Katze statt Kappa

Borussia Dortmund wechselt nach übereinstimmenden Medienberichten zur Saison 2012/13 den Ausrüster. Im Sommer 2012 läuft der dreijährige Vertrag mit dem italienischen Sportmode-Hersteller Kappa aus, der Nachfolger soll das Herzogenauracher Traditionsunternehmen Puma sein. Am Design der Kappa-Trikots wird es nicht gelegen haben – es sind vielmehr finanzielle Gründe, die für den Wechsel sprechen. Vom italienischen Unternehmen bekam der BVB bis zu vier Millionen Euro pro Jahr. Der Fünfjahresvertrag mit Puma soll jährlich bis zu sieben Millionen einbringen.

Was den Vereinsverantwortlichen weniger schmecken dürfte ist, dass der Wechsel schon jetzt bekannt wurde. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Information den Verkauf der aktuellen Trikots beeinflusst. Die Klientel (zu der auch ich gehöre), die sich nicht jede Saison, aber alle paar Jahre ein neues Trikot kauft, könnte geneigt sein, auf den neuen Ausrüster und die neuen Designs zu warten. Bezeichnenderweise wurde der Wechsel von Nike zu Kappa im Januar 2009 bekannt gegeben – nach dem lukrativen Weihnachtsgeschäft, wenn sich die allermeisten kaufwilligen Fans bereits ein aktuelles Saisontrikot besorgt haben. Die ausbleibende Reaktion des Vereins ist also nicht überraschend. Marketingdirektor Carsten Cramer lehnte gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ einen Kommentar ab, „weil wir uns noch in Gesprächen befinden“.

Puma stattet in der 1. Bundesliga die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart aus, daneben noch mehrere Zweitligisten. In England laufen unter anderem Newcastle und (noch) Tottenham sowie einige Football League-Clubs mit den Katzen-Trikots auf. Wer die anderen Partner unseres Ausrüsters sind, ist eigentlich höchstens zweitrangig – passend ist jedoch, dass bekanntlich der FC Schalke und der FC Bayern von Adidas ausgestattet werden. Entscheidend für den Endverbraucher (wenn auch nicht unbedingt kaufentscheidend) bleibt das Aussehen der Trikots. Ohne den kompletten Überblick zu haben, scheinen mir die aktuellen Puma-Designs für andere Vereine einfach, aber elegant zu sein. Nur die Hoffenheimer sind und bleiben hässlich. Für einen deutschen Topverein werden sich die Designer jedoch sicher Mühe geben. ;-)

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