Königsblau orientiert sich an Schwarz-Gelb

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Die Nachbarn aus Gelsenkirchen stehen inzwischen nur noch ein Tor näher am Europapokal als der BVB. Realistisch gesehen geht es in dieser Saison nur noch um die Ruhrpott-Meisterschaft. Grund genug für die vielen Vereinsoberen der Blau-Weißen, nun einen neuen Kurs einzuschlagen, der in mehrerlei Hinsicht an das erinnert, was zur Zeit in Dortmund gemacht wird. Präsident Schnusenberg:

Wir sind in allen Wettbewerben gescheitert. Daher werden wir mit einer jungen, hungrigen Mannschaft in die Zukunft gehen.

Zugegeben, die Idee hatten die Dortmunder nicht exklusiv, sie funktioniert aber halbwegs und soll bei uns auch weiterverfolgt werden, wie die Verpflichtungen von Großkreutz (jung) und Feulner (hungrig) zur nächsten Saison andeuten. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen in Gelsenkirchen werden zukünftig den unseren halbwegs gleichen: Während der BVB mit knapp 30 Millionen € Gehaltsbudget für die Mannschaft plant, soll das der Schalker von 55 auf 35 Millionen zurückgefahren werden.

Die dritte Parallele könnte ein weiterer ZDF-Experte sein. Mit Oliver Kahn würde ein junger, dynamisch wirkender Typ eine Führungsposition bei den Blau-Weißen einnehmen. Der dann dort neben einer Mannschaft mit stark reduziertem Star-Anteil herausragen würde. Hier sind allerdings auch Unterschiede zu unserem Herrn Klopp unübersehbar: Kahn hätte keinerlei aktive Erfahrung auf seinem Posten und seine Beliebtheit wäre zumindest anfangs eher George W. als Barack.

Ob dieser Megadeal klappt oder nicht: Große Ziele wie Meisterschaft und Champions League werden nun erstmal vertagt in Gelsenkirchen. Auf dem Konzeptpapier hört sich das alles vernünftig an, was Schnusenberg da gestern verkündete. Ob das nach all dem Getöse und mit den ganzen alten und neuen Playern überhaupt umsetzbar ist, können wir uns in aller Ruhe anschauen – was bin ich trotz hin und wieder angebrachter Kritik froh über Leute wie Watzke, Rauball, Zorc und Kloppo sowieso.

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5 Gedanken zu “Königsblau orientiert sich an Schwarz-Gelb

  1. Kahn in sportlicher Führungsposition. Egal ob auf oder abseits des Felds. Wenn es darauf ankäme, ließe ihn der DFB angesichts seiner überragenden Verdienste um den deutschen Fußball sicher auch eine achtjährige Trainerausbildung am Montag Vormittag machen.
    Kahn als Medienstar. Wenn es in der Mannschaft kaum noch welche gibt. Kann er (inzwischen) gut ab. Demnach auch der ‚Blitzableiter‘, der ’starke Mann‘, der ‚junge Hoffnungsträger’…

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  2. Dass jemand froh ist, den Zorc an der Backe zu haben, hat man wirklich lange nicht mehr gelesen. Mich wundert sowieso, dass beim BVB sich alle so schön lieb haben. Die Saison ist ja nun wirklich alles andere als prächtig verlaufen…

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  3. Da freut sich aber jemand auf das nächste Ligaspiel oder? Dabei solltest du lieber die Länderspiel-Pause genießen, das bedeutet ja noch neun Tage Tabellenführung! ;-)

    Mit dem Michael Zorc sind wir inzwischen ganz zufrieden, der hat zuletzt vernünftige Leute geholt und kommt aus dem Verein – was will man mehr? Und die Saison verläuft im Rahmen dessen, was nach Platz 13 im letzten Jahr zu erwarten war – das sehen die in Dortmund so und das habe ich so ähnlich vorhergesehen. Im übrigen haben wir jetzt viele der schweren Brocken hinter uns…

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