Der Adler ist gelandet

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Etwas mehr als eine Woche wurde spekuliert, wer nach dem Abgang von Alex Frei der neue Topstürmer beim BVB werden würde. Kurz vor meiner Rückkehr aus einem kurzen, aber schönen Griechenland-Urlaub stand es dann fest: Der argentinische ‚Welttorjäger‘ Lucas Ramon Barrios vom chilenischen Top-Klub CSD Colo-Colo wechselt für eine Summe zwischen 4,2 und 4,5 Millionen Euro nach Dortmund. Angeblich soll er weniger als Frei verdienen, so dass unter dem Strich rein finanziell ein Plus für den BVB bleibt.

Gerüchten zufolge sollen beide Serie A-Vereine aus Rom Interesse an Barrios gehabt haben; gesichert ist das Interesse von Hertha BSC, bis feststand, dass der Transfer ihre finanziellen Möglichkeiten überstieg. Meine erste Reaktion auf die Meldung, als ich davon noch am Flughafen in der Zeitung las, war: Geil, hey! Wieder ein Transfer, der absolut Sinn zu machen scheint, auch finanziell, und der von Ausdauer und guter Arbeit von Michael Zorc zeugt. Natürlich hat sich der Verein schon länger mit einem möglichen Wechsel von Alex Frei beschäftigt – und nun mit dem 24-jährigen Barrios anscheinend einen richtig guten Ersatz geholt.

Natürlich, wie bei vielen neu aus Südamerika verpflichteten Spielern muss man mit einer Eingewöhnungsphase und eventuell mit Schwierigkeiten rechnen. Andererseits sind die Referenzen von Barrios (49 Tore in 53 Spielen für Colo Colo) beeindruckend und er kommt mitten aus der Saison. Er wird nicht jedes Spiel machen können, aber sicher bald oder gleich seine Chance bekommen. Und Erfolg erleichtert die Eingewöhnung – einfach, aber wahr. Barrios behauptet nicht, viel über Deutschland oder gar Dortmund zu wissen; von den Erfolgen des BVB in den 90ern hat er jedoch scheinbar schon gehört.

In diesem Transfer steckt ein gewisses Risiko, aber auch viel Fantasie, und man hat das Gefühl, dass Zorc und Klopp mit scharfen Augen das Bestmögliche gemacht haben. Einen sicheren Hit kann man bei den schwarz-gelben Finanzen sowieso nicht landen.

Ob Lucas Barrios im Pokal am Samstag in Weiden schon dabei sein wird, werden wir sehen. Negative Nachrichten gab es heute von Sebastian Kehl. Der Kapitän leidet an einem Muskelfaserriss und wird mindestens für dieses Wochenende ausfallen. Ärgerlicher wäre sicher sein Ausfallen gegen Köln zum Liga-Auftakt, was durchaus nicht auszuschließen ist.

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