BL 11.Spieltag / BVB 1-1 VFL Bochum

Dortmund wie Sisyphos.

Aufstellung: Weidenfeller – Lee, Hummels (46. Kovac), Subotic, Owomoyela – Kringe, Kehl, Tinga – Zidan, Frei (70. Valdez), Kuba (81. Klimowicz).

Da braucht man ’nur‘ einen Heimsieg gegen Bochum, um mal wieder Platz 5 zu erklimmen. Statt dessen gibts das dritte Unentschieden im Westfalenstadion in Folge. Gegen Hannover, Hertha und jetzt den kleinen Nachbarn. Dank der Klatsche, die die Berliner gestern in Bremen erlitten haben, reichts zumindest für Platz 6.

Das Rezept, wie man als Gast in Dortmund auftreten muss, scheint klar: Hinten massiert stehen und auf Konter hoffen. Oder eben Standards. Die Schwarz-Gelben sind ja auch nicht die Einzigen, die mit so einer Spielweise Probleme haben. Erschwerend kam hinzu, dass Jürgen Klopp aufgrund des Ausfalls von Tamas Hajnal wieder vom 4-4-2 mit Raute abrücken musste und ein System spielen ließ, das man wahlweise als 4-3-3 oder 4-3-2-1 interpretieren kann. Für letzteres spricht, dass der weitgehend enttäuschende Alex Frei meistens in der Luft hing. Die Schnittstelle zwischen Mittelfeld und Angriff fehlte erkennbar.

So entwickelte sich eine erste Hälfte, in der der BVB zwar feldüberlegen war, aber fast keine Torchancen hatte. Die Bochumer standen gut und das Passspiel der Schwarz-Gelben war schlecht. Und die Gäste nutzten eine Ecke zum Führungstor. Hummels köpfte den Ball eigentlich weit genug aus der Gefahrenzone; dumm nur, dass Roman Weidenfeller ihn sonst vermutlich gefangen hätte. Dumm auch, dass Bochums Kapitän Zdebel den Ball optimal trifft und der Dortmunder Keeper noch nicht wieder optimal steht, zudem durch die unübersichtliche Situation etwas irritiert wird. Fehlende Spitzenklasse bei unserer momentanen Nummer 1 oder einfach nur dumm gelaufen – urteilen Sie selbst! Manchmal schien jedenfalls schon ein Unsichtbarer (wenn auch nicht unbekannter) Dritter Torwart auf der Bank zu sitzen – so schnell, wie Weidenfeller manchmal das Spiel mit seinen Abwürfen zu machen versuchte.

Kurz vor der Pause dann doch noch der Ausgleich. Ich wage es kaum in den Mund zu nehmen, aber das war ja schon fast hoffenheimesk. Ein perfekter langer Pass in die Spitze vom sehr soliden Subotic, Zidan macht im Abschluss alles richtig, Torwart Fernandes hat keine Chance, da der Ball noch tückisch aufsetzt. Der Ägypter scheint rechtzeitig zum Hamburg-Spiel in Form zu kommen! Leider blieb dieser Spielzug der einzige, der an die Mannschaft der Stunde erinnerte (ja, ich kanns auch nicht mehr hören…). Natürlich glaubt man nach diesem Tor zu diesem Zeitpunkt noch an einen positiven Ausgang, aber auch wenn die zweite Hälfte der Schwarz-Gelben besser war, blieb zuviel im Ansatz stecken.

Zum Beispiel das Flügelspiel. Der aufgrund der Skandierbarkeit seines Namens neue Publikumsliebling Leeeee und auf der anderen Seite Owomoyela hängten sich zwar rein und vor allem der Koreaner hatte auch viele Ballkontakte, aber Flanken kamen selten und unpräzise. Das Mittelfeldspiel war im zweiten Durchgang zwar phasenweise deutlich besser, aber der BVB kam trotzdem zu selten zum Abschluss. Vielleicht zu spät kam Valdez für Frei. Aber alles wäre gut ausgegangen, wenn in der 81.Minute Kehl frei im Strafraum den Ball nicht knapp übers Tor lupft, sondern einfach links oder rechts in die Ecke knallt – das Zuspiel kam wieder von Subotic. In einem ‚Schweinespiel‘ wie heute war das die eine 100%ige, die man nutzen muss (ansonsten wirkte Kehl aber erfreulich präsent). Die Bochumer hatten erst in der Schlussphase noch ein, zwei Gelegenheiten, machten aber trotzdem einen besseren Eindruck als zuletzt die Berliner – ganz unverdient war ihr Punkt nicht.

Für die Schwarz-Gelben ist das Ergebnis unbefriedigend für ein Heimspiel, aber momentan gibt es in der Liga einige Mannschaften, die Probleme mit dem angeblichen Heimvorteil haben. Allerdings nicht der HSV, der nächsten Samstag wartet. Eine vergebene Chance war das heute, aber die Platzierung stimmt noch!

2 Kommentare zu „BL 11.Spieltag / BVB 1-1 VFL Bochum

  1. Och, du wars das. Dann hätte ich mir ja meine Siegeszigarette 10 Minuten vor Schluss (bin übrigens beinahe Nichtraucher) sparen können… 😉

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