1. Bundesliga, 15. Spieltag / BVB 4 1.FC Nürnberg 0

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Das Jubiläum kann kommen.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Hummels, Subotic, Owomoyela – Sahin, Bender (46. Santana) – Großkreutz, Zidan (80. Feulner), Kuba (70. Valdez) – Barrios. Tore: Großkreutz, Barrios, Zidan, Hummels.

Wirklich erstaunlich. Das soll die gleiche Mannschaft sein, die vor zwei Wochen im Westfalenstadion nur ein uninspiriertes 0:0 gegen Mainz zustande brachte? Das System ist das gleiche, das Personal beinahe. Würde man das peinliche Pokal-Aus ausklammern, könnte man auch von acht Spielen ohne Niederlage reden – aber das wäre doch etwas schöngefärbt. Beim klaren Sieg heute gegen Nürnberg jedenfalls zeigte der BVB eine beeindruckende Leistung und der FCN eine beeindruckend schwache.

Nur wenige Minuten gestalteten die Nürnberger das Spiel offen und kamen sogar zu ersten Halbchance. Dann passte Sven Bender nach einem schnellen Gegenzug schön auf den links freistehenden Großkreutz, der mit einem flachen, nicht allzu harten Schuss das 1:0 erzielte. Das frühe Führungstor, der erste Treffer des „echten“ Dortmunders Großkreutz – man ahnte schon, dass das ein schöner Samstagnachmittag werden könnte. Nur wenige Minuten später kam die Bestätigung durch das 2:0. Owomoyela, der heute zumindest offensiv ausgesprochen positiv auffiel, flankte von rechts. Lucas Barrios schießt den Nürnberger Ersatztorwart Stephan an, von dem der Ball wiederum an Lucas Bein prallt und von dort ins Tor springt. Mehr Instinkt als Können – aber wen kümmerts? Die Schwarz-Gelben hatten endlich mal früh eine deutliche Führung herausgespielt.

Dass der 1. FC Nürnberg heute so desolat auftrat, hatte sicherlich mit diesem frühen Schock zu tun. So ähnlich erging es dem BVB in Hamburg, wobei die Gäste heute noch schlechter spielten. Obwohl unsere Mannschaft sich nach der beruhigenden Führung erst mal ein wenig ausruhte, gelang den Nürnbergern fast nichts Zwingendes nach vorne. Gerade unsere Außenverteidiger sahen in dieser Phase defensiv schwächer aus als gegen Hoffenheim – dafür überzeugten innen erneut Subotic und Hummels, im Gegensatz zur Gäste-Offensive.

Wie man es besser macht, zeigten Barrios und Zidan, die beiden einen sehr guten Tag erwischten. Einen harten Schuss von Barrios in der 36. Minute konnte Stephan nur zur Seite abwehren, Zidan nahm den Ball volley im Fallen und erhöhte auf 3:0. Ja, Barrios hätte heute noch mehr aus seinen Chancen machen können, Zidan war in ein paar Szenen wieder etwas eigensinnig. Aber beide waren sehr gut im Spiel, schossen nicht nur, sondern legten auch Bälle auf.

In der zweiten Hälfte ging das so weiter. Außer der Einwechslung von Santana für Bender (aus noch nicht bekannten Gründen) änderte sich wenig am Dortmunder Spiel. Großes Engagement und teilweise sehr gelungene Kombinationen gegen eine Nürnberger Defensive, die trotz +5 Grad im Westfalenstadion wie eingefroren wirkte, viel zu statisch für die Bundesliga. Wie immer hätten die Schwarz-Gelben nur ihre Chancen besser nutzen müssen, dann wäre der verdiente höhere Sieg auch Realität geworden. Hummels köpfte knapp neben das Tor, Barrios und Zidan vergaben mehrfach. Mats Hummels, der für Bender ins defensive Mittelfeld gerückt war, machte es aber zwischendurch besser. Nach einem Schuss von Owomoyela, den Stephan wieder nur abprallen lassen konnte, köpfte unsere Nummer 15 über den Torwart zum Endstand ein.

Das 4:0 fiel bereits in der 62. Minute und es wäre noch mehr rauszuholen gewesen heute, aber man kann der Mannschaft trotzdem nur gratulieren zu der Leistung. Die einzigen mit durchschnittlichen Auftritten waren Schmelzer, Kuba und Weidenfeller, wobei das beim Torwart einzig und allein daran lag, dass er so wenig zu tun bekam. An seine nicht gerade berauschenden Abschläge haben wir uns ja schon gewöhnt. ;-)

Dank der anderen Ergebnisse ist der BVB nun Siebter mit einem Punkt Rückstand auf Platz 5. Das ist nur ein Zwischenstand, aber einer, den ich so vor Weihnachten nicht mehr erwartet hätte. Jetzt stehen noch die Reise nach Wolfsburg und das „Jubiläumsspiel“ gegen Freiburg an. Holt die Mannschaft aus diesen Spielen vier Punkte, wäre der BVB im neuen Jahr doch dabei im Rennen um die internationalen Plätze und könnte am 19. Dezember richtig schön feiern.

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