BL 29.Spieltag / BVB 2 Hamburger SV 0

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Nächster Sieg für die Stadt des Fußballs.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Dede, Santana, Subotic, Owomoyela – Kehl – Sahin, Kuba (66. Tinga) – Hajnal (68. Boateng) – Frei, Valdez (78. Zidan)

Drei Punkte also auch gegen den HSV, dem im Endspurt die Luft auszugehen scheint. Inzwischen sind es schon 49, allerdings ist der Abstand auf Platz 5 wieder nicht kleiner geworden, dafür der auf Platz 3 ;-) . Aber wer meine Beiträge hier regelmäßig verfolgt, wird wissen, dass ich aber so gar nicht nach da oben schaue. Nein, einmal mehr können wir uns einfach über einen schönen Auftritt bei offensichtlich blendender Stimmung im Westfalenstadion freuen.

Auch gestern war ich wieder überrascht von der HSV-Aufstellung. Am Mittwoch im Pokal hatte Trochowski zunächst auf der Bank gesessen – gestern ließ Martin Jol den zukünftigen Bayern Olic in der ersten Halbzeit draußen, wegen angeblicher Müdigkeit. Eine Rotationsmaßnahme, die angesichts des verletzungsbedingten Fehlens von Petric ungewöhnlich erschien; so spielte Guerrero nominell erstmal einzige Spitze. Sinn zu machen schien diese Aufstellung nur in den ersten Minuten, als sich der BVB wie schon gegen Köln schwer tat. Das schnelle Führungstor, auf das die Gäste sicher aus gewesen waren, fiel jedoch, auch dank der schwarz-gelben Abwehr, nicht. Und was in diesen Wochen das Schöne am BVB ist: Früher oder später kämpfen die Jungs sich rein und zeigen dann einen beeindruckenden Spielfluss.

Es baute sich so langsam auf. Erst ein Abseitstor von Valdez, dann ein Distanzschuss von Subotic an die Latte, ein Seitfallzieher knapp neben das Tor wieder von Nelson, und als sich die Schwarz-Gelben so richtig warmgeschossen und eingespielt hatten, fiel dann auch der Treffer. Wieder mal eine hervorragende Vorarbeit von Nuri Sahin, der irgendwie die Erfolgsserie des BVB verkörpert – nicht als Einziger, aber als der, der den größten Schritt gemacht hat. Nuri also mit einem hohen Ball auf den freien Sebastian Kehl, die Abwehr nicht im Bilde, und der Kapitän schiebt den Ball Torwart Rost präzise durch die Beine. Einfach schöne Spielkultur, was da vor allem in der ersten Hälfte zu sehen war. Das beruht natürlich nicht nur auf Technik, wir haben ja keinen Ribery (zum Glück, sollte ich hinzufügen), sondern mindestens genauso auf Engagement.

Spielkulturell war die zweite Halbzeit nicht ganz so ansehnlich, aber dafür zeigte sich erneut die wiedergewonnene Konstanz der schwarz-gelben Defensive. Das Mittelfeld war zwar zeitweise zu weit weg vom Gegner, aber hinten ließen Dede, Santana, Subotic und Owo wenig zu. Zwei, drei brenzlige Szenen gab es natürlich schon. Nach einem falsch getimeten Herauslaufen von Weidenfeller war das Tor gefährlich leer, aber Olics Schuss wurde vom Hamburger Streit und vom Dortmunder Santana irgendwie an die Latte abgefälscht. Der BVB kam, ob Zufall oder nicht, wieder besser ins Spiel, als Tinga für den einzigen enttäuschenden Schwarz-Gelben, Kuba, ins Spiel kam (das is besser als Delling oder – war keine Absicht). Der Brasilianer legte gleich voller Engagement los, wie man ihn kennt, aber vergab zweimal aus aussichtsreichster Position, weil er schlecht passte anstatt gut zu schießen.

Was ist schöner, als in der 90.Minute den Entscheidungstreffer zu erzielen? Ein erneut schöner Nachmittag wurde durch ein weiteres Elfmetertor von Alex Frei gekrönt. Dass der berechtigt war, werden in ein, zwei Tagen auch die meisten Hamburger anerkennen, die nach dem Elfmeter- sowie dem Schlusspfiff unnötigerweise beim jungen Schiedsrichter Kempter protestierten – man hatte das Gefühl, dass da das Alter wirklich immer noch eine Rolle spielt. In der umstrittenen Szene wurde Boateng von Gravgaard zu Fall gebracht, in dem der ihm quasi gegen das Bein rannte – eigentlich gabs da nichts zu streiten. Ansonsten ließ Kempter relativ viel laufen – ist mir durchaus recht, wenns gleichmäßig konsequent gehandhabt wird.

Ja, es kann so weitergehen für den BVB! Besonders überzeugten gestern Kehl, Frei, Sahin sowie über weite Strecken die komplette Defensive. Aber die Südtribüne wusste auch, bei wem wir uns besonders bedanken müssen: Nach Schlusspfiff wurde Jürgen Klopp noch mal für Extra-Ovationen nach draußen zitiert. Ist das schon der Gipfel? Wir werden sehen. Nächste Woche in Frankfurt könnte mit dem sechsten Sieg in Folge schon der Vereinsrekord eingestellt werden.

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2 Gedanken zu “BL 29.Spieltag / BVB 2 Hamburger SV 0

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