Bremen ohne Esel

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Werder Bremen ohne Claudio Pizarro. Und ohne Tim Wiese, Marko Marin, Marko Arnautovic und Philipp Bargfrede, um nur die vermutlich folgenschwersten Ausfälle zu nennen. Das ist wie wenn den Stadtmusikanten aus der gleichen Stadt der Esel fehlen würde. Es sind wichtige Säulen der Mannschaft, die morgen Nachmittag beim Bundesligaspiel in Dortmund nicht dabei sein können. Stürmer Pizarro, der gegen den BVB schon oft geglänzt hat, nahm sich am letzten Wochenende mit einer Eselei selbst aus der Elf. Vom DFB-Sportgericht wurde er nachträglich für zwei Partien gesperrt, weil er seinem Hannoveraner Gegenspieler eine Ohrfeige verpasst hatte.

Auf was muss sich die Borussia also morgen einstellen? Jürgen Klopp betonte in der Pressekonferenz zum Spiel, er habe sich über die Pizarro-Sperre nicht gefreut. Er gab aber zu, dass der Ausfall jede Mannschaft schwächen würde. Mit Blick auf die Aufstellungen ist dieser Samstag sicher der bestmögliche Zeitpunkt, um gegen Werder zu spielen. Die Gäste stark ersatzgeschwächt, bei den Schwarz-Gelben werden wahrscheinlich ’nur‘ Mario Götze und Julian Koch nicht zur Verfügung stehen. Der BVB kann und sollte diesen Vorteil nutzen, doch es wird nur gelingen, wenn man das Bremer Restaufgebot keine Sekunde unterschätzt.

Taktisch werden die Gäste mit Sicherheit defensiver auftreten als gegen viele andere Gegner und in Bestbesetzung. Klopp dürfte jedoch mit seiner These Recht behalten, dass die Bremer nicht wie Augsburg reine Manndeckung spielen werden – ganz einfach, weil eine solche taktische Umstellung nicht so einfach zu bewerkstelligen ist und sich für den BVB viel Raum auftun würde.

Personell böte sich auf Dortmunder Seite zwar der eine oder andere Wechsel an, doch ist es unwahrscheinlich, dass Klopp an der zuletzt mäßig agierenden linken Seite etwas ändern wird. Eine Chance für den unzufriedenen Ivan Perisic scheint nicht völlig ausgeschlossen – dem Trainer ist es vermutlich egal, dass dann mancher Journalist schreiben würde, er habe dem Druck des Spielers nachgegeben. Auch eine andere Variante als die defensive Doppel-6 – etwa ein Einsatz von Gündogan – ist denkbar, jedoch nicht sonderlich wahrscheinlich.

Die Borussia hat morgen alle Chancen, die Fünf-Punkte-Führung vor den Bayern zu behaupten und den ersten Punktverlust der Rückserie vergessen zu machen. Das ist kein Kinderspiel, doch die besseren Esel könnten es richten.

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Ein Gedanke zu “Bremen ohne Esel

  1. Andy

    So wie ich Kloppo kenne wird er „seine“ Stammelf mit Grosskreutz und Kehl aufstellen.. Gerade morgen würde sich jedoch ein Wechsel auf beiden Positionen anbieten, da sich einerseits Perisic und Gündogan/Leitner anbieten könnten und andererseits würden Kehl und Grosskreutz nicht so stark belastet werden..
    Ich halte die Partie am Dienstag nämlich für bedeutend schwerer und in Fürth wird Kloppo garantiert keine Experimente eingehen.. Deshalb wieso morgen nicht mal Ivan eine Chance geben.. Und unser defensives Mittelfeld halte ich auf Dauer mit Kehl und Bender für zu limitiert, technisch gesehen..

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