Nürnberg on ice

Eiskalte Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich sind für das Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga angekündigt. In den Medien macht man sich Gedanken über die Auswirkungen, über Funktionsunterwäsche und Spielkultur. Auch die Länge der Winterpause wird mal wieder diskutiert. Die beteiligten Trainer nehmen es dagegen, wie es kommt. Jürgen Klopp wollte bei der heutigen Pressekonferenz zum Spiel in Nürnberg nichts Spektakuläres in den Witterungsbedingungen sehen und ging lieber auf jene Dinge ein, die er und seine Spieler beeinflussen können.

Personell hatte er keine Hiobsbotschaften zu verkünden. Die leicht angeschlagenen Kevin Großkreutz und Lucas Barrios werden bis Freitag wieder Mannschaftstraining absolvieren und mindestens im Kader stehen, wenn nichts dazwischenkommt. Mats Hummels ist trotz des humpelnden Abgangs vom Samstag nicht verletzt. Nur Mario Götze weilt im Urlaub und hat hoffentlich das Telefon ausgeschaltet, wie es Klopp forderte. Die Personalentscheidungen, die der Trainer verkündete, hatten nichts mit Verletzungen zu tun und kamen nicht völlig überraschend: aufgrund der Wechsel von Mohamed Zidan und Damien Le Tallec werden Terence Boyd aus der zweiten Mannschaft und Marvin Duksch von den A-Junioren „näher an das Team rücken“. Sie sollen gelegentlich mit der Bundesligamannschaft trainieren und im Notfall zum Einsatz kommen.

Das Spiel in Nürnberg könnte zu einem Geduldsspiel werden, wenn auch nicht wegen der Kälte. Die Gastgeber, die im eigenen Stadion in dieser Saison eine ausgeglichene Bilanz haben, wollen vorsichtig starten – wie mittlerweile fast alle BVB-Gegner. Ob den Schwarz-Gelben noch mal eine so dominante Anfangsphase wie gegen Hoffenheim gelingt, die zwangsläufig in ein Tor münden musste, ist fraglich. Die Franken scheinen defensiv disziplinierter zu sein, mit der Innenverteidigung Maroh – Wollscheid kassierten sie in den beiden Rückrundenspielen nur ein Gegentor. Für die Borussen könnte es auf dem Feld ein Wiedersehen mit Markus Feulner geben – ob er noch mal rechts hinten aufläuft wie in Hannover ist eine andere Frage. Einiges spricht zudem für eine Rückkehr des besten Torschützen Tomas Pekhart in die Startelf.

Von der Qualität her müsste der BVB dieses Spiel gewinnen, zumal Dauerkämpfer Javier Pinola und Neuzugang Hanno Ballitsch den Nürnbergern zwar bald wieder zur Verfügung stehen, jedoch noch nicht übermorgen. Doch dann müsste ja der FC Bayern auch jede Partie gewinnen. Einstellung und Konzentration werden wie immer und gerade wegen der widrigen Bedingungen eine wichtige Rolle spielen. Heiße Herzen trotz kalter Füße sind gefragt.

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