Das Tal der Wölfe

29. November 2008 Nick Kommentieren Kommentare lesen

Eigentlich läuft es zur Zeit ganz gut für den VFL Wolfsburg. Am Donnerstag ist man mit dem Last Minute-Sieg in Portugal der nächsten Runde im UEFA Cup ein gutes Stück näher gekommen und letzten Samstag hat die 4:1-Demontage des vorletzten Meisters (mit bekannten Folgen) wieder einmal die Offensivqualitäten der De Facto-Werkself unterstrichen. Regelmäßig auf Talfahrt gehen die Wölfe jedoch, wenn sie auf Reisen gehen. Aus ihren sieben Auswärtsspielen haben sie bisher ganze drei Punkte geholt und stehen deshalb in der Gesamtabrechnung der Bundesliga nur auf Platz 8 (Platz 16 der Auswärtstabelle). Selbstverständlich darf sich der Trend morgen in Dortmund gerne vorsetzen. Selbst wenn die Zukunft der Gäste eher positiv aussieht – es gibt, um bei der Metapher zu bleiben, auch Bergtäler…

Prinzipiell hat Wolfsburg eine gute Entwicklung genommen, seit Felix Magath da ist. Der Meistertrainer hat in der sog. Autostadt bekanntlich die Rolle eines englischen ‘manager’ inne, vereint also Trainerjob und den Posten eines Sportdirektors auf seiner Person. Da kann er es sich leisten, ohne Rücksicht auf Verluste ein harter Hund zu sein. Der Erfolg gibt ihm Recht. Und vieles, was Magath zur Bundesliga oder den Schiedsrichtern sagt, ist richtig – ein guter Mann, ohne den die Wölfe immer noch planlos herumdoktern würden.

Wir Schwarz-Gelben wollen nun aber noch mal von der Auswärtsflaute unserer Gäste profitieren, wobei es sich als günstig erweisen könnte, dass deren unumstrittener Top-Torjäger Grafite nach einem Trainingsunfall nicht einsatzfähig ist. Aber auch der BVB muss weiter auf wichtige Spieler wie Kehl und Valdez verzichten, deren Rückkehr in den Kader aufgeschoben werden musste. Ebenso fehlt nach wie vor Klimowicz, so dass im Sturm erneut nur die Wahl zwischen Frei und Zidan als Partner von Kuba ansteht – es sei denn, Kloppo probiert es mit einer anderen taktischen Variante. In der Abwehr dürfte der nach Sperre wieder verfügbare Kovac erstmal das Nachsehen gegen Hummels und Subotic haben.

Die Mannschaft wird also ähnlich aussehen wie in Karlsruhe, muss aber die gelegentlichen Konzentrationsschwächen abstellen – dann könnte es gegen den auswärts nicht so wolfigen VFL reichen. Es steht ja noch die Revanche für die zwei bitteren Niederlagen von letzter Saison an, wobei uns die am letzten Spieltag vielleicht Jürgen Klopp beschert hat – oder zumindest der berühmte ‘Tropfen zuviel’ war.


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