Das erste Mal

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Von einem gelungenen Debüt kann man sprechen, wenn ein Fußballspieler bei seinem ersten Spiel für den neuen Verein das erste Tor seiner Profi-Karriere erzielt, das dann gleichzeitig das Siegtor ist. So geschehen am Samstag an der Bramall Lane in Sheffield, wo dem 26-jährigen französischen Rechtsverteidiger Jean Calve das 1:0 für Sheffield United gegen Preston North End gelang. Calve hatte sich langsam angenähert. Mehrmals hatte er aus der Distanz aufs Tor geflankt und geschossen. Was dann aber eine Viertelstunde vor Schluss passierte, hatten die Fans auf dem ‚Kop‘, der Tribüne der Heimfans, auf die die Blades in der zweiten Hälfte zuspielten, nicht erwartet. Calve traf mit einem 30-Meter-Hammer ins Toreck – es war ein ähnliches Tor wie es heute der Düsseldorfer Wellington aus noch größerer Distanz gegen Hertha BSC erzielte. Von einem Außenverteidiger erwartet man solche Tore allerdings nicht unbedingt.

Der Treffer war der perfekte Höhepunkt eines ansonsten wohl durchschnittlichen Spiels, von dem ich die Highlights im „Blades Player“ gesehen habe. Ein perfekter Nachmittag dürfte es auch für den neuen Trainer Gary Speed gewesen sein, dessen erste Verpflichtung Calve ist. Speed, zuvor als Coach und Spieler bei den Blades tätig, wurde vor und nach der Partie von den Fans gefeiert – trotz der Niederlage, die er und die Mannschaft bei seinem ersten Spiel als Verantwortlicher in Middlesbrough kassiert hatten. Unter der Woche kam dann Calve auf Leihbasis aus Nancy und alles ward gut.

Allerdings sollte, will und darf Gary Speed noch etwas für die Offensive tun, denn die Dreierreihe vorne, bestehend aus Richard Cresswell, Ched Evans und Jamie Ward, hat bisher noch nicht überzeugt und nur auf die Rückkehr des verletzten Topschützen der Vorsaison, Darius Henderson, zu warten, ist sicher zu wenig für die gesteckten Ziele: United peilt die Rückkehr in die Premier League an und dazu sollen in dieser Saison mindestens die Play-Offs erreicht werden. Wie in Deutschland haben englische Vereine noch bis morgen Zeit, um einen Spieler fest zu verpflichten – danach sind für Vereine außerhalb der Premier League immerhin noch Leihgeschäfte möglich.

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