Nur Training und Skibbe
Dede hat einen neuen Verein. Der liegt nun doch nicht in Deutschland oder Brasilien: Die BVB-Legende hat einen Zweijahresvertrag beim türkischen Erstligisten Eskisehirspor unterschrieben. Man kann es durchaus traurig finden, dass Dede von Dortmund zu einem Verein wechselt, dessen bisheriger Trainer im Zuge des Spielmanipulationsskandals, der den türkischen Fußball aktuell beschäftigt, festgenommen wurde. Der Skandal hat inzwischen solche Ausmaße angenommen, dass der Start der Süper Lig um einen Monat verschoben wurde. In den nächsten Wochen stehen Dede also allenfalls Training und Testspiele bevor.
Immerhin wird er mit seinem ersten Dortmunder Trainer Michael Skibbe wieder vereint sein. So, wie wir Dede in den letzten Jahren kennengelernt haben, dürfte das der entscheidende Grund für diesen Wechsel gewesen sein. Unsere Nummer 17 braucht Bezugspersonen, gerade jetzt nach der langen Zeit in Dortmund. Wie lange Skibbe eine dieser Personen sein kann, weiß man im Profifußball nie. Auch in der Türkei müssen Trainer häufig vorzeitig gehen – wobei Skibbe eher nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten wird. Es wird sich dementsprechend zeigen, ob es die richtige Entscheidung von Dede war, sich zu einem zweijährigen Engagement überreden zu lassen.
Natürlich kann er auch in seinem neuen Team gute Kollegen vorfinden und es ist Dede allemal zuzutrauen, dass er im Verein und außerhalb davon neue Freunde gewinnt. Im Kader von Eskisehirspor stehen der brasilianische Innenverteidiger Diego Angelo, der portugiesische Mittelfeldmann Pelé, der ehemalige Dortmunder Mehmet Boztepe und einige weitere türkisch-deutsche Spieler. Sprachlich sollte es also keine Probleme geben. Trotzdem fragt man sich, ob Dede sich bei seiner Entscheidung nicht zu sehr von bekannten Gesichtern hat leiten lassen – vor allem, wenn man im “Kicker” folgendes liest:
Den Transfer eingefädelt hat übrigens der frühere BVB-Manager Michael Meier. Laut Dede war der Wechsel innerhalb von zwei Tagen perfekt.
Aber auch wenn es noch schwer fällt, daran zu glauben: Ich wünsche Dede, dass er bei seinem neuen Verein genauso glücklich wird wie er es viele Jahre in Dortmund war. Wo wir ihn hoffentlich mal wiedersehen werden – irgendwie.


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