Ernstfall ohne Götze

Der Auswärtssieg in Hamburg war nur die äußerst reizvolle Generalprobe für das, was Borussia Dortmund in den nächsten Wochen erwartet: kein Mario Götze. Der 19-jährige Topspieler des Vereins wird nun sogar sechs bis acht Wochen ausfallen. Schuld ist eine Überlastung mit folgender Stressreaktion des Schambeins. Für die nächsten zwei Wochen darf sich Mario erst mal zur Ruhe setzen. Eine „Überlastung“ heißt natürlich nicht, dass der Mittelfeldspieler mutwillig überfordert wurde – schließlich ist der Spielrhythmus für Spitzenmannschaften gang und gäbe. Doch 23 Spiele in der Hinserie, davon 22 von Beginn an, hinterlassen Spuren, bei Mario nun leider stärkere als erhofft.

Am Sonntag hat die Borussia das Fehlen des Schlüsselspielers hervorragend kompensiert. Für kommenden Samstag kann man aus diversen Gründen ebenfalls optimistisch sein. Doch es wäre illusorisch zu glauben, dass der Ausfall an der Mannschaft spurlos vorbeigeht. Mario hat allein in der Hinserie der Bundesliga fünf Tore erzielt und fünf vorbereitet. Dabei sind die vielen vorletzten Pässe nicht eingerechnet. Durch seine Übersicht, seine Tricks und allein durch seine Präsenz hatte er eine öffnende Funktion für das BVB-Spiel. Kagawa, Lewandowski, Kuba und Großkreutz in Topform können im Zusammenspiel Vergleichbares leisten, aber schon, wenn zwei von ihnen abfallen, wird es schwierig. Und an Götzes Konstanz kam keiner von ihnen ran.

Glücklicherweise kann man leicht pauschalisierend sagen, dass die erste Hälfte der Rückserie auf dem Papier einfacher aussieht als das Ende. Götze wird nach heutigem Stand Auswärtsspiele in Nürnberg, Berlin und möglicherweise Augsburg verpassen. Zuhause geht es für den BVB in den nächsten Wochen im Anschluss an Hoffenheim gegen Leverkusen, Hannover und Mainz. Das sind alles keine Selbstläufer, aber dank des ausgeglicheneren Kaders dieser Saison braucht man auch nicht zu verzweifeln. In diesem Sinne: Gute Besserung, Mario Götze!

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3 Kommentare

  1. Ich hab das schon an verschiedenen stellen geschrieben: Mario war doch schon seit dem Spiel in London angeschlagen. Das ist zwei Monate her. Man hätte ihn da vielleicht bis in die Winterpause ganz aus dem Verkehr ziehen sollen. Aber gut, hätten.
    Sonst sehe ich das genauso: ein Rückschlag, aber kein Grund zu verzweifeln.

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  2. Wenn es von den Medizinern damals empfohlen wurde, dann hätte man das machen sollen. Ansonsten nimmt man natürlich den Topspieler nicht für einen Monat raus. Denn mMn ist er der wichtigste Schlüsselspieler – er hat so oft für den Unterschied gesorgt. Der BVB hat auch sonst eine unglaublich geschlossene Mannschaft, aber Mario hat sie veredelt.
    Trotzdem ist es gut möglich, dass wir die Wochen ohne ihn halbwegs unbeschadet überstehen. Wenn man allerdings an Robben denkt, der eine ähnliche Verletzung hatte…

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  3. … bei Robben ist die Entzündung deshalb so langwierig geworden, weil er sich zu oft auf dem Platz hat hinfallen lassen …

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