Ärzteduell

Bis zum Anstoß der Partie Borussia Dortmund v Eintracht Frankfurt am Sonntag um 17:30 Uhr werden die Mediziner beider Seiten im Mittelpunkt stehen. Sowohl Westfalen als auch Hessen haben neben einer Reihe von sicheren Ausfällen einige angeschlagene Spieler zu beklagen. Beim BVB kann man seit gestern wieder etwas klarer sehen: Felipe Santana und glücklicherweise auch Lucas Barrios werden trotz Problemen unter der Woche dabei sein. Wichtig wäre die Rückkehr eines ausreichend fitten Sven Bender – hier gibt es die größten Fragezeichen und Arbeit für die Ärzte. Mit Kuba ist wegen einer Adduktorenzerrung wohl nicht zu rechnen.

Ziemlich eindeutig waren gestern Klopps Aussagen zu zwei Spielern, die gesund sind und beide spielen wollen. Das Problem: Im aktuellen System haben sie dieselbe Position inne. Mohamed Zidan „sprühte bei seiner Rückkehr zum BVB im Training kerngesund vor Tatendrang“, schreiben die „RN“. Ich sehe auch keinen Grund, warum der Ägypter nach dem Gewinn des Afrika-Cups morgen nicht spielen sollte. Und da Barrios fit ist, wird Zidan wieder die „10“ übernehmen. Tamas Hajnal fehlt dagegen laut Klopp noch die „Wettkampfhärte“. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob und wie Klopp den Regisseur wieder in die Startelf einbaut – morgen soll er im Lauf des Spiels eingewechselt werden.

Bei der Eintracht ist die Verletztenliste – fast schon traditionell – noch länger. Es fehlen unter anderem der amerikanische Neuzugang Ricardo Clark, mit Amanatidis und Fenin zwei Stürmer, Vasoski, Korkmaz… und das ist nur ein Auszug. Blog-G vermutet, dass die Gäste mit einem massierten Mittelfeld antreten werden, einem 4-1-4-1, das natürlich nur auf dem Papier offensiver ausgerichtet ist als unser 4-2-3-1. Die einzige Spitze dürfte Halil Altintop sein, der nun endlich wieder spielen und ein schöneres Trikot tragen darf. Fünfer-Mittelfeld gegen Fünfer-Mittelfeld – nicht schwer auszurechnen, wo sich das Spiel entscheiden wird.

Die Eintracht bemüht sich unter Michael Skibbe um etwas mehr Spielkultur. Dabei sind sie ein bisschen weiter gekommen, aber noch nicht so weit, wie es der Trainer gerne hätte. Skibbe hat wiederholt eine ambitioniertere (=teurere) Transferpolitik gefordert und wurde mehrmals vom Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen zurechtgewiesen. Die öffentlichkeitswirksame Aussöhnung gab es vor Beginn der Rückrunde auf einer Pressekonferenz.

Ob sich Skibbe in sein ‚Schicksal‘ fügt und zumindest in dieser Saison den Spielstil an die personellen Gegebenheiten anpasst? Schlecht steht die Eintracht nun wirklich nicht da – das hat aber auch mit der Schwäche von stärker besetzten Mannschaften wie Bremen, Wolfsburg und Hoffenheim zu tun. Ein Selbstläufer wie manchmal in der Vergangenheit wird das morgen nicht – drei Punkte müssen trotzdem her.

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