DFB-Pokal 2.Runde / Karlsruher SC 0 BVB 3

Standard

Die Rückkehr des Welttorjägers.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Santana (63. Großkreutz), Subotic, Owomoyela – Hummels – Sahin, Tinga – Hajnal (81. Feulner) – Barrios, Zidan (71. Valdez). Tore: Zidan, Barrios (2).

Mit einer ordentlichen Offensivleistung bezwingt der BVB den aufstrebenden Zweitligisten letztlich ungefährdet. Schön, so was mal wieder schreiben zu können. Jürgen Klopp musste heute auf die verletzten bzw. erkrankten Dede und Bender verzichten und reagierte erwartungsgemäß mit der Hereinnahme von Schmelzer und der Versetzung von Hummels ins Mittelfeld.

Es kann in so einem Spiel nicht schaden, in der 2.  Minute in Führung zu gehen. Wieder einmal Nuri Sahin mit einer entscheidenden Vorarbeit und Mohamed Zidan mit dem coolen Abschluss, bei dem er zunächst Torwart Miller aussteigen lässt. Schade nur, dass Zidan den positiven Eindruck später trübte, als er wieder mal egoistisch abschloss und über das Tor schoss, anstatt querzulegen.

Recht schnell erkannte man in diesem Spiel einige Konstanten: Die BVB-Offensive wirkte gegen den Zweitligisten, der vor der Saison vor allem defensiv einen Aderlass zu verkraften hatte, viel agiler und präsenter als zuletzt. Die gesamte Viererkette schien dagegen nicht sattelfester als in den letzten Partien, vor allem Santana und Owomoyela suchen weiter nach der Form der letzten Spielzeit. Nur war der KSC kein Gegner, der das auszunutzen verstand. Teilweise kombinierten sie gefällig, aber der Abschluss blieb zum Glück meistens harmlos.

Das war bei den Schwarz-Gelben heute anders. Über den verbesserten Tamas Hajnal und den sich schön durchsetzenden Hummels erhielt in der 22. Minute das Beinahe-Sorgenkind Lucas Barrios den Ball und der Argentinier erzielte von rechts aus spitzem Winkel das 2:0. Teil 1 der Show, denn fünf Minuten nach der Pause setzte er noch einen drauf und erzielte mit einem sehr schön platzierten Kopfball das 3:0 (nach Flanke von Hajnal). Drei Tore in zwei Pokalspielen, bleibt die Hoffnung, dass es jetzt auch in der Liga klappt. Beispielsweise Samstag. Schön anzusehen, dass sich auch Spielmacher Hajnal so deutlich steigern konnte. Erwähnenswert ist ja auch noch sein abgefälschter Freistoß, den viele schon auf Torkurs sahen – am Ende traf er nur die Latte.

In der zweiten Hälfte war das Spiel also schnell entschieden; der KSC hatte nicht die Mittel, da noch mal ranzukommen. Trotz dadurch vielleicht erklärbarer Nachlässigkeiten muss sich die BVB-Defensive bis zum Derby kräftig steigern, wie auch immer das gehen soll. Eine erste Maßnahme wäre es, Hummels wieder in die Innenverteidigung zu stellen, wenn Bender wieder fit ist. Oder warum nicht Feulner mal ein paar Minuten mehr im defensiven Mittelfeld gönnen?

Heute herrscht aber erst mal kollektives Aufatmen vor. So einfach hätten sich das die Wenigsten vorgestellt. Bringt uns die Schalker!

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