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Archiv für 26. Oktober 2008

BL 9.Spieltag / BVB 1-1 Hertha Berlin

26. Oktober 2008 Nick 11 Kommentare

Die Kunst, aus Sch…. Gold zu machen – oder zumindest einen Punkt.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer (60. Owomoyela), Hummels, Subotic, Lee – Kehl – Kringe, Tinga (72. Zidan) – Hajnal – Valdez, Kuba (20. Frei).

Irgendwie haben sie es wieder geschafft, die Berliner. Dank einer defensiven Kontertaktik, dank Dortmunder Abschluss- sowie Verletzungspech, dank eines guten Torwarts und eines nicht immer guten Schiedsrichter-Teams. Der BVB spielt eine begeisternde erste halbe Stunde, mit schönem, schnellem Kombinationsspiel, wie man es im Westfalenstadion (zumindest von der Heimmannschaft) seit gefühlten Ewigkeiten nicht gesehen hat und wird dann für den ersten größeren Patzer in der Abwehr bitter bestraft. Raffael überwindet die Viererkette und wird im Strafraum vom herauseilenden Weidenfeller mit der Hand am Fuß berührt – ein harter Elfmeter, noch vertretbar, aber wenn man sieht, wie der Berliner die Situation professionell ausnutzt, dann wünscht man sich schon, dass auch in Deutschland etwas zurückhaltender gepfiffen wird. Und noch ein Tipp an die deutschen Lottogesellschaften: Vielleicht sollte hierzulande nicht mehr um sechs Richtige, sondern um einen gehaltenen Elfer von Roman Weidenfeller gespielt werden – mit dem Jackpot könnte man wahrscheinlich schon ein paar Banken sanieren.

Der Rückstand (durch Cicero) war ein Schock für den BVB, und das Tor tat dem Spiel nicht gut. Den Schwarz-Gelben gelang nur noch wenig, die Blau-Weißen taten nicht mehr als nötig. Aber kurz vor der Pause hätte es trotzdem 1:1 stehen müssen. Nach einer Ecke von Frei gab es Chaos im Berliner Strafraum, mehrere Dortmunder scheiterten mit ihren Schüssen an Torwart Drobny und Feldspieler Chahed – wobei die beiden offensichtlich ihre Rollen getauscht hatten, denn Drobny klärte zweimal mit dem Fuß, Chahed dagegen einmal mit dem Arm auf der Torlinie, unbemerkt von den hoffentlich Unparteiischen.

Die zweite Hälfte war zwar von BVB-Seite nicht besser als die ersten 30 Minuten, aber es wurde noch einseitiger. Die Gäste standen massiert hinten drin, lauerten natürlich auf Konter, von denen es allerdings zunächst wenige gab. Leider stand die Abwehr gut und der Frust bei den meist schwarz-gelben Kneipengästen (inklusive mir) wuchs – nicht über die eigene Mannschaft, sondern über die immer nihilistischer spielenden Gäste. Im Stadion gab es gleichzeitig aber tollen Support und letztendlich wurde die ungerechteste Niederlage seit langem noch abgewendet, ganz banal durch einen Standard: Ecke Frei, Kopfball Kehl, 1:1. Mehr …