Nicht Herzlich aber willkommen zurück, Hertha!

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Hertha BSC hat am Montag mit dem Auswärtssieg in Duisburg vier Spieltage vor Saisonende den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga klar gemacht. Die Rückkehr ist den Berlinern auf überzeugende Weise gelungen und war nie ernsthaft gefährdet. Alle Verantwortlichen hatten von Anfang an den Aufstieg als Ziel ausgegeben und weniger wäre eine große Enttäuschung gewesen. Eine Reihe von Spielern ging letzten Sommer mit in die zweite Liga, Hertha hatte zweifellos den besten Kader und den höchsten Etat.

Ist es daher überraschend oder eben gerade nicht, dass manche Fans nervös wurden und sogar über einen Rauswurf von Trainer Babbel diskutierten, als es Ende letzten Jahres mal nicht so lief? Konkret stand Hertha in dieser Phase drei Spieltage nicht auf einem der ersten drei Plätze. Diese Ungeduld ist jedenfalls das, was sich die Herthaner als erstes abgewöhnen sollten, bevor sie wieder in der höchsten Spielklasse antreten. Ja, der Verein vertritt nun wieder die Hauptstadt in der 1. Bundesliga. Gleichzeitig ist er jedoch verschuldet und wird personell keine großen Sprünge machen können. Herthas größtes Kapital sind inzwischen tatsächlich die Fans, die in der zweiten Liga ins Olympiastadion geströmt sind und für einen neuen Zuschauerrekord in dieser Spielklasse gesorgt haben.

Wenn sich alle Mitarbeiter und Anhänger des Vereins damit anfreunden können, dass es in der nächsten Saison nur darum gehen kann, die Klasse zu halten, dann können sie auch in der ersten Liga wieder viel Spaß haben. Mir wäre eine bescheidene Hertha ein klein wenig sympathischer als sie es vor dem Abstieg war. Vor allem aber freue ich mich wieder auf ein BVB-Spiel vor der Haustür. Willkommen zurück, Hertha BSC!

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