BL 4.Spieltag / Eintracht Frankfurt 1 BVB 1

Zufrieden sein müssen.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Dede, Santana, Subotic, Owomoyela – Hummels – Sahin, Kuba (72. Großkreutz) – Hajnal (82. Feulner) – Zidan, Valdez (78. Barrios). Tor: Zidan.

Der BVB ist noch nicht da, wo er sein will, wo wir vielleicht zu hoffen gewagt hatten. Fünf Punkte aus vier Spielen ist ausbaufähig, Mittelfeld, und mit Blick auf das Ende des Spiels heute müssen wir von einem beinahe glücklichen Punkt reden, auch wenn die Eintracht die Borussia in der Schlussphase nicht derart dominierte, wie es später in der „Sportschau“ dargestellt wurde.

Woran liegt es? Heute jedenfalls nicht daran, dass die Schwarz-Gelben nicht ins Spiel gekommen wären. Man merkte deutlich, dass Jürgen Klopp genau das angesprochen haben muss. Die Spieler waren von Beginn an wach und aggressiv, allerdings die von beiden Mannschaften. Es war deshalb ein munteres Spiel in der ersten Hälfte. Was beim BVB nicht stimmte, war zunächst mal die Chancenverwertung. Mohamed Zidan hatte zwei dicke Möglichkeiten zum frühen Führungstreffer, der zu einem anderen Spielverlauf hätte führen können. Als er in der zweiten Häfte wirklich traf, hielt die Führung allerdings nur wenige Minuten.

Ansonsten gab es schlicht und einfach zu viele Unzulänglichkeiten im Dortmunder Spiel. Ungenauigkeiten bei Pässen und eine Abwehrreihe, die noch nicht den Standard von letzter Saison erreicht hat. Sowohl Subotic als auch Santana leisteten sich Schnitzer – Subotic am deutlichsten, als er einen Ball nicht richtig klären konnte und Amanatidis mit einem platzierten Schuss das 1:1 erzielte. Trotzdem gefiel die Innenverteidigung immer noch besser als die Kollegen auf den Außenbahnen. Dass Owomoyela das Hamburg-Spiel nicht gut bekommen ist, wird immer wieder deutlich. Er zeigt weiterhin Schwächen im Stellungsspiel und im Spielaufbau. Bei Dede sieht es momentan auch nicht berauschend aus. Wenig Offensivgeist, wenig Flanken, wenig Präzision.

Besser gefiel mir heute Kuba, der immer wieder für Owomoyela hinten aushalf und engagierter als in den letzten Spielen wirkte – fürs Offensivspiel kam trotzdem nicht so viel rüber. Die Frankfurter waren allerdings auch eine Klasse besser als das Team, das uns da letzte Saison gegenüberstand. Zeitweise lief es bei denen recht flüssig; trotzdem hat Jürgen Klopp Recht, wenn er davon spricht, dass man mit einer normalen Leistung hätte gewinnen können. Nur was ist jetzt normal – die Leistung der späten Rückrunde oder die aus den ersten Spielen dieser Saison?

Er war ein wenig glücklich heute, der Punkt. Da war das Eintracht-Tor, das nicht gegeben wurde, das war eher gleiche Höhe als Abseits. Das Foul von Santana im Strafraum war auch eher Elfmeter, aber diese Szenen waren nicht so eindeutig wie die Chance, die die Gastgeber kurz vor Schluss vergaben: Meier köpfte freistehend gegen die Latte. Zuvor waren übrigens die Auswechslungen bei Schwarz-Gelb wirkungslos verpufft. Feulner gab sich bei seinem ersten Neun-Minuten-Einsatz redlich Mühe, aber den ‚Standard-Wechsel‘ Großkreutz für Kuba hätte ich heute nicht gemacht (es sei denn, Kuba musste aus körperlichen Gründen raus).

So muss man mit dem Punkt irgendwie zufrieden sein, aber kann es mit der Spielweise nicht. Besserung würde man sich von Kehl versprechen, aber der traurige Käptn kämpft immer noch mit den Nachwirkungen seiner Verletzung. Gegen Bayern könnte die Mannschaft alles wieder gutmachen – dafür spricht heute Abend nicht so viel, aber wie oft wird man im Fußball in seinen Erwartungen getäuscht?

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