Was machen eigentlich die Baggies?

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Vor gut sieben Monaten habe ich zuletzt über West Bromwich Albion geschrieben. Die „Baggies“ waren damals gerade sang- und klanglos nach einem Jahr aus der Premier League abgestiegen, jedoch nicht ohne hin und wieder ansehnlichen Fußball zu zeigen. Den – trotz Abstieg – beliebten Trainer Tony Mowbray zog es danach zu Celtic Glasgow, wo er mit seinem Team vor allem international hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Neuer Mann bei West Brom wurde der ehemalige italienische Nationalspieler und Chelsea-Star Roberto di Matteo, der seine Spieler-Karriere 2002 nach einer Verletzung hatte beenden müssen. Seine einzige, jedoch erfolgreiche, Trainerstation hatte di Matteo 2008 beim Drittligisten Milton Keynes Dons angetreten.

Neben den offensichtlichen Nachteilen der Championship gegenüber der Premier League gibt es für auswärtige Beobachter und Fans wie mich das Problem der fehlenden Fernsehübertragungen. Zwar werden in dieser Saison sowohl von Sky (UK) als auch der guten alten BBC Spiele aus der Championship live übertragen, jedoch nur ein bis zwei pro Spieltag. Deshalb konnte ich bisher nur das Heimspiel gegen die Queens Park Rangers verfolgen, in denen den Baggies in letzter Minute noch der 2:2-Ausgleich gelang. Somit bin ich meistens auf den BBC-Ticker und die Nachberichterstattung auf diversen Websites angewiesen; es fehlt der Stoff für Beiträge aus erster Hand.

West Brom ist gut in die Saison gestartet und hält trotz einiger schwächerer Spiele in den letzten Wochen hinter Newcastle den zweiten Tabellenplatz, der den direkten Wiederaufstieg bedeuten würde. Ein Problem der letzten Partien scheint zu sein, dass die Baggies vor allem zuhause gegen tiefstehende Mannschaften schwer in Fahrt kommen und Inspiration vermissen lassen. Besserung tritt häufig in der zweiten Spielhälfte ein, manchmal jedoch zu spät für drei Punkte. Allgemein gilt West Brom jedoch als eine der am besten besetzten Mannschaften der zweiten Liga – zumindest was die erste Elf angeht. Zuletzt hatte den Baggies der Ausfall des kreativen linken Mittelfeldspielers Jerome Thomas zu schaffen gemacht – seitdem er wieder dabei ist, läuft es besser. Anfang Januar soll nun der rumänische Innenverteidiger Gabriel Tamas leihweise verpflichtet werden.

Bekanntlich beschert gerade die Zeit nach Weihnachten den englischen Vereinen und Fußballspielern einen vollen Terminkalender, so auch in diesem Jahr. An „Boxing Day“, hierzulande der zweite Weihnachtstag, gelang West Brom ein 2:0-Arbeitssieg über Tabellen-Schlusslicht Peterborough United. Schon heute, zwei Tage später, stand die nächste Partie im Glanford Park bei Scunthorpe an. Das Spiel hätte ich gerne gesehen: Nach zwei Platzverweisen gegen die Gastgeber, einem getroffenen und einem verschossenen Elfmeter des jungen Mittelfeldspielers Graham Dorrans (der auch noch ein Tor aus dem Spiel erzielt) gewinnt West Brom mit 3:1 und kann den Vorsprung vor Nottingham Forest (Platz 3) halten. Auch nicht alltäglich: Der Gegner vom Samstag, Peterborough, holt gegen den Tabellenvierten Cardiff in der zweiten Halbzeit noch einen 0:4-Rückstand auf – in dieser Saison wird es weder in der Premier League noch in der Championship langweilig!

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