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Archiv für die Kategorie ‘Heiße Luft’

Einen im Tee gehabt?

28. September 2009 Nick 3 Kommentare

Oder einfach nur schamlose Vorwärtsverteidigung? Felix Magath zur Leistung von Schiedsrichter Wolfgang Stark im Derby:

Er war überragend, hat das Spiel immer im Griff gehabt, alles korrekt gepfiffen und war auch in hektischen Phasen souverän. (Quelle: Spox.com)

Kategorien:Heiße Luft

Wie entlasse ich einen Trainer?

23. September 2009 Nick Kommentieren

Vergleicht man die letzten beiden Trainer-Entlassungen in der 1. Bundesliga, ergibt sich eine offensichtliche Parallele. Ob man schon von einem Trend sprechen kann, sei mal dahingestellt. Sowohl bei der Entlassung von Dieter Hecking in Hannover als auch bei der von Marcel Koller jüngst in Bochum begründeten die Vereinsverantwortlichen ihre Entschlüsse unter anderem mit dem Druck der Fans. Der VFL-Aufsichtsratsvorsitzende Werner Altegoer sagte ganz offen:

Wenn man sich dann zusammensetzt und feststellt, dass die Stimmung im Großteil der Anhängerschaft nun einmal so ist wie sie ist, dann muss man dem irgendwie Rechnung tragen.

Früher hätte man es von Vereinsseite weit von sich gewiesen, sich dem ‘Druck der Straße’ zu beugen. Ist die neue Wertschätzung der Fans, egal ob als Verbündete oder nur Konsumenten, ein Zeichen der Einsicht, kommt sie von Herzen? Oder ist sie im Falle von Trainerentlassungen doch eher die einfachste Erklärung für eigentlich schwer Erklärbares? Ab wann ist bei Fanprotesten eine ‘kritische Masse’ erreicht, die Handeln nötig macht?

Gerade in Bochum ist die Entlassung zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schwer nachzuvollziehen. Marcel Koller hat schon Recht, wenn er davon spricht, dass die Erwartungshaltung angesichts der finanziellen Möglichkeiten des Vereins überzogen war. Auch das räumt Altegoer indirekt ein:

Der Arbeit von Herrn Koller wird unsere Maßnahme auch nicht gerecht. Aber wir können ihm keinen besseren Kader zur Verfügung stellen. Wenn sich der Torwart den Kiefer bricht und der beste Angreifer die Hand, dann ist das eine Schwächung, die wir nicht regulieren können.

Für mich ist diese Entlassung ein Zeichen von Ratlosigkeit und Ungeduld. Bei Fans und Verantwortlichen. Es gibt im Verhältnis zwischen Anhängern und Verein andere Bereiche, die eher nach einer Demokratisierung verlangen als die Trainerfrage. In Berlin immerhin werden die Herren Preetz, Gegenbauer et al. eine Entlassung von Lucien Favre nach der neuerlichen Pokalpleite in München nicht auf das Publikum schieben können. Die Hertha-Fans hatten die Mannschaft sogar nach dem desaströsen 0:4 gegen Freiburg gefeiert und im Training mit Transparenten unterstützt.

(Quelle: Sport1.de)

Der Vertrag, den es nie gab

6. Juli 2009 Nick Kommentieren

Es ist eine seltsame Geschichte und ein Ansporn für mich, noch genauer zu sein. Letzten Dezember verkündete Any Given Weekend die Vertragsverlängerung des BVB mit Young-Pyo Lee bis 2010, basierend auf einer Meldung auf der Vereins-Homepage. Wenn man sich diese Meldung heute noch einmal durchliest, ist da von der Verlängerung im Futur die Rede (oder ist das einfach nur Passiv?):

Sportdirektor Michael Zorc teilte (…) mit, dass der ursprünglich bis zum 30. Juni 2009 fixierte Vertrag mit dem Südkoreaner um mindestens ein weiteres Jahr verlängert wird.

Außerdem ist von einer „anstehenden Vertragsverlängerung“ die Rede. Wenn sowas von Vereinsseite verkündet wird, hinterfragt man das als Fan meistens nicht, denn normalerweise mauern die Vereine eher bis zum letzten Tag, wenn es um Transfer- und Vertragsabschlüsse geht. In diesem Fall hätte ich jedoch mit der Vollzugsmeldung besser gewartet (ich gehe jetzt mal davon aus, dass der BVB seine Meldung nicht nachträglich noch verändert hat).

Gestern wurde bekannt, dass der Vertrag mit Lee nicht verlängert wurde und der ehemalige Publikumsliebling aller Voraussicht nach ablösefrei nach Saudi-Arabien wechselt. Laut Michael Zorc gab es lediglich eine Absichtserklärung, aber keine Unterschrift, da Lee in der Rückrunde nicht mehr so oft zum Zuge kam. Nun kann man dem Verein nach den vorliegenden Informationen keine Täuschung vorwerfen, aber doch eine seltsame, je nach Sichtweise voreilige oder spärliche Informationspolitik.

Nach jetzigem Stand soll für den soliden Lee kein neuer Spieler mehr verpflichtet werden, was bedeutet, dass links hinten Marcel Schmelzer erster Ersatz für Dede ist (durchaus akzeptabel). Rechts hinten wird erstmal Patrick Owomoyela gesetzt sein. Sollte der sich verletzen, was ja nicht ganz auszuschließen ist, ständen Florian Kringe oder Nachwuchsleute aus der zweiten Mannschaft bereit. Kringe hat auf der Position in der Vergangenheit schon öfter gespielt und das ordentlich; seine Lieblingsrolle ist es aber nicht. Sportlich und finanziell gesehen halte ich die Entscheidung, Lees Vertrag nicht zu verlängern, für vertretbar, aber die Berichterstattung darüber war für Fans und Blogger, die darauf angewiesen sind, mangelhaft.

Unterdessen sind die Schwarz-Gelben erwartungsgemäß mit zwei Siegen in die Vorbereitung gestartet. Am Freitag gab es ein 11:0 gegen eine ‘Sauerland-Auswahl’. Ob das jetzt standesgemäß war, ist schwer zu beurteilen – wer stellt diese Regionalauswahlen eigentlich zusammen und trainiert sie? Auf der BVB-Homepage wird dann auch darauf hingewiesen, dass eine andere Sauerland-Auswahl einige Tage zuvor ein wesentlich knapperes Ergebnis gegen den FC Schalke erreichte. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass in der Partie am Freitag die Neuzugänge Feulner und Großkreutz doppelt trafen.

Der zweite Test, gestern gegen den Oberligisten Eintracht Rheine, war auch für Jürgen Klopps Geschmack nicht so erfreulich. Beim 5:1 konnte der BVB offensichtlich nur in der Anfangsphase überzeugen – aber solche Spiele gibt es in der Vorbereitung jedes Jahr. Unser neuer Stürmer Dimitar Rangelov erzielte sein erstes Tor für Schwarz-Gelb, außerdem trafen Valdez, Kuba, Frei und Feulner. Das nächste Spiel findet am Mittwoch auf der Anreise ins Trainingslager in Donaueschingen beim Offenburger FV statt.

Das Ende des Projekts

26. April 2009 Nick 2 Kommentare

Zukünftig wird die TSG Hoffenheim ein ganz normaler reicher Bundesliga-Verein sein. Darauf deuten alle Anzeichen und Äußerungen hin, die sich aus dem tiefen Fall des Herbstmeisters in der laufenden Rückrunde ergeben. In Sinsheim scheint man mit der Geduld am Ende zu sein und gibt jetzt schon mal sehr ambitionierte Ziele für die kommende Saison vor: Laut Dietmar Hopp soll es schon der Europapokal sein, also die Teilnahme daran. Auch das Konzept, fast ausschließlich auf junge Talente zu setzen, steht zur Disposition. Hier formuliert Manager Schindelmeiser unzweideutig:

Wir haben dazu gelernt und sehen auch die Notwendigkeit, auf routiniertere Profis zu setzen.

Der Klub ist also in der Bundesliga angekommen, das ‘Projekt Hoffenheim’ beendet, die Mechanismen des Profifußball-Geschäfts werden auch in diesem Fall greifen. Das ist natürlich legitim und es bleibt eine beachtliche Erfolgsgeschichte, wie die TSG aus der fußballkulturellen Retorte in die höchste deutsche Spielklasse geschossen wurde, aber es braucht niemand mehr den Fußballfans zu erzählen, wie besonders und einzigartig dieser Verein doch sei.

(Quelle: Spox.com)

Kategorien:Heiße Luft, Zirkus

Das Ende des Märchens?

14. Februar 2009 Nick Kommentieren

Wird Blaukäppchen jetzt vom roten, bösen Wolf gefressen? Nach diesem Rückrundenstart sieht es nicht danach aus, als ob die Hoffenheimer noch lange im Kampf um die Meisterschaft mitmischen werden. Ein mühsamer Pflichtsieg über Cottbus, ein Unentschieden beim Schlusslicht Mönchengladbach und gestern eine Heimpleite gegen Leverkusen; das liest sich so, als ob nun der prophzeite Einbruch kommt. Manche Medien, vermutlich dieselben, die im Dezember den großen Zweikampf Bayern v Hoffenheim vorhergesagt hatten, werden jetzt auf das Fehlen des ‘Superstürmers’ Ibisevic hinweisen.

Aber so überraschend und beeindruckend die Leistungsexplosion des Bosniers in der Hinrunde war, so abhängig war sie auch vom Auftreten der Mannschaft. Ibisevic ist ja kein Genie, das seine Tore aus dem Nichts kreiert. Er brauchte die präzisen Flanken und Steilpässe, die schnellen Kombinationen, die er dann natürlich eiskalt abschloss. Und die haben die Stürmer, die ihn zur Zeit ersetzen müssen, bisher nicht in gleichem Maße gekriegt – zumindest nicht in den Spielausschnitten, die ich gesehen habe.

Die TSG profitierte letztes Jahr von ihrem Lauf und vom Überraschungsmoment. In der Bundesliga wurden sie zuerst trotz guter Ergebnisse noch unterschätzt, danach wegen des großen Hypes überschätzt – ihnen eilte zuletzt ein fast Bayern-artiger Ruf voraus. Die Winterpause kam in einem ungünstigen Moment; Ralf Rangnick wäre es zumindest im nachhinein sicher lieber gewesen, wenn wie in England durchgespielt worden wäre. Durch den Kreuzbandriss von Ibisevic schlugen die aufgeblasenen (medialen) Erwartungen ins Gegenteil um, was vielleicht weniger die Hoffenheimer selber, aber sicher die Gegner beeinflusst hat.

Nach drei Spielen in 2009 darf man selbstverständlich noch kein abschließendes Urteil fällen. Die Hoffenheimer werden nicht komplett abstürzen, aber es wird schwer für sie, ganz vorne dranzubleiben. Sie haben die ‘Magie des Neuen’ verloren und ich bin zuversichtlich, dass am übernächsten Spieltag mit einer kämpferisch einwandfreien Leistung auch für die Schwarz-Gelben im Westfalenstadion gegen den Herbstmeister alles drin ist.

Kategorien:Das Orakel, Heiße Luft

Kuranyi virtuell gefeuert

12. Februar 2009 Nick 5 Kommentare

Die Homepage des FC Schalke 04 war bisher eine einzige ‘comfort zone’. Da war alles wunderbar und als Blauer fühlte man sich vermutlich wohl und gut aufgehoben, wenn man keinen Fernseher und kein Radio hatte, keine Zeitungen las, keine anderen Internet-Seiten besuchte und nicht vor die Tür ging. Doch selbst in diesen Hort der Glückseligkeit, die Schalker Truman Show, schien gestern die harte Realität einzubrechen. Per Eilmeldung wurde verkündet, dass der frühere National- und Stammspieler Kevin Kuranyi wegen „medienwirksamen und für den Verein untragbaren Äußerungen gegen die Mannschaft“ entlassen worden sei. Diverse Presseorgane, allen voran natürlich B**d.de, übernahmen die Nachricht ungeprüft (den gesamten Text der Meldung findet ihr im „Königsblog“ bei den Kommentaren).

Kurze Zeit später stellte sich heraus: Zu allen Problemen und Fragezeichen in Gelsenkirchen war nun noch ein Hacker-Angriff hinzugekommen. Kuranyi ist immer noch ein Gazprom-Boy und darf weiterhin zumindest für die zweite Mannschaft auf Torpfostenjagd gehen. Irgendjemand von außen hatte die Eil-Falschmeldung prominent auf der S04-Homepage platziert. Fragt sich nur, ob das jetzt Dortmunder oder Schalker Fans waren…

Rangnick und die Fans, Teil 2

25. Januar 2009 Nick 1 Kommentar

Der Hoffenheimer Trainer Ralf Rangnick nimmt erneut die Fußballfans aufs Korn. Diesmal sind es allerdings nicht gemeine Pöbler wie beim Hallenturnier in Mannheim, die sich den Zorn des Professors zugezogen haben, sondern so ziemlich das Gegenteil, die VIP-Gäste beim Stadion-Eröffnungsspiel in Sinsheim, in der neuen „Rhein-Neckar-Arena“. Diese waren offensichtlich nach der Halbzeitpause nicht rechtzeitig auf die Tribüne zurückgekehrt, weswegen die bei Wiederanpfiff in diesem bedeutenden Spiel gegen eine Regionalauswahl zunächst sehr leer aussah. Fan-Versteher Rangnick dazu:

(…) so etwas tut mir in der Seele weh – vor allem, wenn ich daran denke, dass viele Leute keine Karten mehr bekommen haben.

Grundsätzlich habe ich für diese Kritik natürlich Sympathie, aber nach DIESEM Spiel wirkt sie doch verfrüht und reichlich kalkuliert. Überhaupt müssen sich die Hoffenheimer nicht wundern: Wer so viele VIP-Plätze schafft bzw. so viele VIPs einlädt, sollte damit rechnen, dass sich VIPs wie VIPs verhalten.

Wie stellt sich denn nun Ralf Rangnick den perfekten Fan vor? Es scheint ihm eine Art ‘Jubelperser’ vorzuschweben…

Kategorien:Heiße Luft, Zirkus

Rummenigge: Der HSV ist zu reich

25. Januar 2009 Nick 1 Kommentar

Kann man die Aussagen des Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern in der „Süddeutschen“ so zusammenfassen? Ich denke schon. In einem schwachen, unkritischen Interview, in dem die Redakteure Christof Kneer und Andreas Burkert vorwiegend als Stichwortgeber fungierten, geht Rummenigge unter anderem auf die Folgen der Finanzkrise und das Geschäftsgebaren bzw. die Transferaktivitäten von Manchester City ein. In diesem Zusammenhang bezeichnet er den Wechsel von Nigel de Jong vom HSV zu den Citizens für 20 Millionen Euro als absurder als den geplatzten Transfer von Kaka von Milan für 120 Millionen. Seine Sorge ist natürlich nur, dass sich der Transfermarkt wieder aufheizt. Rummenigges Argumentation im Wortlaut:

Im Sommer hätte de Jong aufgrund einer Vertragsklausel noch zwei Millionen Euro gekostet. Ein Zehntel! Mit anderen Worten: Da ist jemand bereit, für vier Monate 18 Millionen zu zahlen. Bis zu dieser Woche hatten wir, die Vertreter der großen europäischen Klubs, den Eindruck, dass sich der Markt seitwärts bis rückwärts entwickelt, dass eine gewisse Mäßigung einzieht. Aber nach den letzten zehn Tagen, fürchte ich, können wir das vergessen.

Es stimmt natürlich, dass die von Man City gezahlte Ablöse nicht dem Marktwert des Holländers entspricht. Aber die von KHR geforderte Marktstabilität hätte auch den erwünschten Nebeneffekt, dass sich die finanzielle Hierarchie zwischen den Vereinen, in der Bundesliga wie anderswo, nicht entscheidend verschiebt. Die Spieler von kleineren Vereinen haben in der Regel einen geringeren Marktwert oder die abgebenden Klubs werden zumindest früher ’schwach’.

Selbstverständlich ist das Modell Manchester City kritisch zu sehen. Wie lange die Scheichs dabei bleiben, wird sich zeigen. Aber solange das Geld fließt, ist nicht einzusehen, warum es nicht ein bisschen verteilt werden sollte. Ich bin jedoch sicher, dass ein Altruist wie Karl-Heinz Rummenigge einen Wechsel von beispielsweise Lukas Podolski zu City für 20 Millionen abgelehnt hätte, um nicht den Transfermarkt zu verderben. Und weil der Lukas ja viel besser nach Kölle passt. Dass der HSV im Windschatten des von den Medien ausgerufenen Zweikampfs zwischen den Bayern und Hoffenheim gut postiert ist und sich jetzt noch mal ordentlich verstärken kann, hat damit überhaupt gar nichts zu tun…

Sonnige Bilanz, sonnige Aussichten?

18. Januar 2009 Nick Kommentieren

Inzwischen dürften die allermeisten Fußballfans hierzulande gewaltige Entzugserscheinungen nach Bundesliga und Pokal haben (ich schließe da mal von mir auf andere). Mein Methadon, die Premier League, hat die letzten Wochen etwas erträglicher gemacht (West Bromwich Albion bleibt nach dem gestrigen 3:0 über Middlesbrough voll im Rennen um den Klassenerhalt, in dem inzwischen so um die neun Teams konkurrieren), aber es ist wieder Zeit für unser eigenes Ding, in dem wir wirklich drinstecken. Ich frage mich wirklich, warum nun zwei angesehene Manager wie Rudi Völler und Uli Hoeneß die gerade beschlossene Verkürzung der Winterpause wieder in Frage stellen, nur weil wir mal zur Abwechslung ein paar harte Wintertage haben.

Gestern ist für die BVB-Profis das Trainingslager in Marbella zu Ende gegangen, zum Abschluss gab es anscheinend noch mal sonnige Tage. Das „anscheinend“ steht dabei für ein Problem, das die Fans mit Trainingslagern haben, sofern sie nicht zu den unentwegten 100 gehören, die vor Ort dabei waren: Man kriegt nicht soviel mit wie man möchte. Auch wenn natürlich Journalisten mit in Spanien waren und die BVB-Website einen täglich mit Texten, Fotos und kurzen Clips versorgt. Aber das Fernsehen zeigte lieber Spiele wie Kaiserslautern gegen Cottbus und jedes lausige Bayern-Testspiel als eine der beiden Begegnungen der Schwarz-Gelben in Andalusien.

Dem 1:2 gegen Freiburg zum Auftakt folgte am Donnerstag ein überzeugendes 3:0 gegen den VFL Osnabrück, deren Trainer ‘Pele’ Wollitz nach dem Spiel glücklich war, mit diesem Ergebnis vom Platz zu gehen. Ich kann hier nur wiedergeben, was im Spielbericht steht: Sahin, Owomoyela und Nachwuchsspieler Kullmann erzielten die Tore, Boateng gab anscheinend einen ordentlichen Einstand und bereitete das 1:0 vor. Also anscheinend hat das Team gut gearbeitet und wir können uns auf eine Rückrunde mit einem noch flexibleren Mittelfeld freuen. Aber alles bleibt Spekulation, bis die schwarz-gelben Jungs wieder in Deutschland auf dem Platz stehen und Any Given Weekend live dabei sein kann – vor der Leinwand und ein- bis zweimal im Stadion.

Waldhof-Fans beleidigen Hoffenheim

6. Januar 2009 Nick 3 Kommentare

So hätten das die Hoppenheimer Verantwortlichen wohl gerne in der Zeitung gelesen. Allein, die Medien taten ihnen diesen Gefallen nicht. „Rangnick rastet aus“ titelt etwa der „Stern“ in seiner Online-Ausgabe. Von Gleichschaltung also zum Glück keine Spur. Und auch die Staatsanwaltschaft hat noch keine Ermittlungen aufgenommen. Was war passiert? Beim gestrigen Hallenturnier in Mannheim gab es von Seiten der Waldhof-Fans ‘Schmähgesänge’ gegen Dietmar Hopp und Hoffenheim. Keine ganz neue Erfahrung für den Verein, sollte man meinen, und das, was in den Medien kolportiert wird, war eigentlich eher harmloser Natur: „Ohne Dietmar wärt ihr gar nicht hier“ und „Und schon wieder keine Stimmung T-S-G“ soll unter anderem skandiert worden sein. Zudem wurden die Hoffenheimer von den Waldhöfern bei allen ihren Spielen ausgepfiffen!!!

Der einzige Unterschied zu anderen Auftritten der Hoffenheimer besteht darin, dass Dietmar Hopp dem klammen Nachbarn aus der Großstadt finanziell unter die Arme gegriffen hat, mit Geld für ein Nachwuchszentrum und einem Darlehen von 800.000 €. Über letzteres gab es zuletzt Streit mit dem Waldhof-Präsidenten, der die Auszahlung der gesamten Darlehenssumme forderte, von der aber angeblich 300.000 € an Bedingungen geknüpft sind.

Für diese Hilfe müssten die Waldhof-Fans aber doch eigentlich dankbar sein und eher ein „Hoch soll er leben“ auf Hopp anstimmen, fand offensichtlich TSG-Trainer Ralf Rangnick und bewies mit folgenden Äußerungen, wie wenig man in Sinsheim-Hoffenheim von Fankultur versteht:

Es ist ein Unding, dass die Waldhof-Fans pausenlos gegen uns gepfiffen, immer unsere gegnerische Mannschaft angefeuert haben. Es kann auch nicht sein, dass sie singen „ohne Dietmar wärt ihr gar nicht hier“. An Stelle von Dietmar Hopp würde ich Waldhof keinen Euro mehr geben.

Erstaunlicherweise bewies der geschmähte Dietmar Hopp selbst diesmal mehr Realitätssinn und gab zu Protokoll:

Ich fand das Verhalten gar nicht so schlimm. Das war nicht vergleichbar mit früheren Anfeindungen.

(Quelle: Focus)

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