Knappe Mitte

Vor dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart hat Borussia Dortmund die Gegenwart wieder eingeholt. Und die bringt Personalprobleme in dem Mannschaftsteil mit sich, in dem die Schwarz-Gelben als besonders gut besetzt galten. Neben Sebastian Kehl, Florian Kringe und Shinji Kagawa werden Jürgen Klopp auch die Mittelfeldspieler Sven Bender und Mohamed Zidan höchstwahrscheinlich fehlen. Die medizinische Abteilung des BVB scheint sich gegen einen Einsatz von Bender ausgesprochen zu haben, obwohl bei ihm ’nur‘ eine Innenbanddehnung diagnostiziert worden war. Ein Spiel Schonung ist allemal besser als eine schwerere Verletzung zu riskieren. Zidan ist noch durch einen Infekt außer Gefecht gesetzt und wird nur dann im Kader stehen, wenn eine „überraschende Besserung“ eintritt.

Fraglich bei eher positiver Tendenz sind Toni da Silva und Mario Götze, die an einem Virusinfekt respektive Bronchitis litten. Damit ist vor allem die Besetzung der zentralen Mittelfeldpositionen unklar und problematisch. Sven Bender ist nicht so einfach zu ersetzen, der Ex-Stuttgarter da Silva würde aber zumindest sehr motiviert in die Partie gehen. Fällt auch er aus, könnte tatsächlich Markus Feulner zu einem Einsatz von Beginn an kommen. In einem Trainingsspiel hatte er Jürgen Klopp überzeugt. Unwahrscheinlicher ist, dass Tamas Hajnal eine Chance auf der 10er-Position bekommt – obwohl das angesichts des Stuttgarter Interesses ja auch seinen Reiz hätte. Es ist jedoch stark davon auszugehen, dass entweder Götze oder Zidan spielen können. Selbst die Option mit Lewandowski würde der Trainer vermutlich präferieren.

Beim schwäbischen Abstiegskandidaten scheinen sie zumindest wieder Boden unter den Füßen zu spüren. Bruno Labbadia sind kleine Fortschritte geglückt, doch der Aufwärtstrend wirkt noch wenig gefestigt. Der BVB kann darauf hoffen, dass das Spiel im ausverkauften Westfalenstadion für die Stuttgarter noch zu früh kommt. Labbadia redete in der heutigen PK über das Spiel gegen Mainz und die Lehren daraus:

Wir hatten eine gute Grundordnung und haben nur sehr wenige Chancen zugelassen. Jetzt müssen wir noch dahin kommen, in Ballbesitz mutiger nach vorne zu spielen.

Ob das ausgerechnet in Dortmund gelingen wird? Das wird nicht unwesentlich davon abhängen, wie eingespielt sich das schwarz-gelbe Mittelfeld präsentiert. Die Schwaben haben eher in der Offensive Besetzungssorgen: Cacau wird sehr wahrscheinlich ausfallen, Marica und Harnik konnten zuletzt nicht (voll) trainieren. Aufpassen sollten wir aber auf Pavel Pogrebnyak, dem der erneute Trainerwechsel offensichtlich gut getan hat: Gegen die Bayern erzielte der Russe immerhin zwei Tore.

Dem Tabellenstand nach sollte der BVB das Spiel am Samstag gewinnen. Aber vergessen wir nicht, dass es sich um einen aktuellen Europa League-Teilnehmer handelt, der nur national etwas auf Abwege geraten ist. Wie schon angedeutet: Die Leistung unserer ’neuen Mitte‘ könnte entscheidend sein.

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2 Kommentare

  1. So wie ich Klopp kenne, werden letztlich doch beide Spieler auflaufen können. Wie oft hat er schon Donnerstags in der Pressekonferenz davon gesprochen, das ein Spieler wohl nicht spielen könnte und trotzdem Samstags auf dem Platz stand ;).

    Sollten beide Spieler wirklich ausfallen, könnte ich mir vorstellen, das Hajnal und/oder Feulner nachrücken und ihre Sache sicherlich sehr gut machen werden.

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