Der vierte Mann

Uwe Hünemeier hatte in der vergangenen Saison bei Borussia Dortmund zwei Positionen inne: Er war Kapitän der in der Dritten Liga spielenden zweiten Mannschaft und vierter Innenverteidiger des Bundesliga-Teams. Mit beiden Jobs dürfte er in den letzten Monaten nicht ganz glücklich gewesen sein. Der BVB II ist trotz einiger Hoffnung weckender Phasen letztendlich klar (mit sieben Punkten Rückstand) abgestiegen. Ein Grund dafür war, dass immer wieder Stammspieler für die Bank von Jürgen Klopp abgestellt werden mussten.

Zu diesen Spielern gehörte Hünemeier nur gelegentlich. Der Grund: Glücklicherweise waren unsere drei anderen Innenverteidiger über weite Strecken der Saison einsatzbereit. So kam Hünemeier nur zu einem Kurzeinsatz gegen Leverkusen – zu der Zeit, als Mats Hummels verletzt war. Man kann nachvollziehen, dass der inzwischen 24-jährige jetzt eine neue Herausforderung sucht. An den in der Rangordnung vor ihm stehenden Kollegen Subotic, Hummels und Santana führt kein Weg vorbei. Sollte einer von ihnen den Verein verlassen, würden Jürgen Klopp und Michael Zorc mit größter Wahrscheinlichkeit einen Ersatzmann verpflichten. In der Regionalliga West für die zweite Mannschaft aufzulaufen, kann realistisch gesehen für einen ambitionierten Spieler in Hünemeiers Alter keine Alternative sein. Zumal der BVB II aufgrund vieler weiterer Abgänge einen Neuaufbau mit jungen Spielern starten muss und in der kommenden Saison keinesfalls für den direkten Wiederaufstieg in Frage kommt.

Heute wurde bestätigt, was schon seit einigen Wochen im Gespräch war: Uwe Hünemeier wechselt zu Energie Cottbus und trifft dort auf die alten Vereinskollegen Markus Brzenska und Marc Kruska. Über die Ablösesumme wurde nichts vermeldet, sie soll aber im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen. Ein weiterer Dortmunder in der zweiten Liga also – viel Glück in Cottbus, Uwe, und bitte aufsteigen, damit wir wieder ein Spiel in der Region haben! Die Position des vierten Innenverteidigers beim BVB soll indes intern besetzt werden – möglicherweise durch den 19-jährigen Lasse Sobiech, der bei Bedarf aus der Zweiten aufrücken könnte.

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