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Archiv für die Kategorie ‘Das schwerste Spiel’

Offene Rechnungen

13. August 2009 Nick Kommentieren

Klar, es gibt Mannschaften, die schlägt man immer besonders gern. Namen zu nennen ist sicher überflüssig. Eine offene Rechnung hat der BVB aber eigentlich nur mit einem Team zu begleichen, unserem Gegner vom Samstag: Dem Hamburger SV. Während die Medien vom Revanche-Versuch der Bayern gegen Bremen sprechen werden, haben auch die Schwarz-Gelben Grund genug, dem HSV den Start zu verderben. Bekanntlich verdrängten die Hamburger uns am 34. Spieltag dank eines Abseitstors kurz vor Schluss wieder von Platz 5 und spielen jetzt in der Europa League.

Das ist kein Grund für längere Verstimmungen, aber hoffentlich genügend Anreiz für die 11 bis 14 Dortmunder auf dem Feld, in Hamburg alles zu versuchen. Die Chancen könnten schlechter sein. Weder im zugegeben fast bedeutungslosen Rückspiel gegen Randers noch beim Ligaauftakt in Freiburg konnte der HSV überzeugen. Und das, obwohl außer den Langzeitverletzten Alex Silva und Bastian Reinhardt alle wichtigen Spieler dabei waren. Für Samstag bangt man angeblich um den Einsatz von Frank Rost, den eine Knochenhautentzündung an der Ferse plagt. Der Hamburger Torwart sagt im „Kicker“: „Ich bin kein Rambo-Typ, der sich immer fitspritzen lässt.“ Vermutlich werden er und die HSV-Ärzte aber doch alles dransetzen, damit er auflaufen kann.

Für einen Sieg in Hamburg wäre eine Dortmunder Leistungssteigerung gegenüber dem Köln-Spiel nötig. So überlegen die Schwarz-Gelben waren, so schwach war der FC. Noch mal so viele Chancen zu vergeben, würde sich sicher rächen. Die Achillesferse des HSV könnte die Ferse von Rost sein. Vielleicht brauchen wir keine Pfeile, sondern nur ein wenig Geduld. Mondragon II befürchte ich jedenfalls nicht.

Beim BVB würde natürlich ein erneutes Fehlen von Sebastian Kehl wehtun. Obwohl Sahin und Tinga ihre Sache gegen Köln sehr ordentlich gemacht haben. Sinn macht beim kommenden Gegner aber nur der Einsatz eines voll belastbaren Kehl. Es wird wohl zu knapp werden. Schaut man sich die Aufstellungen der letzten beiden Spiele an, wäre ein Fehlen der ebenfalls angeschlagenen Bender und Kringe dagegen zu verschmerzen. Obwohl ich gerade Neuling Bender gerne mal spielen sehen würde.

Kaum etwas spricht gegen ein attraktives Spiel am Samstag. Der HSV muss etwas tun, hat etwas gut zu machen. Der BVB muss in dieses Spiel reinfinden, aggressiv sein – dann könnte uns das durchaus liegen.

Samstag, 15:30

6. August 2009 Nick Kommentieren

(Updated) Es gibt komische Anstoßzeiten in der neuen Saison. Den Samstagabend-Termin brauche ich beispielsweise überhaupt nicht, und dass die Aufsplittung am Sonntag Zweitliga- und Amateur-Klubs verärgert, kann ich verstehen. Als BVB-Fan muss man sich darüber an diesem Wochenende aber noch keine Gedanken machen. Schwarz-Gelb startet zur gewohnten Zeit am Samstag um 15:30 Uhr. Im Westfalenstadion gegen den FC Köln. Soweit bekannt.

Die Voraussetzungen sind es ebenfalls. Angesichts eines schweren Auftaktprogramms ist das ein Spiel, das wir mal schön gewinnen sollten. Der FC flößt auch mit Podolski und Soldo keine Angst ein, ist aber natürlich kein Gegner, den man im Vorbeigehen schlägt. Wie wir in Weiden gedacht haben. Bei den Gästen werden mit Abwehrmann Geromel und natürlich Stürmer Novakovic zwei wichtige Leute fehlen.

Prominente Ausfälle, die weh tun, gibt es aber auch bei Schwarz-Gelb. Weder Dede noch Sebastian Kehl werden am Samstag dabei sein; sie laborieren noch an Kieferbruch bzw. Faserriss. Gut sieht es dagegen beim am Ellbogen angeschlagenen Roman Weidenfeller aus – er bestand heute einen ‘Härtetest’. Spannend bleibt die Frage, wer für Kehl und Dede einspringen wird. Auf der Linksverteidiger-Position genießt Marcel Schmelzer laut der BVB-Homepage „das uneingeschränkte Vertrauen“. Der „Kicker“ spekuliert dagegen über einen Einsatz des „Multitalents“ Yasin Öztekin, der in zahlreichen Testspielen auf verschiedenen Positionen überzeugen konnte. Er könnte offensiv mehr Druck aufbauen.

Mindestens genauso spannend das Duell um die ‘6′. Sowohl für Mats Hummels als auch für Tinga ließen sich Argumente aufführen – ich würde dazu tendieren, zur Abwechslung Hummels eine Chance zu geben. Ein kleines Fragezeichen steht für mich nach dem schwachen Auftritt in Weiden hinter Kuba; ich denke aber, Klopp wird ihm eine weitere Chance geben und das zu Recht.

UPDATE: Was ich den Kölnern vor dem Spiel (und vor dem Bekanntwerden des Podolski-Ausfalls) gesagt habe, könnt ihr beim Spielfeldrand lesen.

Das finale Endspiel

21. Mai 2009 Nick Kommentieren

Das UEFA Cup-Finale in Istanbul? Nö, musste nicht sein. Der Meisterschaftsendspurt? Kriegt man irgendwie mit am Samstag. Es gibt nur noch ein Endspiel, das zählt, und das heißt Borussia gegen Borussia und die richtige Borussia möge bitte gewinnen. Dass es für den BVB noch um etwas geht am letzten Spieltag, ist schon Anlass zum Feiern, und wenn wir dann nächste Saison in diesem ‘neuen’ europäischen Wettbewerb spielen – wäre das fantastisch.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Spieler der Schwarz-Gelben die Partie in Gladbach auf die leichte Schulter nimmt, und die personellen Voraussetzungen sind mit Ausnahme des Ausfalls von Neven Subotic sehr gut. Würde Boateng in so einem Finale spielen – ich hätte mittlerweile eher Angst. Bei den anderen Borussen werden Gohouri (Abwehr), Alberman (Mittelfeld) und Friend (Sturm) fehlen, Matmour ist noch fraglich. Angesichts des Ergebnisses aus Düsseldorf vom letzten Wochenende sollte diese Aufgabe machbar sein. Ich freue mich auf Samstag und hoffe, dass dieses Spiel nicht durch Verletzungen oder falsche Schiedsrichter-Entscheidungen beeinflusst wird. Höchstens zu unseren Gunsten! ;-)

Das Spiel danach

14. Mai 2009 Nick 4 Kommentare

Es hat ja auch alles seine guten Seiten. Nach der Niederlage in Wolfsburg und den Ergebnissen von gestern wird sich die Medienaufmerksamkeit noch mehr auf den Titelkampf fokussieren, der BVB wird spätestens zur Mitte der „Sportschau“ laufen (die ich sowieso selten ganz anschaue) und meine Stamm-Fußballkneipe wird  wohl halb so voll sein wie am Dienstag – was immer noch voll genug wäre.

Der BVB muss und wird sich auf das Spiel gegen Bielefeld konzentrieren. Was anderswo geschieht, interessiert jetzt erst mal nur peripher – zumindest für die Spieler muss das gelten. In der Kneipe wird es am Samstag wieder Leute geben, die über ihre Handys die anderen Spielstände abrufen – was früher der ‘Knopf im Ohr’ war, geht heute angenehmer, wenn auch meist teurer. Nur sollten wir uns davon erst mal nicht so viel erhoffen: Der VFB braucht nur noch einen Punkt, um sicher im Europapokal zu sein; der HSV ist wieder drei vor uns – und will man wirklich darauf setzen, dass gegen Köln, die gerade den Ligaverbleib feiern können, und in Frankfurt, die zuhause gerade 0:5 gegen Bremen verloren haben, noch etwas schief läuft?

Das ist nicht völlig ausgeschlossen, aber ich mache doch lieber etwas in Zweckpessismismus. Na ja, vielleicht in Frankfurt… Grundvoraussetzung für alle Überlegungen sind zwei Siege des BVB. Und zumindest gegen Bielefeld sollte es bei allem Respekt für einen Dreier reichen. Meinetwegen haben die gestern gegen Hoffenheim ganz ordentlich gespielt, aber das Ergebnis ist bekannt. Vor keinem Mannschaftsteil muss man da Angst haben; nur Torwart Eilhoff ist ein richtig Guter. In der Innenverteidigung werden den Arminen am Samstag gleich zwei Leute fehlen, Mijatovic gesperrt und Bollmann verletzt. Und überhaupt, ich habe den Ostwestfalen von Anfang an nicht viel zugetraut. Wenns schiefgeht, war das jetzt zu weit aus dem Fenster gelehnt, na gut.

Jürgen Klopp und der BVB können unterdessen darauf hoffen, ein angeschlagenes bzw. vorsorglich geschontes Quartett, bestehend aus Tamas Hajnal, Alex Frei, Sebastian Kehl und Felipe Santana, wieder zur Verfügung zu haben. Kevin Prince Boateng ist wegen seiner Roten Karte erwartungsgemäß für vier Spiele gesperrt worden – am Dienstag könnte er seine letzten neun Minuten für Schwarz-Gelb gespielt haben.

Also ich werde mich am Samstag zurücklehnen, genießen – die Sommerpause wird lang – , und natürlich trotzdem mitfiebern. Geht ja nicht anders.

Das Spiel

11. Mai 2009 Nick Kommentieren

Was kannst du da schreiben? Ist ja nicht viel passiert seit gestern. Der BVB steht zum ersten Mal seit dem 6. Spieltag wieder auf Platz 5 und wir sind gekommen, um zu bleiben! Jetzt ist englische Woche; find ich gut, dass es morgen schon weitergeht, dass schon morgen dieses Spiel auf dem Programm steht. In Wolfsburg, das vielleicht gerade die letzten Tage des Glamours erlebt. Jeder weiß um was es geht, aber erst morgen Abend werden wir wissen, was die letzten Wochen mittelfristig wert waren.

Personell wird Jürgen Klopp nach wie vor nichts verändern, wenn er nicht dazu gezwungen ist, und Stand heute gibt es nur bei Dede ein kleines Fragezeichen. Bei den Gastgebern haben sich ja in Stuttgart zwei der bekannteren Gesichter verletzt, Zvjezdan Misimovic und Sascha Riether. Beim bosnischen Spielmacher, neben den Stürmern bisher vielleicht der wichtigste Wolfsburger, werden sie alles versuchen und es könnte bis morgen reichen, um ihn fit zu kriegen; bei Riether sieht es aufgrund einer Kapselverletzung weniger gut aus.

Die Erwartungen für morgen? Wie ich schon Ende April geschrieben habe: Hinfahren und schauen, was möglich ist. Der Einsatz der Spieler wird da sein. Vielleicht ein gutes Omen: Das Spiel wird geleitet vom Derbysieger der Hinrunde, Lutz Wagner. Oder ist der diesmal besonders kritisch? Alles Fragen, die in rund 24 Stunden beantwortet werden. Ganz ehrlich, ich bin gespannter als auf die Derbys, denn die waren ja recht früh in dieser Saison.

Der Schlüssel zum Erfolg

30. April 2009 Nick 5 Kommentare

Gegen Frankfurt gewinnen…wäre für den BVB ein wichtiger, wahrscheinlich entscheidender Schritt zu einem erfolgreichen Saisonabschluss, was immer das heißen mag. Der inflationäre Gebrauch des Begriffs „Schlüsselspiel“ nervt mich zwar wie sicher einige andere auch, aber schauen wir uns die nächsten Spiele an: Daheim gegen die in dieser Saison legendär torungefährlichen Karlsruher müssen und werden wir gewinnen, und nach Wolfsburg kann man ohnehin nur ohne konkrete Erwartungen fahren – da muss man einfach schauen, was an dem Tag möglich ist. Ein Sieg in Frankfurt würde die Tür nach Europa auf jeden Fall einen Spalt breit offen halten, alles andere und sie wäre nach menschlichem Ermessen zu.

Die Eintracht. Der Verein ist ein typischer Vertreter des unteren Mittelfelds der Bundesliga. Gegen größere Klubs verliert man in der Regel, gegen die kleineren sieht es besser aus. Am 28.Spieltag gab es ein 4:1 gegen Gladbach, letztes Wochenende ein klares 0:2 in Stuttgart. In Sachen Abstieg ist man so gut wie durch (sieben Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz). Trainer Friedhelm Funkel ist Realist und sicher nicht überambitioniert – von einem Teil der Fans wird ihm vorgeworfen, dass er zu sehr auf solide Arbeiter und zu selten auf den technisch starken, aber flatterhaften Brasilianer Caio setzt. Der wird am Samstag ebenso wenig dabei sein können wie eine Reihe von anderen wichtigen Spielern. „Blog-G“ hat dazu eine wirklich übersichtliche Übersicht erstellt; neu hinzugekommen sind die gelbgesperrten Ochs und Fink sowie der verletzte Inamoto.

Nach den Gesetzen der Serie, der Statistik und der Personallage sollten wir uns also auf drei Punkte einstellen können. Bei den Schwarz-Gelben fehlt als einziger Stammspieler nach wie vor und wohl wirklich bis Saisonende Mats Hummels. Alleine – ich traue der Sache nicht so ganz. Es gibt ja Leute, die wähnen den BVB am Saisonende auf Platz 2 hinter den Bayern. Davon bin ich weit entfernt. In Frankfurt gewinnt man nur mit höchster Konzentration – gerade angesichts deren momentaner Situation werden die sehr schwer zu spielen sein. Bei jeder Erfolgsserie, auch der des BVB, ist immer ein Quäntchen Glück dabei und das hält nicht ewig. Was ich damit sagen will, ist nicht, dass wir übermorgen keine drei Punkte holen, sondern lediglich, dass ich mich mit Prognosen feige zurückhalte und einfach sehr gespannt bin! ;-)

Das Moment bewahren

9. April 2009 Nick 3 Kommentare

Wörtliche Übersetzung des englischen „keeping the momentum“. Sehr frei übersetzt könnte man auch vom „Lauf“ sprechen. Die englische „FourFourTwo“ hat sich neben Paul Lambert in ihrer Mai-Ausgabe auch diesem wolkigen Fußball-Begriff, der eigentlich aus der Physik stammt, gewidmet. Was macht dieses Moment aus, das, wenn man es einmal hat, eine Mannschaft Spiele umbiegen, scheinbar mit Leichtigkeit gewinnen (–> Wolfsburg, –> Barcelona) und Serien starten lässt?

Neben dem großen Einfluss der Fans sieht der englische Sportpsychologe Dr Chris Harwood von der Loughborough University innerhalb eines Teams sechs entscheidende Voraussetzungen: Engagement, Kommunikation, Zusammenhalt, Konzentration (sich während eines Spiels nicht ablenken lassen), Kontrolle (über die eigenen Emotionen auf dem Platz) und Vertrauen (in die eigene Stärke und die der Mannschaft). Hat der BVB das Moment auf seiner Seite, haben wir einen Lauf? Auf den ersten Blick sind das genau die Eigenschaften, die die Schwarz-Gelben bei den überzeugenden Siegen gegen Bremen und Berlin an den Tag legten. In Hannover fehlte noch etwas die Konzentration und das Vertrauen, um drei Punkte einzufahren. Technische und taktische Überlegenheit können wir gegen gute Teams erstmal nicht erwarten – man kann sie sich aber im Laufe eines Spiels durch die konsequente Umsetzung der sechs Punkte Harwoods u.U. erarbeiten.

Auch gegen den 1. FC Köln werden diese Bedingungen am Samstag eine Rolle spielen. Natürlich werden die Kölner technisch nicht überlegen sein. Aber taktisch werden sie uns eine Nuss zu knacken geben – oder eine Mauer. In den letzten Spielen setzte Christoph Daum, auch verletzungsbedingt, auf eine sehr defensive Aufstellung und Ausrichtung. In Cottbus funktionierte das, im schwachen Derby gegen Leverkusen gab es dagegen ein 0:2. Auch in Dortmund ist ein Kölner 4-1-4-1 zu erwarten, obwohl die Verletzten Ishiaku und Wome u.U. in den Kader zurückkehren könnten. Auf jeden Fall ausfallen wird Marvin Matip. Mehr …

Landeanflug

2. April 2009 Nick Kommentieren

Fast hätte ich es geglaubt. Dass Hertha Meister werden kann. Dann haben sie ziemlich kläglich in Stuttgart verloren und spielen nun am Samstag gegen den BVB. Es werden Weichen gestellt für die Gastgeber – alter Spruch, aber übermorgen gültig. Und weiter mit den Metaphern: Es ist das erste Spiel zur Klärung der Frage, ob die Berliner eine Punktlandung (Meisterschaft) schaffen oder ob es eine harte (UEFA Cup) oder gar eine Bruchlandung (Platz 6) gibt. Sollten die Schwarz-Gelben den Auswärtssieg schaffen, ist die Tabellenführung der Hertha weg, und dann sehe ich sie auf einem ähnlichen Weg wie zur Zeit die TSG Hoffenheim. Das Selbstvertrauen wäre erstmal weg; natürlich nicht komplett, aber die vielleicht entscheidenden zehn Prozent.

Realistisch gesehen haben die Berliner selbstverständlich alle Chancen; die Heimbilanz spricht für sie. Ich erwarte jedoch ein offenes Spiel. Der BVB hat personell einige Probleme im Mittelfeld. Tinga wird in jedem Fall nach der fünften Gelben Karte gesperrt fehlen. Boateng ist noch verletzt und wird seinen Berlin-Aufenthalt, wenn er denn überhaupt mitfährt, hoffentlich auf das Nötigste beschränken. Florian Kringe ist nach einer leichten Trainingsverletzung fraglich; Tamas Hajnal wurde trotz Erkältung in der ungarischen Nationalmannschaft eingesetzt, was natürlich dem Genesungsprozess nicht förderlich war, weswegen Jürgen Klopp nun ein bisschen sauer auf die Ungarn ist. Es war nicht das erste Mal, dass der Mediziner- und Trainerstab des Nationalteams einen Einsatz des angeschlagenen Hajnal befürwortete – man darf allerdings auch nicht vergessen, dass Tamas 2008 in Ungarn erneut Spieler des Jahres war.

Sollten Nuri Sahin und Patrick Owomoyela bis Samstag wieder fit sein, könnte man mit der Besetzung des Mittelfelds trotzdem noch leben, denn auf rechts sollte Kuba endlich seine Rückkehr in die Startelf bevorstehen und auf links könnte dann Lee aushelfen; in der Zentrale wird Kehl defensiv und könnte Sahin offensiv auflaufen.

Die Hertha bangt angeblich um Andrej Voronin und Arne Friedrich. Der ukrainische Stürmer, der vielleicht doch in die Premier League zurückkehrt, hat sich im Länderspiel gegen England die Nase gebrochen, aber normalerweise läuft man dann mit so einer Gruselmaske trotzdem auf. Für Friedrich, der ja dem Nationalteam gegen Liechtenstein und Wales fehlte, könnte es ebenfalls reichen, muss aber nicht.

Für mich ist das am Samstag ‘too close to call’. Die Statistik spricht wie gesagt für die Berliner, das Gefühl und der Trend sagen mir, dass da mindestens ein Punkt für Schwarz-Gelb drin ist. Klar bin ich da und es könnte ein fantastischer Nachmittag werden: „wetter.de“ sagt für Berlin Sonne und bis zu 22 Grad voraus!

Das Ende des Anfangs

20. März 2009 Nick Kommentieren

(Updated) Mit dem enttäuschenden Ausscheiden aus dem DFB-Pokal gegen Werder Bremen begann für den BVB Ende Januar eine bisher sieglose Rückrunde. Gegen Werder Bremen soll diese Serie nun endlich beendet werden oder, wie es die Homepage ausdrückt, „sich der Kreis schließen“. Was soll man auch schreiben? Bei Spielen gegen Bremen kann ohnehin immer alles passieren. Die Gäste scheinen mal wieder zurück in der Spur zu sein, aber ich bleibe bei meiner optimistischen Vorhersage vom Sonntag und setze auf das gelegentliche antizyklische Element des Fußballs. ;-)

Fehlen werden den Schwarz-Gelben nach jetzigem Stand von den ersten 18 nur Kevin Boateng und Mats Hummels. Nuri Sahin befindet sich nach dem Foul von Michael Tarnat wieder auf dem Weg der Besserung, ist wieder ins Training eingestiegen. Kuba könnte für einen Joker-Einsatz in Frage kommen; zu ihm äußerte sich Jürgen Klopp auf der gestrigen PK eher defensiv, ich glaube aber kaum, dass er auf ihn verzichtet, wenn er im Spiel dringend benötigt wird.

Bei den Bremern fehlt vor allem der noch gesperrte Naldo in der Innenverteidigung, während die verletzten Pasanen und Jensen zur Zeit gut ersetzbar scheinen. Gegenüber dem Pokalspiel muss und kann sich der BVB steigern; wir haben weniger Verletzte, sind langfristig bekloppt, also kann *tusch* die Zukunft beginnen…

UPDATE: Einige Last Minute-Veränderungen bei den Bremern sind zu vermelden. Ex-Borusse Thorsten Frings fällt morgen mit einer Knöchelverletzung aus, übrigens auch für die kommenden Länderspiele. Weitere kurzfristige Ausfälle: Frank Baumann und Markus Rosenberg. Dafür können Jensen und Pasanen voraussichtlich doch spielen. Was sagt uns das jetzt? Nicht so viel, außer dass das defensive Mittelfeld eine mögliche Problemzone der Gäste darstellen könnte. Sowieso könnte in der Mitte morgen das Spiel entschieden werden…

Das Spiel danach

12. März 2009 Nick 2 Kommentare

Hannover ist das Spiel nach dem Ende der Hoffnungen. Genau zu definieren ist so ein Zeitpunkt einer Saison natürlich erst, wenn es rechnerisch keine Möglichkeit mehr gibt, die gesteckten Ziele zu erreichen. Aber nach der Niederlage letzten Samstag gegen einen direkten Konkurrenten um den Anschluss an die internationalen Plätze werden die Meisten begriffen haben, dass das nichts mehr wird mit dem Europapokal oder wie das zukünftig heißt. Neun Punkte auf Platz 5, sechs auf Platz 6 – wer wirklich an die Rechenspiele um Platz 7 und 8 glaubt (dazu müssten Bayern und/oder HSV ihre europäischen Wettbewerbe gewinnen und gleichzeitig 4. oder 5. in der Liga werden), hat wahrscheinlich zu viele unrealistische Fußball Manager-Spiele gespielt. Ich selber habe von Anfang an nicht an den UEFA Cup geglaubt, aber man wird ja vom Fußball so oft eines Besseren belehrt, dass man sich – zum Glück – nie sicher sein kann.

Muss man die Saison jetzt abhaken? Nein, natürlich nicht; wäre zum einen gefährlich, zum anderen bringt jeder Platz weiter oben Geld in die nicht gerade üppig gefüllte Vereinskasse. Und vor allem bringt jedes Pflichtspiel von neuem den Wunsch zu gewinnen – ich kann da tatsächlich ‘von Spiel zu Spiel denken’! ;-)

Unsere Gastgeber haben zuletzt in München ihre desaströse Auswärtsform mit einem Punkt aus elf Partien eindrucksvoll bestätigt. Nur dumm, dass sie jetzt ein Heimspiel haben – aus Partien in der Wie auch immer-Arena stammen die restlichen 23 Punkte. Ob aber auch nach der 1:5-Pleite wieder eine „furiose Leistung“ folgt? Trotz schwachem Rückrundenstart muss der BVB angesichts von lediglich vier Saisonniederlagen sicher keine Angst vor dem Trip haben.

Nach dem Ausfall von Boateng könnte in einer Parallele zu Dede die direkte Rückkehr von Kuba in die Startelf, also ohne vorherigen Joker-Einsatz, eine Option für Jürgen Klopp sein – gerade angesichts des in Stuttgart nach vorne harmlosen Mittelfelds. Die Abwehrreihe dürfte unverändert bleiben; außen haben Dede und Lee ihre Sache ordentlich gemacht, innen fehlen die Alternativen. Im Sturm liegt in meinen Augen ein Wechsel von Zidan zu Frei auf der Hand – es sei denn, Kuba kommt ganz vorne zum Einsatz.

Bei Hannover fehlen schon seit längerem bekannte Namen wie Vinicius und Yankov; von der aktuellen Stammformation sind jedoch nur die Außenverteidiger Tarnat und Cherundolo sowie Ex-Bayern-Bankdrücker Schlaudraff fraglich, womöglich können auch alle drei spielen. Ich werde jedenfalls am Samstag zum ersten Mal in Hannover sein, einer Stadt, mit der ich eigentlich nur die „Expo“ verbinde – hoffentlich zukünftig auch Kubas Rückkehr plus drei Punkte…