Der beste Schalker hört auf

In seinem letzten Beitrag hat Torsten Wieland glaubhaft versichert, dass das Aus für sein Blog nichts mit dem aktuellen Tabellenstand seines Lieblingsvereins zu tun hat. Trotzdem: Für die Fans der Blauen kommt es dieser Tage wirklich knüppeldick. Mit dem „Königsblog“ macht die Seite dicht, auf der man intelligent und unterhaltsam über den Nachbarverein informiert wurde und wo auch reichlich Diskussionen stattfanden. Gerade in den letzten Monaten.

Ich habe das Königsblog und den Vorgänger „Drei Ecken, ein Elfer“ von Anfang an verfolgt. Torsten hat sich in den letzten Jahren mit niveauvollen Texten etabliert, die immer ein bisschen anders waren, oft auch besser geschrieben als der Rest. Im Zentrum seiner Beiträge stand meistens der Verein, den ich als Schwarz-Gelber so gar nicht leiden kann und in den letzten Jahren sogar noch weniger. Trotzdem war die Qualität der Texte großartig und das Königsblog damit in der deutschen Sportblogger-Szene ganz weit vorne anzusiedeln. Natürlich war ich nicht immer seiner Meinung, aber ich habe Torsten immer für seine Ideen bewundert, durch die seine Texte erst besonders wurden. Für mich hatte das journalistische Qualitäten, die die meisten Sportjournalisten nicht erreichen.

Jetzt hat Torsten dem „Königsblog“ also aus Zeitgründen ein Ende gesetzt. Es war die verdiente Popularität des Blogs, durch die er sich zu sehr unter Schreibzwang sah. Er hat sich für einen Schlussstrich entschieden und ich kann nachvollziehen, dass er das für besser hält als ein halbherziges Weitermachen. Schade ist es allemal, für die gesamte ‚Blog-Landschaft‘, und eine Rückkehr in anderer Form würden sicher alle Bloggerkollegen und Kommentatoren begrüßen.

Ich könnte auf das Derby für ein paar Jahre verzichten, wenn dafür der FC Schalke in der zweiten Liga schmort (oder noch tiefer). Das beste Schalke-Blog vermisse ich jetzt schon – nicht nur, weil dort zuletzt so schön über Pleiten, Pech und Pannen geschrieben und diskutiert wurde.

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4 Kommentare

  1. schon interessant zu lesen, dass man seinem ungeliebten nachbarn sogar den abstiegt wünscht.
    soweit würde ich niemals gehen.

    glückauf

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  2. Doch, ich finde, ein, zwei Jahre in der zweiten Liga würden dem FC Schalke und seinen Verantwortlichen gut tun (wie übrigens auch der Hertha gerade). Den Finanzen sicher nicht, aber das habt ihr euch selber zuzuschreiben, wie wir damals.

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  3. Das soll hier auch gar kein schwarz-gelbes Königsblog sein. Torstens Feinsinnigkeit ist tatsächlich schwer zu erreichen und ich habe nie versucht, den Stil eines anderen Bloggers zu kopieren. Ich habe seinen Stil sehr geschätzt, weiß aber, dass mir ein – sagen wir – direkterer Stil besser liegt. Daher bekenne ich mich zur gelegentlichen Häme, denke aber, dass „Any Given Weekend“ für ein Fußballblog noch vergleichsweise sachlich ist. Konkret im Fall Schalke werde ich mich angesichts von Protagonisten wie Tönnies und Magath und den verschwundenen Millionen sowieso nicht rechtfertigen. ;-)

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