Was zu erwarten war

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(Updated) Zu erwarten war, dass Mitte Juli die Transferspekulationen rund um den BVB noch nicht endgültig beendet sind. Und zu erwarten war auch, dass die neuen Gerüchte Alex Frei betreffen würden. Den Spieler, der in Dortmund wegen seiner Torquote sehr geschätzt wird, bei dem man aber nicht weiß, wie sehr er Dortmund schätzt. Und wie sehr der BVB-Trainer ihn schätzt. Der Schweizer, der kürzlich seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, steht nur noch ein Jahr unter Vertrag, und weder der Verein noch der Spieler haben es mit einer Verlängerung eilig.

Man kann über die Situation natürlich mutmaßen: Der Verein lässt sich Zeit, weil Alex Frei kein besonderes Interesse an einer Vertragsverlängerung hat und lieber nächstes Jahr ablösefrei wechseln möchte – oder noch mal richtig viel verdienen. Deswegen könnte dem Verein daran gelegen sein, Frei ziehen zu lassen, um an ihm noch etwas zu verdienen.

Jedenfalls überraschen die Gerüchte, die heute aufgekommen sind, wohl keinen BVB-Fan. Der FC Basel hat Interesse an einer Verpflichtung von Frei – so viel scheint festzustehen. Die Angaben über den Stand der Verhandlungen schwanken zwischen „lockere Anfrage“ und „Meinungsaustausch“ (Michael Zorc) sowie „konkreten Verhandlungen“ (FCB-Vizepräsident Heusler). Der Informationspolitik beider Seiten kann man sicher nicht uneingeschränkt vertrauen. Der „Kicker“ schätzt eine mögliche Ablösesumme auf 3-4 Millionen Euro, was die Basler erstmal stemmen müssen. Für den BVB wiederum wäre mit dieser Summe ein gleichwertiger Ersatz schwer zu finden.

Mich bringt das zu dem Urteil, dass man Frei nur ‚im Notfall‘ verkaufen sollte. Dann wenn sicher ist, dass er im nächsten Jahr ohnehin geht. Man kann da wohl nur auf Gesprächsbereitschaft und Offenheit hoffen.

UPDATE: Die „Ruhr Nachrichten“ melden nun, dass ein Wechsel von Frei sehr wahrscheinlich ist. Er selber scheint dazu entschlossen zu sein. Das wäre ein herber Verlust, obwohl sich die nun kolportierte Ablöse von 4-5 Millionen Euro ein wenig besser anhört als 3-4 Millionen. Mit irgendwas muss man sich ja trösten. Immerhin könnte eine solche Einnahme es dem BVB ermöglichen, sich wieder um den jungen polnischen Stürmer Robert Lewandowski zu bemühen – legen die RN nahe.

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4 Gedanken zu “Was zu erwarten war

  1. TheBigEasy

    Tja, was dem einen sein Franzose, ist dem anderen sein Schweizer. Irgendwie sollte man die DFL, UEFA oder wer auch immer sonst dafür zuständig sein mag, mal dazu bringen, die Transferperiode im Sommer zu verkürzen. Langsam nervt es nämlich.

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  2. Stimmt, das wäre eine Überlegung wert. Eine Zeit lang ist es spannend, aber irgendwann reicht es auch mal. Sinnvoll wäre, wenn Anfang August bei Saisonbeginn die Aktivitäten beendet wären.

    Ich frage mich allerdings, ob solch eine Einschränkung nicht mit EU- oder anderen Gesetzen kollidieren würde.

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  3. Ohja, eine Verkürzung der Transferphase auf einen bis eineinhalb Monate würde ich auch sehr begrüßen. Dann würde es schneller mal um Fakten gehen und man müsste nicht andauernd nur Nebelgestochere, Kaffeesatzleserei und Kremlastrologie in Zeitungen und auf Internetseiten ertragen.

    Lewandowski würde ich übrigens auch sehr gerne bei uns sehen…

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  4. Eigentlich hättet ihr jetzt doch das Geld für andere Kaliber (wenn sie denn nach Stuttgart kommen wollen). Allerdings soll zumindest der BVB nicht mehr an Lewandowski interessiert sein, schreibt der „Kicker“ (siehe mein Beitrag zum Frei-Wechsel).

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