Erst Madrid, dann Gelsenkirchen

Felix Magath beweist schwarzen Humor und holt Christoph Metzelder zum FC Schalke – den Mann, der vor drei Jahren im BVB-Trikot mit zwei Torvorlagen im Derby maßgeblich daran beteiligt war, dass S04 im Jahr darauf erneut ein Jubiläum feiern durfte. Metzelder wird seinen jetzigen Verein Real Madrid nach der Saison ablösefrei verlassen. Er konnte sich beim spanischen Rekordmeister nie richtig durchsetzen und war seit geraumer Zeit nur noch höchstens zweite Wahl.

Seine Verletzungsanfälligkeit hat Metzelder bei seinem Spanien-Abenteuer natürlich nicht geholfen. Aber konnte man das Scheitern nicht vorherahnen? Schließlich hatte er schon in seinen letzten Jahren beim BVB nicht mehr an seine Glanzzeiten wie die WM 2002 anknüpfen können – außer im Derby eben. Die Lösung sah der ehrgeizige Metzelder damals in einem Wechsel – und überschätzte sich mit dem Ziel Madrid gewaltig.

Metzelders internationaler Ruf hat gelitten und so ist die Rückkehr in die Bundesliga nur folgerichtig. Angesichts seines Ehrgeizes ist auch sein neuer Verein keine wirkliche Überraschung. Um den Abstieg so gering wie möglich zu halten, musste es schon ein Champions League-Teilnehmer sein. Für die Bayern hat es nicht gereicht, auch wenn Metzelder vom selben Verein wie Arjen Robben kommt. Somit blieb der FC Schalke. Der Wechsel wird ihm in Dortmunder Fankreisen wenig Sympathien einbringen, aber es ist legitim, dass ein Spieler seine Karriere über seinen Ruf bei den Fans stellt. Vermutlich rechnet Metzelder auch damit, dass Messias Magath seine Nationalmannschafts-Karriere wiederauferstehen lässt.

Muss man sich als BVB-Fan über diesen Transfer ärgern? Ich finde nicht. Christoph Metzelder hat für die Borussia Großes geleistet und wird es schwer haben, das in Gelsenkirchen zu wiederholen. Ganz ehrlich, wir haben Hummels, Subotic und Santana – wozu brauchen wir einen 29-jährigen, der jahrelang im Standby-Modus war?

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4 Kommentare

  1. Standby-Modus? Ich lese und höre in den Medien ständig die Worte „Real-Star“, „Transfercoup“ und „Bereicherung für die Bundesliga“…

    Dieser Mann ist in eine Reihe mit Ruud und Robben zu stellen. Deswegen hat er sich auch auf der bei Real am schlechtesten besetzten Position nicht durchgesetzt.

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  2. Wird er wirklich als Spieler zu Schalke wechseln oder doch eher als Pressesprecher? Ganz ehrlich, ich verbinde mit Metzelder nach all den letzten Jahren nur noch ein ewiges Alles-In-Die-Kameralinse-Kommentieren-Egal-Wens-Interessiert. Soll er in Sch**** glücklich werden.

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  3. Sagen wir es so: Seine spielerischen Qualitäten sind in den letzten Jahren nicht weiter aufgefallen. Außer, und dafür bin ich ihm nach wie vor dankbar, am 12. Mai 2007.

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