Zum Zuschauen verdammt

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Nelson Valdez, Profi bei Borussia Dortmund, ehemaliger Profi bei Werder Bremen. Zuletzt schrieb der Boulevard den 26-jährigen Paraguayaner schon weg aus Dortmund – vielleicht, weil es sonst wenig zu schreiben gibt über den BVB. Dabei ist die Faktenlage ungefähr so wie bei jedem Fußballprofi, der auf wenig Einsatzzeiten kommt: Nelson ist mit der Situation unzufrieden. Er möchte mehr spielen, vorzugsweise in Dortmund – wenn das nicht geht, womöglich anderswo. Der Verein würde ihm bei einem guten Angebot keine Steine in den Weg legen. Valdez hat es im Interview mit der BVB-Website noch mal aus seiner Sicht zusammengefasst:

Ich habe beim BVB einen Vertrag bis 2012, und ich fühle mich hier bei Borussia Dortmund sehr wohl. Ich denke nicht an Abschied. (…) Tatsache ist, dass ich nicht damit zufrieden bin, dass ich zuletzt so wenig gespielt habe. Ich sitze nun mal nicht gerne auf der Bank. Ich glaube, ich wäre auch ein schlechter Profi, wenn ich mich nicht voll reinhängen würde, um wieder auf dem Platz zu stehen. Das ist alles.

Das sind einerseits die üblichen Spielerworte, andererseits ist Nelson wirklich niemand, der schnell aufgibt. Auf wieviele Einsätze er in dieser Saison noch kommen wird, bleibt abzuwarten. Sollte niemand aus der BVB-Offensive ausfallen, wird er am Samstag gegen Werder sehr wahrscheinlich zunächst zum Zuschauen verdammt sein.

Thorsten Frings, Profi bei Werder Bremen, ehemaliger Profi bei Borussia Dortmund. Am Samstag definitiv zum Zuschauen verdammt. Auch wenn das obligatorische eine Spiel Sperre nach seiner roten Karte aus dem Nürnberg-Spiel einem moralischen Freispruch entspricht. Frings hatte die Hand im Gesicht seines Gegenspielers, aber weder war es ein Schlag noch Absicht. Für den BVB kommt der Ausfall des Mittelfeldmotors, der seine Wichtigkeit  zuletzt durch den 3:2-Hammer gegen Bochum unterstrichen hat, natürlich gelegen.

Vor dem – natürlich – eminent wichtigen Spiel am Samstag sieht die personelle Lage bei den Schwarz-Gelben gar nicht so schlecht aus. Mats Hummels kann möglicherweise die in Berlin sehr wacklige Innenverteidigung wieder stabilisieren. Bis auf Tinga und Le Tallec hätte Jürgen Klopp dann die freie Wahl. Den Gästen wird außer Frings nur Peter Niemeyer fehlen, Tim Wiese sollte aller Voraussicht nach wieder im Tor stehen. Pfeifen wird übrigens Babak Rafati, unter dessen Leitung der BVB noch nie gewonnen hat, wie uns die Vereins-Homepage erinnert.

In den letzten Wochen gab es viel grün-weißes Spektakel zu sehen. Bremen steht für Tore, vorne und hinten. Auch die Spiele BVB v Werder waren in den letzten Jahren oft spektakulär. Angesichts der Wichtigkeit des Ergebnisses wäre ich selbstverständlich mit einem Tor auf der richtigen Seite zufrieden. Aber wie alle Fans bin auch ich zum Zuschauen verdammt.

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