Das englische Wochenende
Die Fußball-lose Zeit neigt sich auch in Deutschland endlich dem Ende entgegen, und man kann bald wieder über das Geschehen auf dem Platz berichten anstatt zu versuchen, bessere Alliterationen zu fabrizieren als Gerhard Delling. An diesem Wochenende bietet sich jedoch dank des DSF noch mal ganz besonders der Blick über den Ärmelkanal an. Der Spartensender fürs Leute vera******, T****n und Bayern München hat mit den Free TV-Rechten für den FA Cup schon seit geraumer Zeit ein echtes Highlight im Programm und zeigt an diesem Wochenende gleich drei Partien live. Wenig überraschend und verständlich ist, dass sie dabei auf drei Top-Teams setzen: Am Samstag gibts Manchester United (zuhause gegen die Spurs), am Sonntag Arsenal (bei Cardiff City) und Liverpool (im Derby gegen Everton).
Nicht mal in England live gezeigt wird West Bromwich Albion v Burnley, Anstoß 16 Uhr MEZ @ The Hawthorns. Vielleicht bereuen die (nicht) übertragenden Sender ihre Entscheidung seit Mittwochabend ein wenig. Da lieferte der Zweitligist Burnley im Rückspiel des Carling Cup-Halbfinals Tottenham einen großartigen Kampf und holte in der regulären Spielzeit das 1:4 von der White Hart Lane auf. Nach den Europapokal-Regeln wären die Gastgeber mit dem 3:0 durch gewesen, im englischen Ligapokal zählt die Auswärtstor-Regel jedoch erst nach 120 Minuten. Und so schaffte der Premier League-Vertreter in der Verlängerung drei Minuten vor Schluss noch mit einem Doppelschlag die Wende…
Für West Brom heißt das natürlich, dass man die Play Off-Kandidaten aus der Championship auf keinen Fall unterschätzen darf (und vermutlich auch nicht wird). Als langjähriger Fußballgucker würde ich zwar eher vermuten, dass Burnley nach dem ‘Heartbreaker’ am Mittwoch kein ähnlich mitreißender Auftritt mehr gelingt, aber dazu müssen die gastgebenden Baggies ihre Heimform aus den letzten Premier League-Spielen konservieren und dürfen keine größeren Schwächen zeigen. Auf dem Papier könnte es am ehesten in der Abwehr Probleme geben, denn da wird Trainer Tony Mowbray morgen das letzte (Profi-)Aufgebot spielen lassen müssen. Wegen der Verletzungen von Olsson, Meite und Barnett wird die Innenverteidigung von Ryan Donk (über den fälschlicherweise spekuliert wurde, er solle in dieser Transferperiode abgegeben werden) und Pedro Pele gebildet werden, die zusammen auf ganze 12 Einsätze in Pflichtspielen kommen.
Vielversprechend sieht dagegen das neue ‘Leih-Duo’ im Sturm aus: Jay Simpson von Arsenal und Marc-Antoine Fortuné vom AS Nancy sollten erstmal gesetzt sein; es sei denn, Tony Mowbray entschließt sich, einen von beiden für das Ligaspiel am Dienstag gegen Tabellenführer Manchester United zu schonen.
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