Ein dunkles Pferd

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Borussia Dortmund mag am Sonntag in Nürnberg um das virtuelle Ziel ‚Herbstmeisterschaft‘ kämpfen, aber wirklich wichtig ist das nur für Statistik-Freunde und manchen Journalisten. Zu gewinnen sind im Frankenstadion drei Punkte – nicht mehr und nicht weniger. Um dieses Mantra kommt man dieser Tage irgendwie nicht herum. Ob den Schwarz-Gelben wirklich der neunte Auswärtssieg in Folge gelingen wird? Zu sicher sollte sich niemand sein. Der ‚Club‘ hat sich im bisherigen Saisonverlauf als eine der am schwersten einzuschätzenden Mannschaften präsentiert. Drei Unentschieden in den ersten vier Spielen, danach vier Heimsiege und ein Erfolg in Bremen aus den nächsten sieben Partien, zuletzt gab es drei Niederlagen. Macht dann den zehnten Platz.

Der Mannschaftsteil, der bei den Nürnbergern bisher am meisten überzeugt hat, ist das Mittelfeld. Mit dem Belgier Timmy Simons hat man einen erfahrenen Defensiv-Haudegen geholt, daneben bzw. davor kamen junge Leute wie Mehmet Ekici, Mike Frantz und vor allem Ilkay Gündogan gut zur Geltung. Frantz fällt allerdings übermorgen voraussichtlich wegen eines Magen-Darm-Virus aus. Der Sturm geizt in Abwesenheit des verletzten Albert Bunjaku mit Toren – der aus Stuttgart geliehene Julian Schieber ist mit drei Toren erfolgreichster Angreifer, Gündogan hat sogar eines mehr erzielt. Auch die Abwehr, die aufgrund von Ausfällen immer wieder verändert werden musste, wackelt öfter, als Dieter Hecking lieb ist. Es wird den Trainer nicht erfreuen, dass der aus Hoffenheim geholte Per Nilsson sein Comeback verschieben muss – er sollte in der Viererkette wieder für Stabilität sorgen. Ganz bestimmt nicht erfreut hat Hecking, dass der eminent wichtige Linksverteidiger Javier Pinola in München Probleme mit seinem Speichelfluss hatte und daraufhin für vier Spiele gesperrt wurde.

Es fehlen dem ‚Club‘ also erneut mehrere Leistungsträger, so dass erneut einiges für den BVB spricht. Jürgen Klopp hat sogar noch etwas Hoffnung auf einen Einsatz von Lucas Barrios. Robert Lewandowski sollte jedoch zunächst die Stürmer-Position übernehmen. Mohamed Zidan wird wieder im Kader stehen. Sein Auftritt am Donnerstag war ermutigend, seine Rückkehr kommt zur rechten Zeit, denn die Borussia wird voraussichtlich Shinji Kagawa im Januar zum Asien-Cup abstellen müssen. Das ist jedoch Zukunftsmusik, Nürnberg schon beinahe Gegenwart. Können die Schwarz-Gelben die letzten Leistungen konservieren, sollten auch drei Punkte Realität werden.

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