Der Hauch der nächsten Saison

Der Spielplan der Fußball-Bundesliga lässt noch ein paar Tage auf sich warten. Die Auslosung der 1. Runde des DFB-Pokals gab heute aber bereits den ersten Vorgeschmack auf die Saison 2011/12. Borussia Dortmund kriegt es mal wieder mit einem Drittligisten zu tun: dem SV Sandhausen. Der Verein beendete die abgelaufene Spielzeit im Mittelfeld der 3. Liga, als Tabellenzwölfter. Sandhausen liegt nahe bei Heidelberg im nordwestlichen Baden-Württemberg. Das örtliche Hardtwaldstadion fasst nur gut 10.000 Zuschauer, so dass es fraglich erscheint, ob die Pokalbegegnung dort ausgetragen wird.

Schaut man sich den Kader der Sandhausener an, kommen einem ein paar Namen bekannt vor. Der ehemalige VfB- und Hertha-Profi Roberto Pinto, der ehemalige Freiburger und Rostocker Stürmer Régis Dorn und der ehemalige Mainzer Ersatztorwart Daniel Ischdonat verdienen ihr Geld inzwischen in der Kurpfalz. Abwehrspieler Roland Benschneider kennt der eine oder andere vielleicht noch vom FC Köln. Zur neuen Saison haben sich die Sandhausener unter anderem mit Marcel Kandziora aus der zweiten Mannschaft des BVB verstärkt. Trainer des SVS ist inzwischen wieder Gerd Dais, der den Klub bereits von 2005-2010 betreute. In der abgelaufenen Saison war Dais bereits der dritte Übungsleiter. Der gefährlichste Torschütze war Stürmer Frank Löning mit 13 Treffern.

Der SV Sandhausen ist trotz einiger bekannter Gesichter ein Verein ohne große Stars. Tim Danneberg stellt im defensiven Mittelfeld eine der Stützen des Teams dar. Die Voraussetzungen für den amtierenden Deutschen Meister sind klar: Man ist in Sandhausen (oder wo auch immer) haushoher Favorit, der Außenseiter wird sein Heil in der Defensive und ein paar vereinzelten Kontern suchen. Der BVB muss dieses Spiel sehr ernsthaft angehen, denn auch in der 3. Liga wird bekanntlich ein gepflegter Ball gespielt – wenn man sie spielen lässt. Sandhausen ist zwar nicht Offenbach und wird keine vergleichbare Fanunterstützung haben, aber wenn die Mannschaft sich in der Saisonvorbereitung schnell findet, ist sie nicht völlig chancenlos. Für die Borussia könnte in diesem Zusammenhang das Supercup-Spiel in der Woche zuvor von Vorteil sein.

Ich hätte nichts gegen einen unterklassigeren Verein gehabt, aber Sandhausen muss natürlich machbar sein. Ausgerechnet der FC Schalke hat mit dem Siebtligisten FC Teningen den ‚David‘ des Wettbewerbs zugelost bekommen. Den FC Bayern dagegen hat das Pokal-Losglück erst mal verlassen: Mit Eintracht Braunschweig wartet einer der schwersten möglichen Gegner.

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4 Kommentare

  1. Zumindest scheint der BVB nicht Erfolg im Pokal und in der Liga haben zu können. ;-)
    Wir sollten sicherlich den Pokal nicht zu einem primären Saisonziel erheben und schon gar nicht Geld aus dem Wettbewerb einplanen.

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  2. Ich bin da recht zuversichtlich. Die Belastung war in der vergangenen Saison ja anfangs genauso und die Mannschaft ist jetzt ein Jahr ‚reifer‘. Vor allem das Mittelfeld wurde quantitativ deutlich gestärkt. Bleibt die Frage, ob Nuri Sahin kurzfristig ersetzbar ist – ich halte das für möglich, aber es ist zunächst mal nur eine Hoffnung.

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