Das Spiel danach

Hannover ist das Spiel nach dem Ende der Hoffnungen. Genau zu definieren ist so ein Zeitpunkt einer Saison natürlich erst, wenn es rechnerisch keine Möglichkeit mehr gibt, die gesteckten Ziele zu erreichen. Aber nach der Niederlage letzten Samstag gegen einen direkten Konkurrenten um den Anschluss an die internationalen Plätze werden die Meisten begriffen haben, dass das nichts mehr wird mit dem Europapokal oder wie das zukünftig heißt. Neun Punkte auf Platz 5, sechs auf Platz 6 – wer wirklich an die Rechenspiele um Platz 7 und 8 glaubt (dazu müssten Bayern und/oder HSV ihre europäischen Wettbewerbe gewinnen und gleichzeitig 4. oder 5. in der Liga werden), hat wahrscheinlich zu viele unrealistische Fußball Manager-Spiele gespielt. Ich selber habe von Anfang an nicht an den UEFA Cup geglaubt, aber man wird ja vom Fußball so oft eines Besseren belehrt, dass man sich – zum Glück – nie sicher sein kann.

Muss man die Saison jetzt abhaken? Nein, natürlich nicht; wäre zum einen gefährlich, zum anderen bringt jeder Platz weiter oben Geld in die nicht gerade üppig gefüllte Vereinskasse. Und vor allem bringt jedes Pflichtspiel von neuem den Wunsch zu gewinnen – ich kann da tatsächlich ‚von Spiel zu Spiel denken‘! ;-)

Unsere Gastgeber haben zuletzt in München ihre desaströse Auswärtsform mit einem Punkt aus elf Partien eindrucksvoll bestätigt. Nur dumm, dass sie jetzt ein Heimspiel haben – aus Partien in der Wie auch immer-Arena stammen die restlichen 23 Punkte. Ob aber auch nach der 1:5-Pleite wieder eine „furiose Leistung“ folgt? Trotz schwachem Rückrundenstart muss der BVB angesichts von lediglich vier Saisonniederlagen sicher keine Angst vor dem Trip haben.

Nach dem Ausfall von Boateng könnte in einer Parallele zu Dede die direkte Rückkehr von Kuba in die Startelf, also ohne vorherigen Joker-Einsatz, eine Option für Jürgen Klopp sein – gerade angesichts des in Stuttgart nach vorne harmlosen Mittelfelds. Die Abwehrreihe dürfte unverändert bleiben; außen haben Dede und Lee ihre Sache ordentlich gemacht, innen fehlen die Alternativen. Im Sturm liegt in meinen Augen ein Wechsel von Zidan zu Frei auf der Hand – es sei denn, Kuba kommt ganz vorne zum Einsatz.

Bei Hannover fehlen schon seit längerem bekannte Namen wie Vinicius und Yankov; von der aktuellen Stammformation sind jedoch nur die Außenverteidiger Tarnat und Cherundolo sowie Ex-Bayern-Bankdrücker Schlaudraff fraglich, womöglich können auch alle drei spielen. Ich werde jedenfalls am Samstag zum ersten Mal in Hannover sein, einer Stadt, mit der ich eigentlich nur die „Expo“ verbinde – hoffentlich zukünftig auch Kubas Rückkehr plus drei Punkte…

Advertisements

2 Kommentare

  1. „Hannover ist das Spiel nach dem Ende der Hoffnungen.“

    Ich gestehe, dass ich bis gestern so gegen 17.05 Uhr noch relativ viele Hoffnungen hatte. Gegen 17.30 Uhr hab ich dann meinen Vater gefragt, ob er nicht meine Karte für das Spiel gegen Bremen haben will.

    Diese saublöden Drecksäcke! Excuse my French.

    Gefällt mir

  2. Jawoll! Dass die mir diesen Ausflug noch versaut haben… Nach dem Frei-Tor, also dem 4:2, war es ein perfekter Nachmittag. Der Rest – einfach Dummheit und zwar mehr als ich mir bisher vorstellen konnte.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s