1. Bundesliga, 13. Spieltag / BVB 0 FSV Mainz 0

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Mit Unentschieden lässt sich nichts gewinnen.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Santana, Subotic, Owomoyela – Sahin, Hummels – Valdez (70. Großkreutz), Feulner (62. Zidan), Kuba (88. Götze) – Barrios.

Seien wir realistisch: So wie es läuft wird der BVB in dieser Saison nichts holen. Die Chance auf eine weitere Fahrt nach Berlin wurde leichtfertig vergeben und Platz 5 in der Liga ist momentan utopisch. Nicht weil der Abstand schon so groß wäre – fünf Punkte sind selbstverständlich aufzuholen – sondern weil die Konstanz komplett fehlt. Leistungen, die Hoffnung auf einen Europapokal-Platz machen sind selten. Ein gutes 1:1 in Bremen hilft uns wenig weiter, wenn danach ein schwaches 0:0 gegen Mainz folgt.

Ja, wenn alle Leistungsträger unverletzt und fit wären… aber wann sind sie das bei uns schon mal? Am Freitag hat sich Dimitar Rangelov mit einem Mittelfußbruch in die Verletztenliste eingereiht. Nicht dass er der große Hoffnungsträger wäre, aber es fehlt eine weitere Alternative, um aktuell leistungsschwache Spieler wie zum Beispiel Nelson Valdez zu ersetzen.

Die Spieler, die gestern gegen Mainz auf dem Platz standen, können in Bestform um Platz 5 mitspielen. Von der Bestform sind jedoch zu viele weit entfernt. So krankte vor allem das Flügelspiel. Rechts war Owomoyela sogar noch stärker als Kuba – und das will was heißen. Beide gingen jedoch nicht völlig fit in die Partie. Schmelzer und Valdez waren über links nur marginal besser. Und Markus Feulner, der sein Startelf-Debüt gab, wurde von Jürgen Klopp zentral offensiv aufgestellt, obwohl er bekanntlich lieber zentral defensiv spielt. Auf der „10“ konnte er nicht so recht überzeugen – im jetzigen System könnte ich mir einen Positionstausch mit Sahin gut vorstellen.

Die Schwarz-Gelben waren überlegen, aber nicht überzeugend. Vielen Spielzügen mangelte es an Genauigkeit, so dass sie ungefährlich blieben. Der BVB hatte ein Übergewicht im Mittelfeld, dafür fehlte es vorne an Durchschlagskraft. Ausgerechnet Mats Hummels hatte die meisten und besten Chancen, vergab aber knapp oder scheiterte am starken Mainzer Keeper Heinz Müller. Mit Schüssen aus der Distanz versuchte manch anderer Spieler, die fehlende Kreativität zu kompensieren – immer ein schlechtes Mittel gegen einen guten Torwart. Lucas Barrios hatte die ein oder andere vielversprechende Szene, blieb gestern aber ebenfalls glücklos. Die Mainzer kamen ihrerseits zu zwei bis drei guten Chancen – einmal musste Schmelzer für den umlaufenen Weidenfeller klären – taten insgesamt aber zu wenig, um sich mehr als einen Punkt zu verdienen.

Richtig positiv hervorgestochen hat gestern niemand bei Schwarz-Gelb. Am ehesten noch Mats Hummels. Er hatte mit einem schönen Volleyschuss die vielleicht beste Chance des Spiels, ein weiterer Schuss von ihm traf einen Mainzer Spieler im Strafraum am Arm, allerdings aus kurzer Distanz – einen Elfmeter war das nicht wert. Demgegenüber hatte Mats jedoch auch unnötige Ballverluste im Mittelfeld. Die Innenverteidiger, vor allem Neven Subotic, zeigten ebenfalls eine ansprechende Leistung. Leider brachte der Rest nicht das, was nötig ist, um gegen den stärksten Aufsteiger zu gewinnen.

Trotz der gestrigen Leistung ist natürlich nicht auszuschließen, dass der BVB nächstes Wochenende in Hoffenheim ein beachtliches Unentschieden erreicht. In der Tabelle wird uns das aber genauso wenig weiterbringen. Damit muss man unter den gegebenen Umständen finanzieller und personeller Art leben – ich für meinen Teil kann das, auch wenn der Fußball im Frühjahr mehr Spaß gemacht hat.

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