Smells like Europa

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Borussia Dortmund hat bei der heutigen Auslosung der Europa League-Gruppenphase eine interessante Mischung von Vereinen aus verschiedenen Regionen Europas gezogen. FC Sevilla, Paris St. Germain und Karpaty Lviv heißen die Gegner. Erster Eindruck: Die Gruppe dürfte anspruchsvoll werden, aber nicht unmöglich zu überstehen. Der FC Sevilla ist eine spanische Spitzenmannschaft, die natürlich wie alle Clubs im Schatten von Real und Barca steht. Die Andalusier beendeten die letzte Saison als Vierter. Im Europapokal haben sie durchaus Erfahrung: Den UEFA Cup haben sie zweimal hintereinander, 2006 und 2007, gewonnen. Und klangvolle Namen gibt es im Team einige, ob die Mittelfeldspieler Jesús Navas und Didier Zokora oder die Stürmer Luis Fabiano und Frederic Kanouté. Es gibt wohl keine zwei Meinungen, dass Sevilla der stärkste Gegner der Gruppe ist.

Die Mannschaft, die der BVB wohl hinter sich lassen muss, um weiterzukommen, ist PSG. Der französische Hauptstadtverein ist in den letzten Jahren meist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach drei Spieltagen der Ligue 1 belegen sie zurzeit Platz 7 mit vier Punkten. Auch PSG hat bekannte Namen in seinen Reihen: Von Torwart Gregory Coupét über Claude Makelélé und Jerome Rothen im Mittelfeld bis hin zu Ludovic Giuly, Mateja Kezman und dem vergeblich vom S04 umworbenen Guillaume Hoarau im Sturm. Zweifelhaft ist jedoch, ob sich alle diese Stars momentan auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befinden. Es gibt andere Spieler wie den brasilianischen Mittelfeldmann Nene und den türkischstämmigen Stürmer Mevlüt Erding, die bei „Transfermarkt.de“ mit höheren Marktwerten gelistet sind. Zur Bewertung der aktuellen Leistungsstärke von PSG muss man wohl noch den weiteren Verlauf der Ligue 1 bis Mitte September abwarten.

Der BVB wird auch wieder in den Osten reisen. Mit dem ukrainischen Vorjahres-Fünften Karpaty Lviv wartet nach Qarabag ein weiteres ‚Dark Horse‘ auf die Schwarz-Gelben. In der neuen Saison steht Karpaty aktuell wieder auf dem fünften Platz. Im Kader stehen hauptsächlich Ukrainer, daneben zwei Serben, drei unbekannte Brasilianer, ein unbekannter Nigerianer, ein Georgier und ein Este. Auch wenn ich niemand aus dem Team kenne haben es die Ukrainer doch geschafft, mit zwei Unentschieden in den Play-Offs Galatasaray auszuschalten. Trotzdem dürfte der Verein aus der Nähe der Karpaten einer der leichtesten Gegner im Wettbewerb sein. Wie Baku ist übrigens auch Lviv (deutsch: Lemberg) eine Reise wert, wenn man es sich leisten kann: Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auch wenn es nicht Liverpool geworden ist: Der BVB hat attraktive Gegner zugelost bekommen, mit denen attraktive Reisen verbunden sein können. Ein Blick auf die anderen deutschen Teilnehmer: Leverkusen hat mit Vorjahressieger Atlethico Madrid, Rosenborg und Aris Saloniki eine mindestens genauso anspruchsvolle Gruppe. Der VFB hat es deutlich leichter: Getafe, Odense BK und die Young Boys Bern scheinen mir allesamt lösbare Aufgaben zu sein. Der Wettbewerb startet in knapp drei Wochen, am 16. September.

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