schnellem Kombinationsspiel, wie man es im Westfalenstadion (zumindest von der Heimmannschaft) seit gefühlten Ewigkeiten nicht gesehen hat und wird dann für den ersten größeren Patzer in der Abwehr bitter bestraft. Raffael überwindet die Viererkette und wird im Strafraum vom herauseilenden Weidenfeller mit der Hand am Fuß berührt – ein harter Elfmeter, noch vertretbar, aber wenn man sieht, wie der Berliner die Situation professionell ausnutzt, dann wünscht man sich schon, dass auch in Deutschland etwas zurückhaltender gepfiffen wird. Und noch ein Tipp an die deutschen Lottogesellschaften: Vielleicht sollte hierzulande nicht mehr um sechs Richtige, sondern um einen gehaltenen Elfer von Roman Weidenfeller gespielt werden – mit dem Jackpot könnte man wahrscheinlich schon ein paar Banken sanieren.

Der Rückstand (durch Cicero) war ein Schock für den BVB, und das Tor tat dem Spiel nicht gut. Den Schwarz-Gelben gelang nur noch wenig, die Blau-Weißen taten nicht mehr als nötig. Aber kurz vor der Pause hätte es trotzdem 1:1 stehen müssen. Nach einer Ecke von Frei gab es Chaos im Berliner Strafraum, mehrere Dortmunder scheiterten mit ihren Schüssen an Torwart Drobny und Feldspieler Chahed – wobei die beiden offensichtlich ihre Rollen getauscht hatten, denn Drobny klärte zweimal mit dem Fuß, Chahed dagegen einmal mit dem Arm auf der Torlinie, unbemerkt von den hoffentlich Unparteiischen.

Die zweite Hälfte war zwar von BVB-Seite nicht besser als die ersten 30 Minuten, aber es wurde noch einseitiger. Die Gäste standen massiert hinten drin, lauerten natürlich auf Konter, von denen es allerdings zunächst wenige gab. Leider stand die Abwehr gut und der Frust bei den meist schwarz-gelben Kneipengästen (inklusive mir) wuchs – nicht über die eigene Mannschaft, sondern über die immer nihilistischer spielenden Gäste. Im Stadion gab es gleichzeitig aber tollen Support und letztendlich wurde die ungerechteste Niederlage seit langem noch abgewendet, ganz banal durch einen Standard: Ecke Frei, Kopfball Kehl, 1:1. Mehr …

Nice to beat you!

23. Oktober 2008 Nick 9 Kommentare

(Updated) Rein sportlich gesehen, versteht sich, ist es immer ein Vergnügen, die Herthaner zu schlagen. Als Exil-Fan ist es ja häufig so, dass man die Konkurrenzmannschaft aus dem aktuellen Wohnort nicht besonders leiden kann. So ist das auch bei Hertha und mir, obwohl ich die Stadt Berlin ansonsten durchaus schätze. Es liegt aber wohl gar nicht in erster Linie an der Kombination Fußballverein und Berlin, sondern daran, dass dieser speziellen alten Dame jedweder Charme abgeht. Deshalb freue ich mich auch diesmal wieder besonders auf drei Punkte. Zudem könnten wir die Hertha mit einem Sieg am Sonntag hinter uns lassen.

Personell gibt es neben den länger Verletzten Dede und Sadrijai, der sich einer Blinddarmoperation unterziehen musste, ein paar kleine Fragezeichen. Kovac, Kuba, Tinga und Frei laborieren an kleineren Geschichten; gut möglich jedoch, dass sie alle fit werden bis Sonntag. Knapp dürfte es bei Tamas Hajnal werden, der erst am Freitag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll.

Fällt der Ungar aus, liegen zwei Optionen nahe: Jürgen Klopp könnte wieder auf die 4-3-2-1 Taktik vom Bremen-Spiel zurückgreifen, also mit drei eher defensiven Mittelfeldspielern, was gegen die auswärts ebenfalls meist ‘verhalten’ (wenn auch erfolgreich) auftretenden Berliner zu einem zähen Spiel führen könnte – es sei denn, Kringe und Tinga gehen viel Risiko und schalten sich häufig in die Angriffe ein. Die zweite Option wäre, mit Sahin als Hajnal-Ersatz in einer 4-4-2 Raute aufzulaufen. Das sollte Klopp aufgrund der Trainingseindrücke einschätzen können.

Die Berliner unterdessen haben gerade ein ordentliches Spiel gegen Benfica gemacht, das sie auch hätten gewinnen können, wenn nicht im Angriff vieles Stückwerk geblieben wäre. Ein Tor wird ihnen in Dortmund wohl auch nicht zum Sieg reichen. Personell haben die Sonntagsgäste allerdings nach jetzigem Stand keine nennenswerten Probleme – das dürfte reichen, um in drei Tagen für eine enge Partie zu sorgen.

UPDATE: So ein UEFA Cup-Spiel scheint doch recht anstrengend zu sein. Nach der Partie gegen Benfica beklagt Hertha BSC nun mehrere angeschlagene oder verletzte Spieler. Definitiv ausfallen wird in Dortmund allerdings nur Andrej Woronin mit einer Mittelfuß-Prellung. Ohnehin einer, der gerne mal den Pfosten trifft. Kritisch könnte es in der Abwehr werden, denn es drohen Arne Friedrich, Marc Stein und Josip Simunic auszufallen; allerdings könnte es auch bei ein oder mehreren noch reichen bis übermorgen. Ebenfalls angeschlagen: Pal Dardai. Viele Fragezeichen bei beiden Teams also. Antworten wohl erst am Sonntag kurz vor fünf…

Echt Premium

22. Oktober 2008 Nick Kommentieren

Das ‘Premium-Produkt’ des europäischen Fußballs, von dem ich bisher in dieser Saison noch nicht soviel mitbekommen habe, scheint zur Zeit richtig Spaß zu machen. Gestern gab es u.a. neun Tore bei Villareal v Aalborg (6-3), acht in Bukarest bei Steaua v Lyon (3-5) und sieben in Istanbul, wo Fenerbahce 2-5 gegen Arsenal verlor. Insgesamt 36 Tore in acht Champions League-Spielen, das ist Rekord für einen einzigen Tag, wie im BBC Live Text vorher zu lesen war. Und das muss nicht mal unbedingt an den schon vorhandenen Qualitätsunterschieden liegen, denn die beiden erstgenannten Partien waren lange offen und spannend.

Immerhin drei Tore fielen auch in München, alle für den FC Bayern (gegen Florenz), und deren Fans und Verantwortliche wähnen sich nun sicher schon wieder auf bestem Weg zum mindestens mal Double. Aber mal sehen, ob nicht zur Abwechslung die Wolfsburger etwas mitnehmen aus der Arena…

Kategorien:Europapokal

Ein Tor im Tor?

21. Oktober 2008 Nick 2 Kommentare

Klingt erstmal hart, aber was macht man nicht alles für ein kleines Wortspiel ;-) … Es geht auch nicht darum, jetzt irgendetwas Negatives zu finden, um endlich mal wieder kritisch über den BVB schreiben zu können; sowas liegt mir als Selbstzweck fern. Aber ich frage mich so langsam, ob ich mit Roman Weidenfeller als Nr. 1 bei den Schwarz-Gelben nochmal warm werde. Das war mal anders, zuletzt vorletzte Saison. Da stand Weide vor dem Sprung in die Nationalmannschaft und war einer der konstantesten Keeper der Liga.

Danach kam ein langsamer, in der letzten Saison deutlicher, Leistungsabfall. Die unschöne Auseinandersetzung mit Gerald Asamoah im Derby-Hinspiel, die verbale Entgleisung. Dann die Verletzung, die ich ihm selbstverständlich nicht zum Vorwurf mache. Aber ich finde, er ist vom früheren Niveau immer noch weit entfernt. Ob auf Dauer zu weit, wird sich in den nächsten Spielen herausstellen. Bisher ist das nur so eine dumpfe, vielleicht etwas irrationale Unzufriedenheit, die ich verspüre. Obwohl man Weidenfeller beispielsweise keine fehlende Loyalität vorwerfen kann, ist mir Marc Ziegler als Typ sympathischer. Dem unterlief zwar in seiner Zeit als Nummer 1 ebenfalls der ein oder andere Lapsus, aber es waren auch starke Spiele dabei.

Aktuell ist ein Torwartwechsel sicher nicht zwingend beim BVB. Er würde u.U. wieder Unruhe ins Team bringen, wo es in dieser Saison doch bisher angenehm ruhig zu sein scheint. Aber Jürgen Klopp sollte die Entwicklung beobachten. Und zusammen mit Michael Zorc überlegen, ob perspektivisch auf dieser Position nicht doch eine Verstärkung sinnvoll wäre, um auch hier eine neue Qualitätsstufe zu erreichen. Wenn beispielsweise ein Timo Hildebrand auf den Markt käme…

Kategorien:Schwarz und Gelb

BL 8.Spieltag / Werder Bremen 3-3 BVB

19. Oktober 2008 Nick 1 Kommentar

Habe ich zuviel versprochen?

Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Kovac (52. Hummels), Subotic, Lee – Kringe, Kehl, Tinga – Valdez (79. Klimowicz), Kuba – Frei (64. Zidan).

Wieder Drama in Bremen. Das Spiel reiht sich ein in die spektakulären Bremer Spiele dieser Saison (nicht immer positiv spektakulär für die Grün-Weißen, versteht sich) und die Reihe packender Dortmunder Spiele gegen Bremen. Vier Minuten vor Schluss sieht es danach aus, als ob man drei Punkte aus dem Weserstadion mitnehmen kann. In der Nachspielzeit stehst du plötzlich mit leeren Händen da, aber der Last Second-Ausgleich durch Zidan rettet doch noch den einen Punkt. Eine Gefühlsanalyse fällt mir angesichts dieser Dramaturgie schwer, aber tendenziell gilt: Wer das letzte Tor schießt, freut sich am meisten (wenn es denn, wie gestern, noch etwas Zählbares einbringt).

Die erste Halbzeit war nur das Warmlaufen zum Drama, das folgen sollte. Der BVB stand in den ersten 20, 25 Minuten tief, zu tief für meinen Geschmack und kam teilweise minutenlang kaum an den Ball. Die Bremer kombinierten gefällig; unser Vorzug war, dass es immer einen ‘letzten Mann’ gab, der doch noch zur Stelle war, so dass die Gastgeber keine echten Chancen hatten. Die beste Chance der ersten Hälfte hatte der BVB, als ein von Wiese noch abgelenkter Kuba-Schuss der Torlinie entgegentrudelte und gerade noch von der selbigen gekratzt wurde. In der Folge konnten die Schwarz-Gelben das Spiel offener gestalten, so dass ich diese Halbzeit trotz weniger Torszenen auf beiden Seiten immer noch recht ansehnlich fand.

Die zweite Hälfte brachte dann das Erwartete: Drama und Aufregung. Recht unstrittig der Dortmunder Elfmeter, der zur Führung, äh, führte. Baumann umklammert Kehl, geht wohl nicht viel eindeutiger. Die Bremer werden froh sein, wenn Mertesacker wieder spielen darf. Apropos: Durch Bremer Motzereien während des Spiels und einige übergenaue Fernsehkommentatoren danach wurde ich darauf aufmerksam, dass die Gastgeber gerne auch drei(!) Elfmeter gehabt hätten. Pfeifen konnte man die Szene beim Diego-Freistoß in der ersten Hälfte, als Frei den Ellbogen hinausstreckt. Beim ‘Handspiel’ von Hummels in Halbzeit 2 war wenig aktive Bewegung zu sehen, beim harmlosen ‘Foul’ an Naldo (?) wenig Berührung. Ich sehe das auch andersherum so: Man muss doch nicht jeden Sch…. pfeifen. Mehr …

Der Mann aus der Vergangenheit

18. Oktober 2008 Nick 3 Kommentare

Ob er auch ein Mann der Vergangenheit ist, wird sich zeigen. Die Gladbacher setzen also auf einen alten Bekannten und haben Hans Meyer als Nachfolger von Jos Luhukay verpflichtet. Einen ausgewiesenen Fachmann und Motivator, dessen exzellenter Ruf allerdings durch den Rauswurf in Nürnberg einen kleinen Kratzer abbekommen hat. Bis heute weiß man als Außenstehender nicht, warum es in der vergangenen Saison beim FCN unter Meyer so gar nicht mehr lief; selbst viele Club-Fans dürften immer noch rätseln. Gerüchteweise hieß es, seine Ansprache an die Mannschaft sei nicht mehr so gut angekommen, aber das könnten auch gezielte Störfeuer der Springer-Presse gewesen sein, der Meyer ja nicht so nahestand. Kein Gerücht ist natürlich, dass sich Meyer und der Club eine rechtliche Auseinandersetzung um die Fortzahlung des Gehalts lieferten, die nun, angesichts des neuen Jobs, endlich einvernehmlich beigelegt werden konnte.

In Gladbach dürfte Meyer sicher einen gewissen Vertrauensvorschuss bei den Fans genießen. Es bleibt allerdings die Frage nach der längerfristigen Perspektive. Meyers Vertrag soll bis 2010 laufen. Zuzutrauen ist ihm, dass er diese Mannschaft in der Liga hält – sicher ist das jedoch nicht, denn es fehlt augenscheinlich an spielerischer Substanz, was u.a. Christian Ziege zu verantworten hat. Was geschieht in der nächsten Saison? Soll Meyer Gladbach in die Zukunft führen, eine Mannschaft aufbauen, die wirklich bundesligatauglich ist? Das Feuer scheint noch da zu sein; mit diesem Ende in Nürnberg wollte sich der 65-jährige sicher nicht aus dem Fußball-Geschäft verabschieden. Aber wie läuft es, wenn der Klassenerhalt geschafft werden sollte? In der oft schweren zweiten Saison? Als in diesem Fall neutraler Fußballfan finde ich es gut, dass eine Persönlichkeit wie Meyer wieder in der Liga mitmischt. Als Gladbach-Fan wäre ich zwiegespalten.

Der schöne Alltag

16. Oktober 2008 Nick Kommentieren

Kevin allein zu Haus war ein netter Film, aber es geht doch nichts über die schwarz-gelbe Realität. Es geht weiter. Morgen kehrt die Bundesliga zurück mit dem nicht uninteressanten Auftritt der zweiten Borussia in Bochum. Am Samstag dann die Echten in Bremen. Gegen die Hanseaten war es in den letzten Jahren zumindest nie langweilig. Wir haben einen überraschenden Auswärtssieg gesehen, aber auch verdiente Niederlagen. Zuhause haben wir die Bremer schon mal zeitweise gegen die Wand gespielt oder im packenden Pokalfight geschlagen. Was geschieht übermorgen?

Personell sieht es beim BVB nicht so schlecht aus. Bis auf die ärgerliche Verletzung von Tamas Hajnal, dessen Muskelfaserriss bei der ungarischen Nationalmannschaft nicht rechtzeitig erkannt wurde. Einige Spieler haben noch leichte Probleme – Kringe, Sahin und Kruska – sollen aber am Samstag einsatzbereit sein. Nelson Valdez kehrt erst am Freitag vom (erfolgreichen) Trip mit der paraguayanischen Nationalelf zurück; es wäre also vorstellbar, dass in Bremen Alex Frei beginnt, der für die Schweiz in zwei Spielen zweimal traf – vermutlich unterstützt von Kuba, der für Polen ebenfalls erfolgreich war. Mats Hummels und Mohamed Zidan sind nach ihren Verletzungen zurück im Mannschaftstraining, müssen sich aber vermutlich noch gedulden, da es keinen Grund gibt, jemand zur Disposition zu stellen. Überhaupt, Zidan soll sich mal schön aufs Spiel gegen den HSV (8.11.) vorbereiten ;-) !

Die Gastgeber müssen u.U. nur auf den gesperrten Mertesacker verzichten; gebangt wird allerdings noch um den Einsatz des Doppeltorschützen vom letzten Aufeinandertreffen, Markus Rosenberg. Zwei empfindliche Ausfälle wären das, aber natürlich hat Bremen genügend Substanz… Statistisch gesehen ist die Begegnung für die Schwarz-Gelben eine der schwierigsten; wenn man nicht aufpasst, kann man da schnell unter die Räder geraten, aber es gibt in dieser Saison keinen Grund, vor den Grün-Weißen übermäßig Angst zu haben. Freuen wir uns also auf ein Stück packenden Alltag!

Patrick Owomoyela ist fit

14. Oktober 2008 Nick Kommentieren

Mal wieder. Und zwar absolut. Denn er hat„körperlich und konditionell keinerlei Defizite mehr“, wie er selbst sagt. Ob das wochenlange Einzeltraining also wirklich geholfen hat, die unendliche Geschichte von Rückschlägen zu beenden, die Owomoyela schon zu seiner Bremer Zeit begleitete? Es ist schon unheimlich, wie regelmäßig die Hiobsbotschaften eintrudeln. Insofern war sein Transfer von vorneherein riskant. Allerdings war ‘Owo’ auch nur als Alternative zu Rukavina bzw. Backup für Dede eingeplant, also nicht als absoluter Stammspieler. Jürgen Klopp hat recht, wenn er sagt:

Er ist ein guter Fußballer und hat das Kicken ja nicht verlernt.

Aber inzwischen hat nicht nur Toni Rukavina einen Vorsprung auf ihn, sondern auch der andere Dede-Ersatz, Young-Pyo Lee, und sogar der Nachwuchsmann Marcel Schmelzer. Die Spielpraxis, die diese drei schon haben, wird in den nächsten Wochen schwer aufzuholen sein für Owomoyela. Es gibt ja auch kaum noch Möglichkeiten für Testspiele bis Weihnachten. So muss sich Owo wohl bis zur Winterpause gedulden. Und unbedingt fit bleiben. Oder fantastische Trainingsleistungen bringen. Viele ‘wenns’ und ‘aber’ – aber für positive Überraschungen bin ich immer zu haben.

Kuranyi – Die Fortsetzung

13. Oktober 2008 Nick Kommentieren

Der ‘Fall’ entwickelt sich genauso, wie ich es mir gedacht habe. Kevin Kuranyi hat seinen Akku wieder aufgeladen und sich bei Joachim Löw für seinen plötzlichen Abgang, oder die ‘Flucht aus Dortmund’, wie es jetzt überall genannt wird, entschuldigt. Klar war es eine unüberlegte Kurzschlussreaktion, natürlich ist nicht Kuranyi zurückgetreten, wie es teilweise interpretiert wurde, selbstverständlich bereut er sein Abhauen inzwischen. Das Ganze ist so banal, wie ich es gestern angedeutet habe.

Eine Rückkehr erscheint nicht unmöglich, aber unter Löw nun doch zunächst mal unwahrscheinlich. Nicht nur, weil die deutsche Nationalmannschaft einen KK in den nächsten Jahren nicht nötig haben wird. Sondern vor allem, weil Löw allem Anschein nach weg will vom Image des netten Herrn ‘Jogi’. Deshalb klopft er markige Sprüche vor dem Russland-Spiel, deshalb fördert er nun gezielter den Konkurrenzkampf und deshalb hat er sich im Fall Kuranyi unzweideutig festgelegt. Sollte allerdings Herr Löw nach der WM 2010 nicht mehr so gefragt sein und KK doch nochmal Torschützenkönig werden… aber das ist noch weit weg und Zukunftsmusik, die ich gar nicht unbedingt hören muss.

Kategorien:Zirkus