Der Last Minute-Schock
Gutted. Manchmal fallen mir zuerst englische Vokabeln für eine Situation oder ein Gefühl ein. Wie im Fall Florian Kringe. Dass es angesichts der fortdauernden Nichtberücksichtigung unseres Allrounders Wechselgerüchte gab, war mir bewusst. Dass Kringe jetzt für ein Jahr ausgerechnet an Hertha BSC ausgeliehen wird, gefällt mir ungefähr so sehr wie eine überlaufende Toilette. Die Gedankengänge unserer Vereinsverantwortlichen macht Hans-Joachim Watzke deutlich, der darauf hinweist, dass „für Borussia Dortmund die Ausleihe auch wirtschaftlich sinnvoll erscheine“.
Ich halte den Transfer für einen Fehler, auch wenn sich der BVB das üppige Gehalt spart und sogar noch eine geringe Ablöse kassiert. Florian Kringe war für uns immer ein vielfältig einsetzbarer Spieler, engagiert und ein guter Typ. Mag sein, dass er zuletzt mal wieder eine schwächere Phase hatte – oder es fehlte ihm die Spielpraxis. Die ersten Spiele der Saison, ohne Kringe, haben jedenfalls keinerlei Argumente dafür geliefert, einen solchen Spieler jetzt an die Konkurrenz auszuleihen. Wir brauchen Typen, wir erwarten sehnlichst die Rückkehr eines gesunden Sebastian Kehl, und wir hätten auch einen Kringe gebrauchen können.
Hoffentlich täusche ich mich in meiner Einschätzung. But right now I’m gutted. Indeed.
BL 4.Spieltag / Eintracht Frankfurt 1 BVB 1
Zufrieden sein müssen.
Die Aufstellung: Weidenfeller – Dede, Santana, Subotic, Owomoyela – Hummels – Sahin, Kuba (72. Großkreutz) – Hajnal (82. Feulner) – Zidan, Valdez (78. Barrios). Tor: Zidan.
Der BVB ist noch nicht da, wo er sein will, wo wir vielleicht zu hoffen gewagt hatten. Fünf Punkte aus vier Spielen ist ausbaufähig, Mittelfeld, und mit Blick auf das Ende des Spiels heute müssen wir von einem beinahe glücklichen Punkt reden, auch wenn die Eintracht die Borussia in der Schlussphase nicht derart dominierte, wie es später in der „Sportschau“ dargestellt wurde.
Woran liegt es? Heute jedenfalls nicht daran, dass die Schwarz-Gelben nicht ins Spiel gekommen wären. Man merkte deutlich, dass Jürgen Klopp genau das angesprochen haben muss. Die Spieler waren von Beginn an wach und aggressiv, allerdings die von beiden Mannschaften. Es war deshalb ein munteres Spiel in der ersten Hälfte. Was beim BVB nicht stimmte, war zunächst mal die Chancenverwertung. Mohamed Zidan hatte zwei dicke Möglichkeiten zum frühen Führungstreffer, der zu einem anderen Spielverlauf hätte führen können. Als er in der zweiten Häfte wirklich traf, hielt die Führung allerdings nur wenige Minuten.
Ansonsten gab es schlicht und einfach zu viele Unzulänglichkeiten im Dortmunder Spiel. Ungenauigkeiten bei Pässen und eine Abwehrreihe, die noch nicht den Standard von letzter Saison erreicht hat. Sowohl Subotic als auch Santana leisteten sich Schnitzer – Subotic am deutlichsten, als er einen Ball nicht richtig klären konnte und Amanatidis mit einem platzierten Schuss das 1:1 erzielte. Trotzdem gefiel die Innenverteidigung immer noch besser als die Kollegen auf den Außenbahnen. Dass Owomoyela das Hamburg-Spiel nicht gut bekommen ist, wird immer wieder deutlich. Er zeigt weiterhin Schwächen im Stellungsspiel und im Spielaufbau. Bei Dede sieht es momentan auch nicht berauschend aus. Wenig Offensivgeist, wenig Flanken, wenig Präzision.
Besser gefiel mir heute Kuba, der immer wieder für Owomoyela hinten aushalf und engagierter als in den letzten Spielen wirkte – fürs Offensivspiel kam trotzdem nicht so viel rüber. Die Frankfurter waren allerdings auch eine Klasse besser als das Team, das uns da letzte Saison gegenüberstand. Zeitweise lief es bei denen recht flüssig; trotzdem hat Jürgen Klopp Recht, wenn er davon spricht, dass man mit einer normalen Leistung hätte gewinnen können. Nur was ist jetzt normal – die Leistung der späten Rückrunde oder die aus den ersten Spielen dieser Saison?
Er war ein wenig glücklich heute, der Punkt. Da war das Eintracht-Tor, das nicht gegeben wurde, das war eher gleiche Höhe als Abseits. Das Foul von Santana im Strafraum war auch eher Elfmeter, aber diese Szenen waren nicht so eindeutig wie die Chance, die die Gastgeber kurz vor Schluss vergaben: Meier köpfte freistehend gegen die Latte. Zuvor waren übrigens die Auswechslungen bei Schwarz-Gelb wirkungslos verpufft. Feulner gab sich bei seinem ersten Neun-Minuten-Einsatz redlich Mühe, aber den ‘Standard-Wechsel’ Großkreutz für Kuba hätte ich heute nicht gemacht (es sei denn, Kuba musste aus körperlichen Gründen raus).
So muss man mit dem Punkt irgendwie zufrieden sein, aber kann es mit der Spielweise nicht. Besserung würde man sich von Kehl versprechen, aber der traurige Käptn kämpft immer noch mit den Nachwirkungen seiner Verletzung. Gegen Bayern könnte die Mannschaft alles wieder gutmachen – dafür spricht heute Abend nicht so viel, aber wie oft wird man im Fußball in seinen Erwartungen getäuscht?
Ex-Lieblingsgegner?
In der letzten Saison hatte der BVB mit dem kommenden Gegner Eintracht Frankfurt so wenig Probleme wie mit kaum einem anderen Verein. 4:0 und 2:0 endeten die beiden Liga-Partien. Die aktuelle Platzierung in dieser Saison dagegen kehrt die Verhältnisse der Abschlusstabelle beinahe um: Die Eintracht ist zur Zeit Sechster, der BVB Zwölfter. Einerseits ist das eine Momentaufnahme, schließlich haben wir nur einen Punkt weniger, andererseits gibt es aber auch Erklärungen. Frankfurt hat einen neuen Trainer und vor allem weniger Verletzungssorgen als über weite Strecken der Vorsaison.
Am Samstag werden den Gastgebern nach jetzigem Stand von den Stammspielern nur der gesperrte Patrick Ochs und der Langzeit-Verletzte Christoph Preuß fehlen. Bei den Schwarz-Gelben wird es dagegen darum gehen, trotz der Abwesenheit von Sebastian Kehl endlich Stabilität und Aggressivität im Mittelfeld zurückzugewinnen – und diese Tugenden über mehr als 30 Minuten zu zeigen. Der „Kicker“ rechnet angesichts der Verletzung von Tinga mit einem Einsatz von Mats Hummels auf der „6″ und so wird es nun, da Subotic hinten mitwirken kann, wohl auch kommen. Patrick Owomoyela mal eine Pause zu gönnen (zugegeben, euphemistisch formuliert nach drei Spieltagen) ist offensichtlich nicht geplant – Florian Kringe sehen die Ruhr Nachrichten „in der Bedeutungslosigkeit verschwunden“.
Mit jedem Spiel lichtet sich ein wenig der Nebel um die ‘wahre Leistungsstärke’ der Mannschaften, und EIGENTLICH müsste in Frankfurt ein Sieg her, um höhere Ambitionen zu bekräftigen. Ein Knackpunkt wird auch dort wieder die Anlaufzeit sein, die der BVB benötigt. Ein frühes Dortmunder Tor würde unserem Spiel gut tun! ;-)
Tatsache: Keine Sperre für Subotic und Lehmann
Das ist natürlich die beste Lösung! Der DFB-Kontrollausschuss hat entschieden, dass Schiedsrichter Fleischer bei der Auseinandersetzung zwischen Lehmann und Neven Subotic eine Tatsachenentscheidung getroffen hat – er pfiff Freistoß für Stuttgart. Damit kommen beide Spieler um eine Sperre herum. Der Ausschuss folgte also der Argumentation der Vereine; sowohl Michael Zorc als auch Stuttgarts Sportdirektor Horst Heldt hatten auf das Vorliegen einer Tatsachenentscheidung gepocht.
Entscheidend dürften jedoch die ‘Beweismittel’ gewesen sein. Auf Fernsehbildern aus der Hintertor-Perspektive ist zu erkennen, dass der Schiedsrichter das Geschehen im Blick hatte. Jedoch scheint er das Gesehene falsch wahrgenommen und interpretiert zu haben. Überhaupt gab Fleischer auch nach der Partie und in den letzten Tagen eine ausgesprochen schlechte Figur ab. Eine eindeutige Aussage konnte er offensichtlich bis heute nicht treffen. Die Essenz seiner erneuten Befragung durch den DFB ist dementsprechend kryptisch formuliert:
Die im Rahmen der Ermittlungen zu diesem Punkt nach Eingang der Stellungnahmen der beteiligten Spieler und Vereine durchgeführte erneute Befragung von Schiedsrichter Dr. Fleischer hat ergeben, dass dieser eine Lösung des Kontaktes der beiden Spieler wahrgenommen hat. (Quelle: Bundesliga.de)
Was soll das denn bitte heißen, Lösung des Kontaktes der beiden Spieler? Egal, was zählt, ist das Ergebnis. Die Aktionen der Spieler waren nicht fein, aber es gab schon brutalere Ellbogen-Checks. Der BVB hat sinnvoll reagiert und Neven Subotic mit einer vereinsinternen Geldstrafe belegt.
DFB-Kommissare im Einsatz
Nun ermittelt er also, der Kontrollausschuss. Nachdem Schiedsrichter Fleischer eingeräumt hat, nichts gesehen zu haben, obwohl er auf Freistoß für Stuttgart entschieden hat, kann die Begegnung von Jens Lehmann und Neven Subotic vor dem Eckball im Westfalenstadion noch mal aufgearbeitet werden. Der Vorwurf gegen beide lautet: „Krass sportwidriges Verhalten“.
Die Spieler bzw. Vereine dürfen jetzt Stellungnahmen abgeben, aber man braucht kein Prophet zu sein, sondern muss sich nur die gängige Rechtsprechung anschauen, um zu ahnen, dass beide gesperrt werden. Nach meinem Rechtsempfinden, das sich nicht unbedingt mit dem des DFB oder VFB decken muss, sollte die Strafe im Rahmen bleiben (2 Spiele, ich befürchte aber eher 3) und beide Spieler müssen gleich bestraft werden. Eine Entscheidung könnte unterdessen noch einige Tage auf sich warten lassen.
Andere Nachrichten: Tinga hat sich am Samstag wie vermutet einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt zwei Wochen aus. Da eine Rückkehr von Sebastian Kehl im Frankfurt-Spiel noch nicht zur Debatte steht, dürfte wieder Mats Hummels die defensive Mittelfeld-Position übernehmen. Es sei denn, Subotic wird noch vorher gesperrt und Hummels rückt in die Innenverteidigung – dann könnte (endlich mal) die Stunde von Markus Feulner oder Sven Bender gekommen sein.
BL 2.Spieltag / Hamburger SV 4 BVB 1
Deklassiert.
Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Santana, Subotic, Owomoyela – Tinga – Sahin, Kuba – Hajnal (46. Hummels) – Barrios (79. Rangelov), Valdez (69. Zidan). Tor: Valdez.
Schon lange nicht mehr lagen Erwartungen und Realität so weit auseinander wie in diesem Spiel. Viele, nicht nur ich, hatten ein spannendes Duell auf Augenhöhe prophezeiht. Im Nachhinhein muss man feststellen, dass die erste Viertelstunde schlicht zu schnell für den BVB war. Roman Weidenfeller hatte mit seinem dicken Fehler beim Herauslaufen nach einer Ecke, die dann zum 0:1 führte, früh ein schlechtes Zeichen gesetzt. Aber in Wahrheit war es natürlich der miserable Auftritt der Abwehr und des Mittelfelds, der dafür sorgte, dass die Schwarz-Gelben trotz des schnellen Kopfball-Ausgleichs von Nelson Valdez schon nach 12 Minuten wieder mit zwei Toren hintenlagen.
Es gelang in keinster Weise, das umzusetzen, was ich am Freitag als essenziell beschrieben habe: Ins Spiel hineinfinden und aggressiv auftreten. Zugegeben, das sollte man in jedem Spiel, aber es war klar, dass gerade die Begegnung in Hamburg nicht mit Abwarten und gegenseitigem Belauern beginnen würde.
Eine Offenbarung war der vom HSV erstmals eingesetzte Neuzugang Eljero Elia, der auf dem linken Flügel brillierte. Einen Offenbarungseid leistete sich sein Gegenspieler Patrick Owomoyela. In den ersten beiden Pflichtspielen war er einer der stärksten Borussen gewesen. Gestern ging es unglücklich mit einem halben Eigentor los und wurde noch schlimmer. Jede Menge Fehlpässe, schlechtes Stellungsspiel und schlechtes Zweikampfverhalten bei den letzten beiden Hamburger Toren – ein schwarzer Tag.
Es war jedoch nicht so, dass seine Kollegen deutlich besser auftraten. Schmelzer auf der anderen Seite hatte im Stellungsspiel ähnliche Probleme, die Innenverteidiger wirkten angesichts der schnellen HSV-Angriffe ebenfalls ratlos. Die erste Viertelstunde war Klasse-Kombinationsfußball von den Gastgebern – auch wenn man vor dem 1:2 auf Stürmerfoul hätte entscheiden können. Die Hamburger hätten es eigentlich gar nicht nötig gehabt, in der ersten Halbzeit noch zu versuchen, möglichst viele Freistöße zu schinden – sie waren jederzeit Herren des Geschehens, auch wenn das Tempo naturgemäß etwas nachließ. Lies mehr …
Warum Kringe bleiben sollte
Ein sehr guter Beitrag bei schwatzgelb.de (wenn auch ‘nur’ von einem Gastautoren) erklärt, warum Florian Kringe beim BVB bleiben sollte. Meiner Meinung nach eine nicht nur nostalgische, sondern realistische Einschätzung.
Schmelzer gefällt es doch
Es ist noch nicht lange her, da dachte Marcel Schmelzer über einen vorzeitigen Vereinswechsel nach, oder zumindest nicht über eine Verlängerung seines bis 2010 laufenden Vertrags. Der BVB-Linksverteidiger hatte in der letzten Saison in Abwesenheit von Dede seine ersten 90 Minuten-Einsätze und kam auch bei der U 21-EM in Schweden zum Einsatz. Da fiel es naturgemäß schwer, nach der Rückkehr des dienstältesten Dortmunders wieder auf die Ersatzbank zu rücken.
Nun sind in den letzten Monaten offensichtlich einige Gespräche geführt worden und das dynamische Duo Klopp & Zorc hat es geschafft, Schmelzer davon zu überzeugen, dass die Sonne in Dortmund doch am gelbsten scheint. Sprich: Ihm wurden Perspektiven aufgezeigt. Hilfreich war dabei sicher der Wechsel von Young-Pyo Lee, einem weiteren Konkurrenten um den Platz links hinten. Ebenso dürften die beiden Pflichtspiel-Einsätze in dieser Saison geholfen haben. Schmelzer ist jetzt erster Vertreter des nicht mehr ganz jungen Dede. Und er hat seinen Vertrag bis 2012 verlängert. Sicher auch für etwas mehr Gehalt.
Michael Zorc sagt, dass „seiner positiven Entwicklung Rechnung“ getragen wird. Diese Entwicklung hat es in der Tat gegeben. In der Hinrunde der letzten Saison war ich noch nicht überzeugt von Schmelzer. Er spielte defensiv ordentlich, aber nicht perfekt. Offensiv kam von ihm jedoch zu wenig. Von einem modernen Außenverteidiger werden ein größerer Beitrag zum Spielaufbau einschließlich mehr Flankenläufen erwartet. In dieser Hinsicht scheint sich Schmelzer gesteigert zu haben.
An einen gesunden, eingespielten Dede kommt er noch nicht heran, aber die Ansätze sind da – wir können nun die weitere Entwicklung beobachten. Heute in Hamburg könnte es dazu kommen, dass Dede zum Vertreter seines Vertreters wird. Schmelzer hätte nach seiner sehr ordentlichen zweiten Halbzeit gegen Köln eigentlich gute Chancen gehabt, noch mal zu beginnen – vor allem wegen mangelnder Spielpraxis beim Brasilianer. Nun hat ersterer jedoch bei der U 21-Nationalmannschaft eine Innenbanddehnung erlitten; die Zeit könnte knapp werden. Sollte Schmelzer bis heute Mittag fit werden, hat Klopp dagegen eine schwere Wahl.
Offene Rechnungen
Klar, es gibt Mannschaften, die schlägt man immer besonders gern. Namen zu nennen ist sicher überflüssig. Eine offene Rechnung hat der BVB aber eigentlich nur mit einem Team zu begleichen, unserem Gegner vom Samstag: Dem Hamburger SV. Während die Medien vom Revanche-Versuch der Bayern gegen Bremen sprechen werden, haben auch die Schwarz-Gelben Grund genug, dem HSV den Start zu verderben. Bekanntlich verdrängten die Hamburger uns am 34. Spieltag dank eines Abseitstors kurz vor Schluss wieder von Platz 5 und spielen jetzt in der Europa League.
Das ist kein Grund für längere Verstimmungen, aber hoffentlich genügend Anreiz für die 11 bis 14 Dortmunder auf dem Feld, in Hamburg alles zu versuchen. Die Chancen könnten schlechter sein. Weder im zugegeben fast bedeutungslosen Rückspiel gegen Randers noch beim Ligaauftakt in Freiburg konnte der HSV überzeugen. Und das, obwohl außer den Langzeitverletzten Alex Silva und Bastian Reinhardt alle wichtigen Spieler dabei waren. Für Samstag bangt man angeblich um den Einsatz von Frank Rost, den eine Knochenhautentzündung an der Ferse plagt. Der Hamburger Torwart sagt im „Kicker“: „Ich bin kein Rambo-Typ, der sich immer fitspritzen lässt.“ Vermutlich werden er und die HSV-Ärzte aber doch alles dransetzen, damit er auflaufen kann.
Für einen Sieg in Hamburg wäre eine Dortmunder Leistungssteigerung gegenüber dem Köln-Spiel nötig. So überlegen die Schwarz-Gelben waren, so schwach war der FC. Noch mal so viele Chancen zu vergeben, würde sich sicher rächen. Die Achillesferse des HSV könnte die Ferse von Rost sein. Vielleicht brauchen wir keine Pfeile, sondern nur ein wenig Geduld. Mondragon II befürchte ich jedenfalls nicht.
Beim BVB würde natürlich ein erneutes Fehlen von Sebastian Kehl wehtun. Obwohl Sahin und Tinga ihre Sache gegen Köln sehr ordentlich gemacht haben. Sinn macht beim kommenden Gegner aber nur der Einsatz eines voll belastbaren Kehl. Es wird wohl zu knapp werden. Schaut man sich die Aufstellungen der letzten beiden Spiele an, wäre ein Fehlen der ebenfalls angeschlagenen Bender und Kringe dagegen zu verschmerzen. Obwohl ich gerade Neuling Bender gerne mal spielen sehen würde.
Kaum etwas spricht gegen ein attraktives Spiel am Samstag. Der HSV muss etwas tun, hat etwas gut zu machen. Der BVB muss in dieses Spiel reinfinden, aggressiv sein – dann könnte uns das durchaus liegen.


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