Die Ausscheider

Joachim Löw und sein Team haben sich entschieden und gestern, nach dem Trainingslager auf Mallorca und dem mageren 2:2 gegen Weißrussland, Marco Marin, Jermaine Jones und Patrick Helmes mitgeteilt, dass sie doch nicht dabei sein werden im EM-Kader. Sicher hat jeder Fußball-Experte, und davon haben wir nun ja wieder fast 80 Millionen, seine eigenen Favoriten gehabt und die prominenteren Experten melden sich z.T. schon wieder mit Kritik zu Wort. Aber im Gegensatz zu der fragwürdigen Torwartentscheidung kann ich Löw diesmal folgen.

Zum einen hat in den letzten Tagen niemand einen so direkten Einblick gehabt wie die Trainer. Alles, was jetzt von Außenstehenden so kommentiert wird, beruht auf Spekulationen. Zum anderen scheint es verständliche Gründe für die Streichung dieser drei Spieler zu geben. Auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass es Marin trifft, aber Löw ist wohl zu der Ansicht gekommen, dass der junge, kleine Gladbacher körperlich noch nicht robust genug für ein großes Turnier ist – so klang das jedenfalls im Interview nach dem Spiel in Kaiserslautern durch. Auf Jones‘ Position im Mittelfeld ist die Mannschaft schon adäquat besetzt; Frings, Rolfes, Borowski und zur Not auch Hitzelsperger können zentral neben Ballack spielen (und überhaupt: ein Blau-Weißer weniger ;-) ). Im Sturm war klar, dass die Entscheidung zwischen Helmes und Neuville fällt – die Routine hat sich durchgesetzt. Man hätte aber genauso gut den Noch-Kölner mitnehmen können.

Interessanter als diese Entscheidung ist, ob sich die Abwehr inklusive Torwart am 8. Juni dann sicherer präsentieren wird als vorgestern. So ganz sicher bin ich mir da nicht (aber vielleicht muss ich das jetzt sagen als Dortmunder), und mir fällt es ohnehin schwer, die Leistungsstärke dieser deutschen Mannschaft einzuschätzen. Ein Spaziergang wird es sicher nicht. Aber wie auch in Sachen BVB gilt für mich erstmal: keine Wetten, keine Prognosen…

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Ein Kommentar zu „Die Ausscheider

  1. Das ganze erinnert mich doch stark an die Vorbereitungsphase zur WM im Jahre 2006. Eine Packung gegen Italien und die Euphoristen wurden realistischer. Ich traue der deutschen Mannschaft ein starkes Turnier zu, aber wie du schon sagtest: Es fällt schwer die leistungsstärke der Mannschaft einzuschätzen. Nicht zuletzt sollte nicht vergessen werden, dass KO-Spiele auch immer einen nicht unerheblichen Glücksfaktor mit sich bringen. Und wenn es der Rasen rutschige Rasen ist, auf dem der entscheidende Elfmeter nicht gelingt…

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