Der Rauswurf

Die Nationalmannschaft. Bekanntlich normalerweise kein Thema, das mir sonderlich unter den Nägeln brennt. Aber da von den Schwarz-Gelben außer zwei ordentlichen Testspiel-Leistungen (25:0 beim Kreisligisten Herdecke-Ende, 3:3 bei Austria Wien) dank der Länderspielpause nicht viel zu berichten ist, schauen wir doch mal, was in Dortmund dieses Wochenende sonst so passiert ist.

Kevin Kuranyi scheint die furiose Dortmunder Aufholjagd neulich im Derby immer noch nicht verkraftet zu haben, denn er hielt es gestern nur eine Halbzeit lang im Westfalenstadion aus. Auf der Tribüne, wohlgemerkt. Dann fuhr er nach Hause und ließ später seine persönlichen Sachen durch zwei Bekannte aus dem Mannschaftshotel holen. Die Nationalelf gewann zuvor ohne ihn 2:1 gegen Russland – vermisst wurde Kuranyi zumindest auf dem Spielfeld nicht. Joachim Löw gefiel das unangemeldete Verschwinden erwartungsgemäß nicht so gut. Und nachdem der Gelsenkirchener heute Morgen auch telefonisch für den DFB nicht erreichbar war, zog der Bundestrainer die Konsequenz, Kuranyi künftig nicht mehr zu nominieren.

Ob das das letzte Wort ist? Darauf wetten würde ich nicht. Vielleicht war ja nur Kevins Akku leer. Und überhaupt müssten dann schon wieder neue Nutella-Spots gedreht werden. Jedenfalls ist von der Gute Laune-Truppe, die die Nationalmannschaft bei der WM 2006 zumindest nach außen hin war, nicht mehr viel geblieben. Ballack, Bierhoff und Frings sorgten zuletzt für weitere Misstöne. Der Unterschied bei KK: Denken gehört nicht unbedingt zu seinen Stärken. Auch nicht Nachdenken.

2 Kommentare zu „Der Rauswurf

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