Mehr gerissene Muskelfasern

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Nach Sebastian Kehl hat sich der zweite defensive Mittelfeldspieler des BVB, Sven Bender, einen Muskelfaserriss zugezogen. Kurz vor seinem 21. Geburtstag ist für ihn damit die erste, durchaus erfolgreiche Saison in Dortmund beendet. Für die Schwarz-Gelben ist das natürlich eine Hypothek. Kapitän Kehl wird möglicherweise in Freiburg wieder spielen können, jedoch nicht schon kommenden Samstag. Gegen Wolfsburg sollte unbedingt ein echter Defensivmann im Mittelfeld stehen, aber wer?

Option 1 ist die schon häufiger in dieser Saison erprobte Variante mit Mats Hummels auf der ‚6‘ und Felipe Santana als sein Ersatzmann in der Innenverteidigung. Das hat streckenweise ordentlich, meist jedoch mäßig funktioniert. Hummels kann vorne mit Kopfbällen und Weitschüssen gefährlich werden, beim Spielaufbau ist er jedoch noch zu sehr Verteidiger. Trotzdem wird sich Jürgen Klopp diese Variante überlegen, denn den kopfballstarken und schnellen Santana kann man bedenkenlos in die Abwehr stellen.

Option 2 ist ein Einsatz von Beginn an für Markus Feulner. Wenn der noch mal eine Chance bekommen soll – wann, wenn nicht jetzt? Das defensive Mittelfeld ist seine erklärte Lieblingsposition, unter Jürgen Klopp in Mainz hat er allerdings meistens woanders gespielt. Ob ihm Klopp die Position zutraut? Letztendlich kann das nur er aufgrund der Trainingseindrücke entscheiden. Ich selber finde es immer schade, wenn ein Spieler bei uns so gar keine Chance bekommt. Jetzt ist Feulner gesund und die Lücke in der Mannschaft da.

Option 3 ist verschollen. Man hört ganz wenig von Tinga in diesen Tagen. Vor den Spielen wird er auf der BVB-Homepage als „im Aufbautraining“ befindlich bezeichnet. Aber ist er überhaupt noch in Dortmund oder schon in Brasilien? Habe ich da etwas verpasst? Sicher ist, dass Tinga den Verein am Ende der Saison verlassen wird. Gesund wäre er im Moment aber eine weitere Alternative auf der fraglichen Position.

Gegen Wolfsburg so zu spielen wie in der zweiten Halbzeit in Nürnberg halte ich für riskant. Sahin ist nicht nur aufgrund seiner gebrochenen Nase ebensowenig ein Zweikampf-Spezialist wie Tamas Hajnal. Die beste Lösung wäre, Hajnal endlich auf der ’10‘ beginnen zu lassen und einen neuen Partner für Sahin im defensiven Mittelfeld zu finden. Noch hat Jürgen Klopp vier Tage Zeit zum Tüfteln.

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4 Gedanken zu “Mehr gerissene Muskelfasern

  1. Andy

    Das Sven Bender nun den Rest der Saison ausfällt ist natürlich sehr bitter, im Zusammenspiel mit Nuri Sahin hat er seinen Job immer ziemlich gut gemacht.
    Wenn ich mich nicht täusche ist er sogar der notenbeste Spieler beim BVB(oder war das doch Weidenfeller, egal).

    ich vermute mal das Kloppo auf Option 1 setzen wird, da er immer wieder behauptet :“ auf der sechs kommt man nur über gewonnene Zweikämpfe“
    Und da zwar Feulner und Haynal technisch sehr begabt, aber nicht die zweikampfstärksten sind, denke ich das er auf Hummels setzen wird.

    Schade das Feulner noch nicht richtig angekommen ist beim BVB, ich hatte mich sehr über diesen Transfer gefreut und seine letzte Saison in der 2.Liga konnte sich sehen lassen.
    Scheint als wenn ihm das gleiche Schicksal wie Federico wiederfahren würde. Der trifft ja bei Bielefeld mittlerweile auch wieder.

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  2. Feulner hatte ja verletzungsbedingt weniger Einsatzzeiten als damals Federico. Man hat noch kaum etwas von ihm gesehen und das ist schade. Ich weiß nicht mal, wie zweikampfstark er ist.

    Ich bin wirklich gespannt, was Klopp macht. Das mit Hummels wäre die defensiv sicherere Variante, aber ich denke, der Trainer weiß auch, dass die bisher nicht optimal funktioniert hat. Die Option Feulner wäre mutiger, aber vielleicht zu mutig für diese Saisonphase.

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