Worte und Taten

1. Bundesliga, 33. Spieltag / Werder Bremen 2 BVB 0

Die Ankündigungen und der bisherige Saisonverlauf hatten ein wenig Hoffnung gemacht, dass Borussia Dortmund in dieser Spielzeit eine weitere Gesetzmäßigkeit des Fußballs außer Kraft setzen und für hehre Ziele wie Fairplay und neue Rekorde in Bremen punkten würde. Es hat nicht gereicht und die Schwarz-Gelben haben auch kein „richtig gutes Auswärtsspiel“ gemacht – bei aller Liebe, Jürgen Klopp.

Einerseits kann man unseren Meisterjungs deswegen wirklich keinen Vorwurf machen, andererseits hätte ich mich doch gefreut, wenn wir am Saisonende noch zwei ordentliche Auftritte gesehen hätten. Hoffen wir auf das große Abschiedsspiel gegen Frankfurt! Am Samstag zeigte die Mannschaft die schlechteste Offensivleistung der Saison – da war so gut wie nichts von dem zu sehen, was den BVB zur Meisterschaft geführt hat. Bis kurz vor Ende der ersten Hälfte kam nichts Brauchbares aufs Werder-Tor. Zwei, drei gute Spielzüge wurden nicht zu Ende gebracht, ansonsten dominierten Pässe ins Nichts und Mondflanken, die eher an der Eckfahne als in Tornähe runterkamen. Einige Weitschuss-Versuche wurden von Bremer Abwehrspielern geblockt.

Auf der anderen Seite des Spielfelds hatte Roman Weidenfeller schon beim ersten Eckball der Gastgeber versäumt, selbst etwas für seinen Gegentor-Minusrekord zu tun. Anstatt den Ball wie immer entschlossen aus der Gefahrenzone zu boxen, traf er ihn nicht richtig und das Spielgerät flog in hohem Bogen durch den Strafraum. Piszczek konnte nicht klären und deshalb durfte Silvestre abziehen.

Ich bitte darum, diese Kritik nicht überzubewerten. Schließlich gibt es mehr als mildernde Umstände und Jürgen Klopp hat insofern Recht, als dass die Schwarz-Gelben die Begegnung nach der 20. Minute im Griff hatten. Die Abwehr stand lange Zeit sicher, das Mittelfeld (mit Großkreutz, da Silva und Bender auf einer Linie) drängte die seltsam passiven Bremer in die Defensive – leider fehlte den Angriffen völlig die Kreativität und Präzision. Ein Freistoß von da Silva knapp übers Tor, einmal Wiese, der vor Barrios rettet – viel mehr war da auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Bei Werder machte Marko Marin eines seiner stärksten Spiele – kein Kompliment für die Dortmunder Hintermannschaft, die dann doch noch zum Misslingen des Spiels beitrug. In der 64. Minute ließ sie Claudio Pizarro Götze- oder Kagawa-esk durch ihre Reihen marschieren. Subotic und Piszczek sahen zu, der eingewechselte Kuba versuchte wenigstens ein Tackling. Den trockenen Flachschuss ins rechte Toreck konnte auch er nicht verhindern.

Viel mehr gibt es von diesem Spiel nicht zu berichten. Werder hat sich mit dem Sieg gerettet, der BVB und seine Fans freuen sich nun auf das letzte Spiel, die Schale und die Meisterfeier auf der B 1. Wir werden sicher Dede noch einmal spielen sehen und wenn die Partie erfreulicher endet als die vergangene, dann werden wir nicht nur einen Meister, sondern auch einen Absteiger im Stadion haben. Und ich habe eine Karte für die Nordtribüne.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Hummels, Subotic, Piszczek – da Silva, Bender, Großkreutz (56. Kuba) – Götze (76. Zidan), Lewandowski (76. Stiepermann) – Barrios.

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3 Kommentare

  1. du glücklicher..

    hsbe mich auch sehr gewundert über die Aussagen von Klopp.. War sicher eines der schlechtesten Saisonspiele von uns und ich war auch ein wenig enttäuscht das wir die Rekorde so einfach hergeschenkt haben.. aber nun gut..

    Schätze trotzdem das uns eine schwere Saison bevorsteht aber dennoch überwiegt die Vorfreude auf die Auftritte in der CL..

    so, mal schauen was der gute Nuri uns denn in der PK zu seinem Wechsel zu sagen hat..

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