Unsere wahre Liebe

Borussia Dortmund hat am Sonntag den letzten Auftritt des Jahres im heimischen Westfalenstadion. Im einzig wahren Wettbewerb, der ersten Fußball-Bundesliga. Fast alle Glanzpunkte, die der Verein in den letzten 1 1/4 Jahren gesetzt hat, gab es im Ligabetrieb. Der Alltag scheint dieser Mannschaft am besten zu liegen und das ist fürs Erste ok.

Auf dem Papier kommt zum letzten Heimspiel 2011 ein dankbarer Gegner nach Dortmund. Der 1.FC Kaiserslautern ist Tabellen-16. und seit fünf Spielen sieglos. Im letzten Jahr wurden die Lauterer mit 5:0 nach Hause geschickt. Allerdings sind die Erfolge der Vergangenheit vor allem eines: vergangen. Der FCK ist besser in die neue Saison gestartet, als zu vermuten war, findet sich nun aber doch in der Abstiegsregion wieder. Respekt verdient die Ruhe, die im Verein unabhängig von der sportlichen Situation herrscht. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz und seine Kollegen lassen Trainer Marco Kurz walten. Allen scheint bewusst, dass die Situation in der Bundesliga nur prekär sein kann.

Beim FCK werden übermorgen einige Spieler aus der zweiten Reihe, wie Neuzugang Gil Vermouth, verletzt fehlen. Kurz werden jedoch weniger diese Personalien als vielmehr die Sturmflaute Kopfzerbrechen bereiten. Selbst die vielversprechendsten Stürmer Dorge Kouemaha und Itay Schechter haben erst zwei bzw. drei Tore erzielt. Zwei Tore kann auch Kapitän Christian Tiffert vorweisen, der die unumstrittene Führungsfigur der Mannschaft ist, auch wenn er nicht den oft geforderten klassischen ‚Leader‘ darstellt.

Die Borussia wird sich voraussichtlich einem spiegelbildlichen Spielsystem und einer defensiv orientierten Taktik gegenübersehen. Lautern wird versuchen, kompakt zu stehen, im letzten Drittel die Räume eng zu machen und bei schwarz-gelben Ballverlusten schnell nach vorne zu spielen – wie die meisten Gegner im Westfalenstadion. Die Hauptsorge für den BVB wird sein, das Mittelfeld geschickt zu überbrücken und sich nicht im Netz der roten Teufelsspinne zu verfangen. Große Bedenken hinsichtlich unserer Innenverteidigung oder der Treffsicherheit der Stürmer muss man weniger haben.

Es könnte tatsächlich das Spiel werden, dass Ilkay Gündogan und Toni da Silva nach der Schlappe vom Dienstag brauchen. Sebastian Kehl fällt für Sonntag aus und Jürgen Klopp hat sich quasi schon auf die genannte Besetzung des zentralen Mittelfelds festgelegt. Gegen eine Mannschaft wie den FCK könnten die beiden ihre offensiven Stärken zur Geltung bringen und werden hoffentlich defensiv nicht so stark gefordert sein.

Hinter Mario Götze steht wegen einer Zerrung aus der Champions League noch ein kleines Fragezeichen. Aber um ehrlich zu sein: bei der jetzigen Ausgangsposition sollten wir so oder so gegen Lautern gewinnen. Positiv an den Schwarz-Gelben war unter Klopp immer, dass sie sich von Rückschlägen kaum beeindrucken lassen. Jeder will das letzte Heimspiel vor Weihnachten gewinnen. Fast alles spricht für Dortmund. Jedoch warnt Klopp zu Recht: Mannschaften, die den FCK im eigenen Stadion nicht ernst genug nahmen, haben Probleme gekriegt. Der BVB sollte es besser machen.

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