Zehn Jahre Klopp!

So lassen wir uns gerne überraschen: Auf der Pressekonferenz, bei der es eigentlich um das kommende BVB-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart gehen sollte, wurde bekanntgegeben, dass Jürgen Klopp seinen Vertrag bei den Schwarz-Gelben um weitere zwei Jahre bis 2018 verlängert hat. Und da es äußerst unwahrscheinlich ist, dass er bei der Borussia entlassen wird oder seinen Vertrag bricht, wird er in viereinhalb Jahren auf eine Dekade in Dortmund zurückblicken können – was natürlich einen Vereinsrekord darstellen würde.

Ich gestehe, dass ich mich nach dem Neapel-Spiel kurz bei dem Gedanken ertappte, dass irgendwann auch mal wieder ein ruhiger, beherrschter Trainer à la van Marwijk zum BVB kommen dürfte. Der Gedanke dauerte nur wenige Sekunden und bezog sich ohnehin auf eine unbestimmt ferne Zukunft, aber er war dennoch falsch. Denn bei all dem Positiven, das Jürgen Klopp seit 2008 für unseren Verein geleistet hat, muss man ihm wie allen Menschen auch eine menschliche Schwäche zugestehen. Zumal er diese selber zugibt und versucht, sich im Zaum zu halten. Und ohnehin 95 Prozent der Zeit ein positiver Mensch ist.

Diesem Verein kann wahrlich nichts Besseres passieren als langfristige Planungssicherheit mit Jürgen Klopp. Denn die mit ihm erreichten Erfolge – von Titeln über Champions League-Teilnahmen bis zur Entwicklung einzelner Spieler – dürften tatsächlich ein wichtiges Argument für Michael Zorc auf dem Transfermarkt sein. Natürlich ist es möglich, dass sich der Zauber Klopps bis 2017 etwas abgenutzt hat – Anzeichen dafür gibt es bisher allerdings wahrlich keine. Und im Mutterland unseres Lieblingssports hat Sir Alex Ferguson bewiesen, dass es möglich ist, noch viel länger erfolgreich einen Verein zu trainieren.

Entscheidend für die Erfolge von Schwarz-Gelb war natürlich nicht nur Klopp selber. Auch die Kontinuität auf anderen Positionen hat dazu beigetragen, denn Watzke, Rauball, Zorc und der Trainer können einfach miteinander, sind komplett auf einer Wellenlänge. Und diese Wellenlänge ist das, was mir fast am Wichtigsten erscheint: Sie ist gekennzeichnet durch eine gesunde, vernünftige Mischung aus Ambitionen und Realismus. Und durch den Willen, mit dem Wissen um die Vergangenheit das Bestmögliche für den BVB herauszuholen.

Apropos Kontinuität: Auch die Verträge der Assistenztrainer Zeljko Buvac und Peter Krawietz wurden bis 2018 ausgedehnt.

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2 Gedanken zu “Zehn Jahre Klopp!

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