BL 18.Spieltag / BVB 1 Bayer Leverkusen 1

With a little bit of luck.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Lee, Subotic, Santana, Owomoyela – Tinga – Kringe, Boateng – Sahin (71. Öztekin) – Frei, Zidan (71. Valdez).

Es war heute wieder exemplarisch. Gegen richtig spielstarke Mannschaften können die Schwarz-Gelben nicht mithalten, jedenfalls nicht ohne die beiden Kreativspieler Hajnal und Kuba im Mittelfeld. In der ersten Hälfte wurde das prächtig kompensiert durch eine einwandfreie, zeitweise begeisternde kämpferische und läuferische Leistung. Nach gut zehn Minuten war der BVB im Spiel und schaffte es über weite Strecken, die Gäste am selbigen zu hindern. In der ersten Hälfte zeigte auch Kevin Boateng wieder eine sehr ansprechende Leistung, ließ aber in der zweiten, wie gegen Bremen, nach – vielleicht noch aus konditionellen Gründen. Die besseren Anlagen der Leverkusener waren zwar immer sichtbar, aber zur Pause konnte man noch zuversichtlich und fast ein wenig stolz sein.

Den Dortmunder Auftritt verkörperte Patrick Owomoyela. Nach überstandenem grippalen Infekt o.ä. war er wieder in die Startelf gerückt. Nach wenigen Minuten eröffnete sein Fehlpass den Gästen die erste Chance durch Helmes. Aber sein Engagement war vorbildlich. Exemplarisch war hier der Führungstreffer: Owo setzt gegen Sinkiewicz nach, deshalb prallt dessen Schuss vom Dortmunder in die Mitte zu Alex Frei, der nur noch einköpfen muss. Das Glück des Tüchtigen eben. In Hälfte 2 lässt sich Patrick dann vor dem Ausgleich durch Helmes von Barnetta auf links klassisch ausspielen, rettet jedoch später auf der Linie dem BVB den einen Punkt. Obwohl die Leverkusener in der letzten halben Stunde noch genügend andere Möglichkeiten hatten.

Die Erklärung, warum wir diesen Sturmlauf der Gäste zulassen mussten, könnte sein, dass die Mannschaft zuvor sehr großen Aufwand betrieben hatte und betreiben musste, um so etwas zu einem früheren Zeitpunkt zu unterbinden. Gegen Ende hing der Sturm in der Luft und die Abwehr tat ihr Möglichstes – das Problem lag daran, dass sich das Mittelfeld quasi auflöste, denn Kringe, Tinga und Sahin sind halt nicht die Spieler, die dort ein Spiel an sich reißen und lenken können; gegen einen immer spielstärkeren Gegner beschränkten sie sich immer mehr auf die Defensive.

Nicht unerwähnt bleiben sollen zwei Szenen aus der ersten Hälfte, die zum Thema für den ‚Pfiff des Tages‘ im Sportstudio werden könnten: Bei einem Solo von Frei wird dieser außerhalb des Strafraums von Torwart Rene Adler von den Beinen geholt – es gibt kein Gelb (letzter Mann war Adler wohl nicht). Später geht der schon mit Gelb verwarnte Arturo Vidal übel mit gestreckten Beinen in einen Zweikampf gegen Tinga – bleibt aber auf dem Feld. Es hätte also anders kommen können. Aber man hätte heute auch im Lotto gewinnen können, wenn man gespielt hätte…

Unterm Strich heißt das: Der BVB wird gerade in den nächsten Wochen am Limit spielen müssen, um zu punkten. Tamas Hajnal wird in München nach seiner Sperre wieder dabei sein. Für Mats Hummels könnte es bei seinem noch eigentlichen oder bald wieder richtigen Arbeitgeber eventuell auch reichen. Jedoch war sein Vertreter Felipe Santana gerade in der ersten Halbzeit mit der beste Spieler auf dem Platz und irgendwie wäre es schade, wenn er schon wieder auf die Bank müsste.

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