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Archiv für die Kategorie ‘Marktplatz’

Was zu erwarten war

15. Juli 2009 Nick 4 Kommentare

(Updated) Zu erwarten war, dass Mitte Juli die Transferspekulationen rund um den BVB noch nicht endgültig beendet sind. Und zu erwarten war auch, dass die neuen Gerüchte Alex Frei betreffen würden. Den Spieler, der in Dortmund wegen seiner Torquote sehr geschätzt wird, bei dem man aber nicht weiß, wie sehr er Dortmund schätzt. Und wie sehr der BVB-Trainer ihn schätzt. Der Schweizer, der kürzlich seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, steht nur noch ein Jahr unter Vertrag, und weder der Verein noch der Spieler haben es mit einer Verlängerung eilig.

Man kann über die Situation natürlich mutmaßen: Der Verein lässt sich Zeit, weil Alex Frei kein besonderes Interesse an einer Vertragsverlängerung hat und lieber nächstes Jahr ablösefrei wechseln möchte – oder noch mal richtig viel verdienen. Deswegen könnte dem Verein daran gelegen sein, Frei ziehen zu lassen, um an ihm noch etwas zu verdienen.

Jedenfalls überraschen die Gerüchte, die heute aufgekommen sind, wohl keinen BVB-Fan. Der FC Basel hat Interesse an einer Verpflichtung von Frei – so viel scheint festzustehen. Die Angaben über den Stand der Verhandlungen schwanken zwischen „lockere Anfrage“ und „Meinungsaustausch“ (Michael Zorc) sowie „konkreten Verhandlungen“ (FCB-Vizepräsident Heusler). Der Informationspolitik beider Seiten kann man sicher nicht uneingeschränkt vertrauen. Der „Kicker“ schätzt eine mögliche Ablösesumme auf 3-4 Millionen Euro, was die Basler erstmal stemmen müssen. Für den BVB wiederum wäre mit dieser Summe ein gleichwertiger Ersatz schwer zu finden.

Mich bringt das zu dem Urteil, dass man Frei nur ‘im Notfall’ verkaufen sollte. Dann wenn sicher ist, dass er im nächsten Jahr ohnehin geht. Man kann da wohl nur auf Gesprächsbereitschaft und Offenheit hoffen.

UPDATE: Die „Ruhr Nachrichten“ melden nun, dass ein Wechsel von Frei sehr wahrscheinlich ist. Er selber scheint dazu entschlossen zu sein. Das wäre ein herber Verlust, obwohl sich die nun kolportierte Ablöse von 4-5 Millionen Euro ein wenig besser anhört als 3-4 Millionen. Mit irgendwas muss man sich ja trösten. Immerhin könnte eine solche Einnahme es dem BVB ermöglichen, sich wieder um den jungen polnischen Stürmer Robert Lewandowski zu bemühen – legen die RN nahe.

Endlich – aber trotzdem danke!

10. Juli 2009 Nick Kommentieren

Der BVB hat die letzte dringende Personalfrage ‘geklärt’, Giovanni Federico hat den Wink mit dem Zaun endlich verstanden: Der 28-jährige Hagener wechselt mit sofortiger Wirkung zum Absteiger Arminia Bielefeld in die zweite Liga. Ablösefrei, obwohl er noch einen Vertrag hatte. Letztlich musste man das von Vereinsseite so machen, denn es hätte ja keinen Sinn gehabt, ihn für eine knappe Million Jahresgehalt in der dritten Liga spielen zu lassen.

Federico kann nun mit seiner Familie in NRW bleiben – Bielefeld kann von einem „deutschen Spieler mit großer Erfahrung in der Ersten und Zweiten Bundesliga“ sprechen. Für Dortmund und die erste Liga hat es aber letztlich nicht gereicht; über Ansätze und ein paar wichtige Tore in seiner ersten Saison, noch unter Thomas Doll, ist Federico nicht hinausgekommen. In den letzten Monaten waren für Jürgen Klopp offensichtlich keine Anzeichen für eine Verbesserung zu erkennen – und für mich auch nicht. Schade um den BVB-Fan Federico, weniger um den Spieler.

Die Borussia könnte nun mit diesem Kader in die neue Saison gehen – ob es so kommt, bleibt noch eine Weile offen. Am Mittwoch gab es einen 8:1-Testspielsieg in Offenburg, der Jürgen Klopp wieder überzeugen konnte.

Der Vertrag, den es nie gab

6. Juli 2009 Nick Kommentieren

Es ist eine seltsame Geschichte und ein Ansporn für mich, noch genauer zu sein. Letzten Dezember verkündete Any Given Weekend die Vertragsverlängerung des BVB mit Young-Pyo Lee bis 2010, basierend auf einer Meldung auf der Vereins-Homepage. Wenn man sich diese Meldung heute noch einmal durchliest, ist da von der Verlängerung im Futur die Rede (oder ist das einfach nur Passiv?):

Sportdirektor Michael Zorc teilte (…) mit, dass der ursprünglich bis zum 30. Juni 2009 fixierte Vertrag mit dem Südkoreaner um mindestens ein weiteres Jahr verlängert wird.

Außerdem ist von einer „anstehenden Vertragsverlängerung“ die Rede. Wenn sowas von Vereinsseite verkündet wird, hinterfragt man das als Fan meistens nicht, denn normalerweise mauern die Vereine eher bis zum letzten Tag, wenn es um Transfer- und Vertragsabschlüsse geht. In diesem Fall hätte ich jedoch mit der Vollzugsmeldung besser gewartet (ich gehe jetzt mal davon aus, dass der BVB seine Meldung nicht nachträglich noch verändert hat).

Gestern wurde bekannt, dass der Vertrag mit Lee nicht verlängert wurde und der ehemalige Publikumsliebling aller Voraussicht nach ablösefrei nach Saudi-Arabien wechselt. Laut Michael Zorc gab es lediglich eine Absichtserklärung, aber keine Unterschrift, da Lee in der Rückrunde nicht mehr so oft zum Zuge kam. Nun kann man dem Verein nach den vorliegenden Informationen keine Täuschung vorwerfen, aber doch eine seltsame, je nach Sichtweise voreilige oder spärliche Informationspolitik.

Nach jetzigem Stand soll für den soliden Lee kein neuer Spieler mehr verpflichtet werden, was bedeutet, dass links hinten Marcel Schmelzer erster Ersatz für Dede ist (durchaus akzeptabel). Rechts hinten wird erstmal Patrick Owomoyela gesetzt sein. Sollte der sich verletzen, was ja nicht ganz auszuschließen ist, ständen Florian Kringe oder Nachwuchsleute aus der zweiten Mannschaft bereit. Kringe hat auf der Position in der Vergangenheit schon öfter gespielt und das ordentlich; seine Lieblingsrolle ist es aber nicht. Sportlich und finanziell gesehen halte ich die Entscheidung, Lees Vertrag nicht zu verlängern, für vertretbar, aber die Berichterstattung darüber war für Fans und Blogger, die darauf angewiesen sind, mangelhaft.

Unterdessen sind die Schwarz-Gelben erwartungsgemäß mit zwei Siegen in die Vorbereitung gestartet. Am Freitag gab es ein 11:0 gegen eine ‘Sauerland-Auswahl’. Ob das jetzt standesgemäß war, ist schwer zu beurteilen – wer stellt diese Regionalauswahlen eigentlich zusammen und trainiert sie? Auf der BVB-Homepage wird dann auch darauf hingewiesen, dass eine andere Sauerland-Auswahl einige Tage zuvor ein wesentlich knapperes Ergebnis gegen den FC Schalke erreichte. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass in der Partie am Freitag die Neuzugänge Feulner und Großkreutz doppelt trafen.

Der zweite Test, gestern gegen den Oberligisten Eintracht Rheine, war auch für Jürgen Klopps Geschmack nicht so erfreulich. Beim 5:1 konnte der BVB offensichtlich nur in der Anfangsphase überzeugen – aber solche Spiele gibt es in der Vorbereitung jedes Jahr. Unser neuer Stürmer Dimitar Rangelov erzielte sein erstes Tor für Schwarz-Gelb, außerdem trafen Valdez, Kuba, Frei und Feulner. Das nächste Spiel findet am Mittwoch auf der Anreise ins Trainingslager in Donaueschingen beim Offenburger FV statt.

Subotic und Sahin verlängern beim BVB

28. Juni 2009 Nick Kommentieren

Zum Trainingsauftakt von Borussia Dortmund wurde heute bekannt, dass zwei wichtige Spieler ihre Verträge langfristig verlängert haben. Gut, Neven Subotic hatte bereits einen langfristigen Vertrag bis 2013 – der wurde jetzt nochmal um ein Jahr verlängert. Damit einhergehen dürfte eine Gehaltserhöhung; Ziel dieser frühzeitigen Verlängerung dürfte sein, den Stellenwert von Subotic zu unterstreichen und potenzielle Interessenten abzuschrecken.

Nuri Sahin hatte nach seiner Rückkehr in die schwarz-gelbe Startelf in der Rückrunde verlauten lassen, in Dortmund bleiben zu wollen. Sein Vertrag wäre 2010 ausgelaufen – nun ist er bis 2013 gebunden worden, kriegt sicherlich auch mehr Geld und obendrein das Trikot mit der Nummer 8, der Nummer, die einst Michael Zorc trug. Eine komplette Übersicht über die Rückennummern der kommenden Saison gibt es auf der BVB-Homepage.

Zwei wichtige Vertragsverlängerungen, davon eine dringende, sind also vollzogen worden. Bei den anderen beiden Profis, bei denen die Verträge nächsten Sommer auslaufen, Alex Frei und Marcel Schmelzer, will man sich offenbar mehr Zeit lassen. Und man muss es noch einmal deutlich sagen: Wie Michael Zorc und Jürgen Klopp ihre sommerlichen ‘Hausaufgaben’ ruhig und Schritt für Schritt abarbeiten, verdient Anerkennung – mindestens im Vergleich zu manchen Konkurrenten.

Der Europameister aus München

18. Juni 2009 Nick Kommentieren

BVB-Sportdirektor Michael Zorc liefert zur Zeit ein Musterbeispiel für ruhige, effiziente Arbeit ab. Gut, es mag Vereine geben, bei denen das noch schwieriger ist als in Dortmund, aber was heute, zwei Tage nach der Rangelov-Verpflichtung, bekannt wurde, verdient Respekt. Fangen wir mal an: Der 20-jährige Junioren-Nationalspieler und U19-Europameister Sven Bender wechselt  von 1860 München zum BVB und erhält einen Vier-Jahres-Vertrag. Es handelt sich um einen Spielertausch, bei dem kein Geld fließen wird, denn im Gegenzug bleibt der in der Rückrunde an die Löwen ausgeliehene Toni Rukavina in München.

Außerdem wechselt Abwehrspieler Markus Brzenska zu Energie Cottbus – die Ruhr Nachrichten spekulieren über eine Ablösesumme im mittleren sechsstelligen Bereich, die sich natürlich gleich mit dem Rangelov-Transfer verrechnen lässt. Damit wurden heute also zwei der drei Spieler, mit denen Jürgen Klopp definitiv nicht mehr plant, abgegeben und ein junger Nachwuchsmann mit Potenzial geholt. Hört sich super an und klingt nach guter Arbeit mit wenig Geld.

Aber natürlich sind Transfers von Spielern kleinerer Vereine mit einem gewissen Risiko verbunden. Wir durften das bei Giovanni Federico erleben, dem ehemaligen Zweitliga-Torschützenkönig, der nun ganz oben auf der Verkaufs-Wunschliste des BVB steht. In der letzten Saison, seit Jürgen Klopp im Amt ist, haben wir allerdings keinen Transfer-Flop erlebt und das stimmt zuversichtlich.

Michael Zorc spricht bei Bender absichtlich von der längeren Perspektive: „Er soll hier in der Zukunft eine gute Rolle spielen.“ Sich auf Anhieb einen Stammplatz zu erkämpfen, dürfte dem Neuzugang auch schwer fallen, denn Bender ist Mittelfeldspieler, auf der ‘6′ oder den Halbpositionen einer Raute einsetzbar und damit Konkurrent oder Partner von Kehl, Tinga, Kringe, Kuba, Sahin, Feulner und Federico (so lange der noch da ist).  Es ist gut möglich, dass uns deshalb außer – hoffentlich – Federico noch ein weiterer aus dieser Reihe verlässt. Von Vereinsseite wird bei entsprechenden Angeboten ja gar nichts ausgeschlossen – besonders offen wäre man wahrscheinlich bei Angeboten für Tinga und eventuell Kringe. Gerade bei letzterem fände ich es allerdings schade; Kringe war immer jemand, der sich mit dem BVB identifiziert und oft richtige Worte gefunden hat.

Nach heute ist in Dortmund schon vieles klar; trotzdem kann jederzeit Unvorhergesehenes passieren – wie überdreht der Transfermarkt für Spieler und Trainer sein kann, haben wir in den letzten Wochen ausführlich gesehen. Heute, an diesem Drehtür-Tag, begrüßen wir aber erstmal Sven (und Dimitar) und sagen danke, Markus und Toni, für die lange bzw. kurze Zeit beim BVB!

Dimitar Rangelov ist der dritte Mann

17. Juni 2009 Nick Kommentieren

Gestern, und damit einen Tag später als erwartet, ist der Transfer von Dimitar Rangelov zum BVB bestätigt worden. Der 26-jährige unterschreibt einen Vier-Jahres-Vertrag und soll etwa eine Million Euro kosten. Warum der Top-Torschütze von Energie Cottbus so günstig zu haben war, habe ich im letzten Beitrag bereits erklärt.

Schafft er den Übergang aus der Lausitz in den Pott? Zwei Sichtweisen oder Meinungen dazu sind wohl möglich: Wer es in Cottbus in der vergangenen Saison zu neun Toren bringt und bulgarischer Nationalspieler ist, muss etwas drauf haben. Oder Rangelov war der einzige Einäugige, der immer gesucht wurde und wird es bei einem etablierten Bundesliga-Team schwer haben, sich durchzusetzen.

Letztendlich trägt der BVB kein großes Risiko. Eine Million kann man für Rangelov ohne Zweifel bezahlen und Tore schießende Stürmer können wir immer gebrauchen. Vielleicht haben Michael Zorc und Jürgen Klopp ja mit dem dritten ‘echten’ Neuen einen Glücksgriff getan, vielleicht steht Rangelov kurz vor dem richtigen Durchbruch? Vielleicht bewahrheiten sich die üblichen Worte eines neuen Spielers:

Borussia Dortmund bietet mir die Möglichkeit, in meiner Karriere einen großen Schritt nach vorne zu machen. (…) Mein Wunsch ist es, viele Tore zu schießen. Und ich möchte mithelfen, dass dieser Verein vielleicht schon bald wieder europäisch spielt.

Die Wahrheit ist natürlich, dass wir nichts wissen. Und dass der Saisonauftakt mit Spielern, die man nicht so gut einschätzen kann, besonders spannend wird.

Montag ist Rangelov-Tag

14. Juni 2009 Nick Kommentieren

Am Montag läuft die Frist der Ausstiegsklausel ab, die der bulgarische Nationalspieler Dimitar Rangelov von Energie Cottbus für den nun eingetretenen Abstiegsfall in seinem Vertrag hatte. Bis Montag um Mitternacht kann der 26-jährige für eine festgeschriebene Ablösesumme von rund einer Million bis anderthalb Millionen Euro den Verein wechseln. Der heißeste Kandidat auf eine Verpflichtung soll der BVB sein, Konkurrenten sind angeblich Bochum und Hannover.

Dimitar Rangelov – ein Name, der bisher noch nicht gefallen war im Dortmunder Umfeld. Michael Zorc wollte das Interesse denn auch nicht offiziell bestätigen, wohl aber (natürlich) Rangelovs Berater Fali Ramadani:

Ich kann bestätigen, dass mein Klient Rangelov mit Borussia Dortmund verhandelt hat. Die Entscheidung, ob er dorthin wechselt, fällt spätestens am Montag.

Finanziell würde der Wechsel auf jeden Fall Sinn machen. Für die bisher favorisierte Sturm-Verstärkung Robert Lewandowski fordert Lech Posen fünf Millionen Ablöse, was nicht nur angesichts der noch ausbleibenden Abgänge von Federico, Rukavina und Brzenska schwer zu machen ist für den BVB.

Wie sieht es sportlich aus? Dimitar Rangelov gilt als laufstark, hat beim Absteiger in dieser Saison immerhin neun Treffer erzielt und in den blamablen Relegationsspielen gegen Nürnberg verletzt gefehlt. Sicher wird er für viele Schwarz-Gelbe kein Wunschspieler sein, aber wie alle Neuen kann er sich den Respekt durch Leistung und Einsatz erarbeiten. Für den Fall, dass Alex Frei in Dortmund bleibt, wäre unser Sturm dann gut aufgestellt – mehr ist im Moment nicht drin. Erfreulicherweise wird sich die Entscheidung in diesem Fall nicht ewig hinziehen, morgen wissen wir mehr!

Ruhe im Sturm

6. Juni 2009 Nick 5 Kommentare

Ein Tornado fegt durch die Bundesliga und schleudert wahllos Trainer an Orte, an denen man sie nie zu sehen glaubte. Der HSV, der auf dem BVB-Platz in der Europa League steht, holt sich als Nachfolger von Martin Jol für angeblich mehr als eine Million Euro Ablöse Bruno Labbadia aus Leverkusen, dem dort Defizite in der Spielerführung nachgesagt wurden und der in jedem Fall, wieso auch immer, nicht den Erfolg gebracht hat, der erwartet wurde. Nach Leverkusen geht dafür Fünf-Spiele-Trainer Jupp Heynckes, der sich in München als hipper, lockerer Fußball-Onkel neu positioniert hat.

Selten hat man solche Schnellschüsse erlebt (außer in Bielefeld) – was nicht heißen muss, dass beide Neuen scheitern werden, aber ob man da in den Führungsetagen genügend nachgedacht hat? Die Hamburger wollten wohl einen Fehler korrigieren und holen den Klopp für Zuspätgekommene. Und die Leverkusener, inklusive Rudi Völler, dachten anscheinend, alles was aus München kommt, ist gut. Mal sehen, ob das wenigstens mit Toni Kroos noch klappt.

Eine auf den ersten Blick überzeugendere Lösung hat Eintracht Frankfurt mit Michael Skibbe präsentiert. Der 43-jährige Ex-BVB- und zuletzt Galatasaray-Trainer ist zwar vom Typ her nicht gerade der Gegenentwurf zu Friedhelm Funkel, steht aber zumindest im Ruf, attraktiveren Fußball spielen zu lassen – ob sich das in Punkten auszahlt, weiß niemand.

Dass der Tornado auch durch Köln zieht, war vielleicht für Insider nicht so überraschend, für alle anderen aber schon. Dass es Christoph Daum noch mal nach Istanbul verschlägt, konnte man dann fast schon wieder erwarten. Auch in Köln soll nun nicht Mirko Slomka zum Zug kommen, dessen Ruf in Gelsenkirchen nachhaltig beschädigt wurde, sondern Jung-Trainer Zvonimir Soldo, der letztes Jahr für einige Monate bei Dinamo Zagreb das Sagen hatte – oder auch nicht, weshalb er dann zurücktrat.

Schon wieder einige Tage her ist die Präsentation von Michael Frontzeck als neuer Trainer in Mönchengladbach. Die Gladbacher holen sich also einen Ex-Spieler, der gerade nicht mit Bielefeld abgestiegen ist, sondern freundlicherweise einen Spieltag vor Schluss entlassen wurde und sich nun heimlich (oder offen) freuen kann. Sein letzter Verein ist in der zweiten Liga und er selbst arbeitet erstklassig. Nur folgerichtig, dass nun das Bielefelder Präsidium zurücktreten wird.

Und auch wenn es angesichts der ständigen Wiederholung wie ein meditatives Ritual klingen mag: Wie froh können wir beim BVB eigentlich sein, dass wir Jürgen Klopp haben und nicht in diesen Trainer-Tornado geraten sind!

Kategorien:Marktplatz, Zirkus

Notizen zu Funkel

21. Mai 2009 Nick Kommentieren

Friedhelm Funkel soll um die Auflösung seines Vertrags bei Eintracht Frankfurt zu Ende Juni gebeten haben. Oder es ist ihm aus Vereinskreisen nahegelegt worden. Wahrscheinlich wollte er sein Schicksal in die eigene Hand nehmen. Trotzdem ist der zweite Trainerwechsel in der Bundesliga so kurz vor Saisonschluss ungewöhnlich. Wobei es bei der SGE kein sofortiger Wechsel ist, sondern Funkel im letzten Saisonspiel noch ein letztes Mal auf der Bank sitzen wird.

Aus Frankfurter Sicht ist das nachvollziehbar, denn dieses letzte Spiel zuhause gegen den HSV ist FÜR FRANKFURT völlig bedeutungslos. Man kann Funkel somit einen hoffentlich würdigen Abschied bereiten, den er nach fünf Jahren ohne Zweifel verdient hat, wie die Besonnenen unter den Eintracht-Fans sagen. Viel mehr als erreicht wurde war nicht drin für die Frankfurter – auch wenn die Rückrunde nicht besonders schön gewesen sein kann.

Um jetzt noch schnell eine Prise Eigennutz zu verstreuen: Sollte es nicht so sein, dass die Spieler, die eine einwandfreie Moral haben, und die, die mit Funkel ohnehin klar kamen, am Samstag alle für einen würdigen Abschied arbeiten? Und wollen nicht alle, egal ob pro Funkel oder nicht, noch einmal die Chance nutzen, sich im Wettbewerb dem noch zu bestimmenden Nachfolger, den Vereinsverantwortlichen oder eventuell anderen Vereinen zu präsentieren? So gesehen doch kein so schlechtes Timing! ;-)

Kategorien:Das Orakel, Marktplatz

FC Magath 04

6. Mai 2009 Nick Kommentieren

Magath. Gelsenkirchen. Teuer. Tönnies’ letzter Schuss. Ansonsten war schon hier alles gesagt.

Kategorien:Marktplatz